Wolf­gang Ull­rich: Ris­kan­te Buch­kul­tur

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Wer als Autor Aus­stel­lun­gen mit zeit­ge­nös­si­scher Kunst besucht, darf heut­zu­ta­ge damit rech­nen, eige­ne Bücher als Teil eines Kunst­werks wie­der­zu­fin­den. Vie­le Künst­ler, von Tho­mas Hirsch­horn über Pipi­lot­ti Rist bis zu Geor­ges Adé­ag­bo, ver­wen­den Bücher näm­lich als Bestand­tei­le meist groß ange­leg­ter Instal­la­tio­nen. Ähn­lich wie in Buch­hand­lun­gen oder Muse­ums­shops sucht der Autor also – unver­hoh­len eitel – danach, ob auch einer sei­ner Titel aus­ge­legt, auf­ge­stellt oder gesta­pelt wur­de. Und er freut sich zuerst, wenn er sein Werk ent­deckt.


Dann jedoch beginnt er sich zu fra­gen, was den Künst­ler dazu bewo­gen haben könn­te, neben – meist vie­len – ande­ren Büchern auch sein eige­nes aus­zu­wäh­len. Um eine Ant­wort auf die­se Fra­ge zu bekom­men, schaut er, wel­che Titel sonst noch in das jewei­li­ge Kunst­werk auf­ge­nom­men wur­den. Waren es for­ma­le Kri­te­ri­en wie Cover­far­be oder Grö­ße, die die Ent­schei­dung beein­fluß­ten, ging es um den Titel oder gar wirk­lich um das The­ma oder eine The­se? Meist jedoch gelangt der Autor bei sol­chen Betrach­tun­gen zu kei­nem befrie­di­gen­den Ergeb­nis, son­dern eher zu der Befürch­tung, es sei bei der Zusam­men­stel­lung recht wahl­los und zufäl­lig zuge­gan­gen. Und nicht bloß ein Autor, son­dern jeder Rezi­pi­ent, der sich nur ein wenig mit Büchern aus­kennt, wird von ähn­li­chem Unbe­ha­gen befal­len. Er spürt, daß da kein Ken­ner am Werk war, son­dern ent­we­der jemand, der Bücher als belie­bi­gen Werk­stoff, ähn­lich wie Zie­gel­stei­ne oder Dach­lat­ten, ver­wen­det hat, oder aber, noch schlim­mer, jemand, der sich, meist im dop­pel­ten Sinn des Wor­tes, als Hoch­stap­ler betä­tigt – der näm­lich Bücher auf­ein­an­der­türmt, die er nicht gele­sen hat, von denen er jedoch glaubt, sie wür­den Ein­druck machen oder ein The­ma kri­tisch, iro­nisch, bedeut­sam in Sze­ne set­zen. Autoren­na­men und Buch­ti­tel wer­den dann zu Ersatz­mit­teln einer ernst­haf­ten, auch for­mal stim­mi­gen Aus­ein­an­der­set­zung mit einem Sujet. Und sie wer­den zu Sta­tus­sym­bo­len, wobei der Künst­ler kein bes­se­res Bild abgibt als der viel­zi­tier­te Spie­ßer-Zahn­arzt, der sei­ne Klas­si­ker in Leder gebun­den über dem Kamin ste­hen hat. Mit ande­ren Wor­ten: Wer nur ein biß­chen biblio­phil ist, wird an den meis­ten Arbei­ten zeit­ge­nös­si­scher Künst­ler, in denen Bücher eine Rol­le spie­len, nur wenig Ver­gnü­gen fin­den.


Die Arbei­ten von Albert Coers gehö­ren zu den weni­gen Aus­nah­men. Und der Grund dafür ist ein­fach zu benen­nen: Coers ist selbst ein gro­ßer Bücher­freund und Lite­ra­tur­ken­ner. Er baut sei­ne Instal­la­tio­nen mit Büchern, weil ihm wohl kein ande­res ‘Mate­ri­al’ ähn­lich ver­traut ist. Wo ande­re mit Bücher­sta­peln dilet­tie­ren, hal­ten sie bei ihm einer genaue­ren Prü­fung stand. Man erkennt schnell, daß die gewähl­ten Bücher gut zusam­men­pas­sen. Selbst wenn sie aus ver­schie­de­nen Berei­chen stam­men, unter­schied­lich alt und nicht glei­cher­ma­ßen gut erhal­ten sind, ent­steht ein plau­si­bler Gesamt­ein­druck. Statt anneh­men zu müs­sen, der Künst­ler habe ein­fach ein paar Aus­schuß­kis­ten von einem Anti­qua­ri­at auf­ge­kauft oder auf Floh­märk­ten schnell eine bun­te, exqui­sit anmu­ten­de Aus­wahl zusam­men­ge­sam­melt, hat man das Gefühl, eine gut sor­tier­te, lang­sam gewach­se­ne Biblio­thek vor sich zu haben.

