13.–15.6.2025
Miss Read, BerÂlin Art Book Fair & FesÂtiÂval, Haus der KulÂtuÂren der Welt, Berlin
NaranÂja PubliÂcaÂcioÂnes: VisuÂal QuesÂtiÂonÂnÂaire #14
4. KHB BuchÂmesÂse | Artist Book Fair, KHB StuÂdiÂos, Berlin
Albert Coers: ab hier, 2025
Albert Coers: ab hier
14,8 x 10,5 cm, 56 S., 55 AbbilÂdunÂgen, RinÂgöÂsenÂhefÂtung
icon VerÂlag Hubert Kretschmer
Miss Read, Art Book Fair & FesÂtiÂval, HKW, Berlin
LeseÂgrupÂpe VilÂla Stuck, LibraÂry of ArtisÂtic Print on Demand
11.7.2024, 18:00 (mit Albert Coers)
VilÂla Stuck VS, MĂĽnchen
LibraÂry of ArtisÂtic Print on Demand, VilÂla Stuck, MĂĽnchen
3. KHB BuchÂmesÂse | Artist Book Fair 2024
NachÂleÂse: LeipÂzig „it’s a book“
23.3. 24
Von DresÂden nach LeipÂzig – da noch Zeit bis zur Abfahrt des Zuges ist, zum Albert-Platz. Foto des StraÂĂźenÂschilÂdes vor dem KästÂner-Haus, FortÂsetÂzung der Serie der StraÂĂźen mit meiÂnem Vornamen.
In LeipÂzig zur HochÂschuÂle fĂĽr GestalÂtung, wo die MesÂse “it’s a book” stattÂfinÂdet — parÂalÂlel zur “groÂĂźen” BuchÂmesÂse, Bin zum ersÂten Mal hier. Habe schon öfter von der MesÂse gehört, aber es hat sich bisÂlang nicht ergeben.




Im LichtÂhof, sehr schöÂner Raum. Die Tische im ErdÂgeÂschoss und auf den folÂgenÂden EtaÂgen des TrepÂpenÂhauÂses. TrefÂfe gleich MichÂaÂlis PichÂler, kauÂfe ihm fĂĽr kleiÂnes Geld eine ZeiÂtung ab, ein Reprint von ZeiÂtunÂgen des 11. SepÂtemÂber 2001, wo alle ameÂriÂkaÂniÂschen FlagÂgen durch freiÂgeÂstellt und aufÂgeÂklebt reproÂduÂziert sind – einÂschlieĂźÂlich der RĂĽckÂseiÂte der Cutouts.
GegenÂĂĽber ArgÂoÂbooks mit VanesÂsa Adler. TauÂsche gegen ein ExemÂplar von „LänÂderÂkennÂzeiÂchen“ ein kleiÂnes Buch von Ann NoĂ«l: „SpiÂraÂle“, wo sie LisÂten nach dem ABC geordÂneÂter BegrifÂfe bringt, z.B. AbkĂĽrÂzunÂgen, Namen, KĂĽnstÂler etc., die sie zum EinÂschlaÂfen sich mit ihrem PartÂner hin- und herÂgeÂspielt und schlieĂźÂlich aufÂgeÂschrieÂben hat.
Ich trefÂfe Aslak GurÂholt, Grafiker/KĂĽnstler aus NorÂweÂgen. Wir unterÂhalÂten uns ĂĽber die Ă„hnÂlichÂkeiÂten von KonÂzepÂten und HandÂlunÂgen – er samÂmelt SpielÂkarÂten im öffentÂliÂchen Raum und hat schon einiÂge LeuÂte kenÂnenÂgeÂlernt, die dasÂselÂbe tun. Und gleiÂche Namen: er recherÂchiert nach Paul Rand, und es komÂmen ihm vieÂle VerÂtreÂter desÂselÂben Namens unter. Mir fällt Alan BerÂliÂner ein, mit seiÂnem Film „The sweeÂtest sound“, wo es um Namen und v.a. seiÂnen eigeÂnen geht — ich hatÂte den ich einÂmal auf der BerÂliÂnaÂle gesehen.
Er schenkt mir ein Heft, das sich mit Löchern beschäfÂtigt: Die bekannÂten zwei LochunÂgen zum AbhefÂten sind ergänzt durch weiÂteÂre, die im ZusamÂmenÂspiel mit dem grĂĽÂnen Papier und der IllusÂtraÂtiÂon von FahÂnen zu Golf-Löchern werÂden. Eine einÂfaÂche, sehr schöÂne Idee. Neben dem Stand des VerÂlags aus NorÂweÂgen ist FelÂderÂbooks, von WinÂnes, der mir ebenÂfalls im Tausch ein Heft gibt, „Can I BorÂrow Your Logo?“, abfrotÂtierÂte MarÂkenÂsiÂgnets von Autos.
WeiÂter oben trefÂfe ich den Stand von ein​Buch​.haus, kauÂfe „How to book BerÂlin“. Zwar ist mir vieÂles bekannt, aber die StateÂments der LeuÂte darÂin, von denen ich vieÂle kenÂne, sind interÂesÂsant. VielÂleicht lieÂĂźe sich etwas Ă„hnÂliÂches fĂĽr MĂĽnÂchen entÂwiÂckeln, mit Hubert KretÂschmer zusamÂmen. DaneÂben ist Robin Waart. Wir tauÂschen ein Heft gegen einen DopÂpelÂkaÂtaÂlog mit PostÂkarÂten, von zwei verÂschieÂdeÂnen ProÂjekÂten, rafÂfiÂniert oben und unten.
Moritz GrĂĽnÂke von GloÂria GlitÂzer schenkt mir ein Meta-Heft, GedanÂken ĂĽber die Zukunft von BuchÂmesÂsen – die er lieÂber als „FesÂtiÂvals“ bezeichÂnet wisÂsen möchÂte, wegen der AssoÂziaÂtiÂon mit HanÂdel, KomÂmerz, finanÂziÂelÂler Gewinn, der bei „BuchÂmesÂse“ oder „Fair“ mitÂschwingt – und was bei den allerÂmeisÂten TeilÂnehÂmern gar nicht der Fall ist, darÂĂĽber hinÂaus den Erhalt von FörÂdeÂrunÂgen erschwert (The Future of Art Book FesÂtiÂvals (formÂerÂly known as fairs). Es geht immer wieÂder um wirtÂschaftÂliÂche AspekÂte: wer proÂduÂziert mit welÂchen MitÂteln, wer kauft KĂĽnstÂlerÂbĂĽÂcher? FĂĽr mich ist es ja finanÂziÂell auch eine SideÂline, ein ZuschussÂgeÂschäft, ohne FörÂdeÂrung nicht zu machen. TrotzÂdem bin ich stolz, wenn ich beim Besuch von MesÂsen etwas verÂkauÂfe und die KosÂten der MesÂse (GebĂĽhr, Anfahrt…) wieÂder einÂspieÂle, ja sogar darÂĂĽber hinÂausÂkomÂme. Und eigentÂlich möchÂte ich lieÂber an einer „MesÂse“ teilÂnehÂmen als an einem „FesÂtiÂval“, weil ersÂteÂres sich ernstÂhafÂter, seriöÂser anhört. Das sind so die WiderÂsprĂĽÂche, auf die Moritz hinweist.
Beim TexÂtem-VerÂlag kauÂfe ich fast immer ein BĂĽchÂlein aus der ReiÂhe „KleiÂner StimÂmungsÂatÂlas in EinÂzelÂbänÂden“. Die sind handÂlich und eigentÂlich immer gut geschrieÂben. Und einen Band „DiletÂtanÂtisÂmus“ beiÂzuÂsteuÂern habe ich ja vor – aber als EinÂĂĽbung schaÂdet es sicher nicht, einiÂge andeÂre BänÂde zu lesen – so rechtÂferÂtiÂge ich weiÂteÂre KäuÂfe. DiesÂmal fällt mein Auge auf „WeltÂraum“ von SebasÂtiÂan BurÂdach. FĂĽr das TheÂma interÂesÂsieÂre ich mich sowieÂso, und Nora Sdun erzählt mir so engaÂgiert aus dem Inhalt, von der WeltÂraum-WerÂbungsÂkonÂkurÂrenz zwiÂschen Cola und PepÂsi, dass ich zugreife.
Unten trefÂfe ich Elfi SeiÂdel, die ich u.a. von der AusÂstelÂlung bei VinÂzenz Sala her kenÂne. Wir und ihr PartÂner unterÂhalÂten uns im „GarÂten“ u.a. ĂĽber das Denkmal-Projekt.
Ich kauÂfe bei Roma PubliÂcaÂtiÂons ein Buch, das mir gleich am Anfang ins Auge gestoÂchen ist: „ExospheÂre“ von Batia Suter; Fotos von den VerÂpaÂckunÂgen von ObjekÂten aus StyÂroÂpor und KarÂton, assoÂziaÂtiv kombiniert.
EiniÂge StunÂden bin ich hier, habe vieÂle getrofÂfen, einiÂges getauscht und auch gekauft, jetzt gar kein BarÂgeld mehr; jetzt das GefĂĽhl, es reicht langÂsam. Ich mache mich auf den Weg zum Bahnhof.
In der BuchÂhandÂlung dort noch ein letzÂtes Buch: „Das dopÂpelÂte DeutschÂland“ von UrsuÂla WeiÂdenÂfeld. Das TheÂma finÂde ich interÂesÂsant, geraÂde aus DresÂden und LeipÂzig komÂmend. DarÂĂĽberÂhinÂaus reizt mich, dass es sich um ein von der Autorin signierÂtes ExemÂplar hanÂdelt – mit FehÂlern im Druck: manÂche ZeiÂlen sind gewunÂden, geschwunÂgen; was ihnen eine gewisÂse PlasÂtiÂziÂtät verleiht.