Das ist alles ande­re als neben­säch­lich. Erst so näm­lich begin­nen die Instal­la­tio­nen etwas zu erzäh­len – und mehr zu sein als blo­ße Anhäu­fun­gen. Wie es immer noch der sichers­te Weg ist, in einer frem­den Woh­nung das Büche­re­gal zu inspi­zie­ren, um mög­lichst viel über die dort leben­de Per­son zu erfah­ren, geben auch die bizarr, ris­kant oder ein­fach nur lus­tig ange­ord­ne­ten Bücher der Instal­la­tio­nen von Albert Coers zahl­rei­che Anhalts­punk­te, um sich ein Bild von ihrem mut­maß­li­chen Besit­zer zu machen. Dabei tra­gen die For­men, zu denen die Bücher arran­giert sind, natür­lich eben­falls zu den Vor­stel­lungs­bil­dern bei. So ver­mit­telt sich bei den bei­den im Jahr 2004 aus der Pri­vat­bi­blio­thek des Künst­lers ent­stan­de­nen Arbei­ten trullo I und trullo II der Ein­druck, hier habe ein intro­ver­tier­ter, an vie­len For­men von Hoch­kul­tur inter­es­sier­ter Mensch ein zel­t­ar­ti­ges Gebäu­de aus sei­nen Büchern errich­tet, um sich von der für ihn oft zu rup­pig-kul­tur­lo­sen Außen­welt abschir­men zu kön­nen. Die Fluch­ten aus dem eige­nen lau­ten All­tag, die das Lesen oft bie­tet, haben sich nun also in einer noma­di­schen Behau­sungs­form mate­ria­li­siert, die frei­lich nicht ohne Tra­gik ist: Wer sich in das Bücher­zelt begibt, liegt nicht nur in lese­un­taug­li­chem Dun­kel, son­dern kann auch kei­nes der ihn umge­ben­den Bücher rezi­pie­ren. Sobald man nur eines an sich her­an­zö­ge, stürz­te das gesam­te Gebil­de zusam­men; man wäre unter Hun­der­ten von Büchern begra­ben.

Auch bei ande­ren Instal­la­tio­nen wen­det Coers Eigen­schaf­ten, die Büchern ger­ne zuge­schrie­ben wer­den, para­dox ins Gegen­teil. Bei biblio­te­ca pri­va­ta II, eben­falls aus dem Jahr 2004, sta­pel­te er Bücher so lan­ge in eine Fens­ter­ni­sche, bis so gut wie kein Licht mehr in den Raum kam (es gab dort nur ein Fens­ter). Wo Bücher sonst den Aus­blick in frem­de Wel­ten bie­ten, ver­stell­ten sie nun also die Mög­lich­keit, den eige­nen Hori­zont zu erwei­tern.

Die­se Bei­spie­le zei­gen: So biblio­phil Albert Coers auch sein mag, er arti­ku­liert zugleich eine Skep­sis gegen­über einer buch­gläu­bi­gen Hal­tung. Viel­mehr emp­fin­det er die Men­gen an Büchern, die um sich hat, wer einem bil­dungs­bür­ger­li­chen Ethos anhängt, auch als bedroh­lich. Am stärks­ten wur­de dies wohl bei col­le­zio­ne pri­va­ta (2002) erfahr­bar. Bei die­ser Instal­la­ti­on prä­sen­tier­te Coers den gesam­ten Kel­ler­in­halt eines Samm­lers von Büchern sowie von ande­ren, oft mit Bil­dern bedruck­ten Papie­ren. Der Gale­rie­raum war voll von Sta­peln, über­quel­len­den Rega­len, chao­ti­schen Häu­fen. Der Besu­cher spür­te mit wach­sen­der Beklem­mung, wie die Sehn­sucht nach geis­ti­ger Frei­heit, die die Inhal­te all der Druckerzeug­nis­se eigent­lich reprä­sen­tie­ren und auch för­dern, in ein Gefühl von Ohn­macht umschlägt, sobald mehr auf­ge­häuft ist, als noch über­blickt und erschlos­sen wer­den kann. Coers reflek­tier­te die­se Ohn­macht, indem er an einer Wand der Gale­rie ein wei­te­res Regal anbrach­te, in des­sen Fächer er aus­ge­wähl­te Stü­cke aus der Text- und Bil­der­flut leg­te. So beru­hi­gend die­ser Ver­such einer Ord­nung wir­ken moch­te, so wenig genüg­te er doch, um die Unru­he zu ban­nen, die die über­bor­den­de Über­fül­le im rest­li­chen Raum, nun im Rücken des Besu­chers, berei­te­te. Das Bemü­hen um Sys­te­ma­ti­sie­rung schei­ter­te also – und es blieb bewußt, wie leicht die Ver­hei­ßun­gen eines Medi­ums – hier: des Buchs – von die­sem selbst zunich­te gemacht wer­den kön­nen.

In viel klei­ne­rer Dimen­si­on, aber dafür bild­haft klar brach­te Albert Coers sei­ne ambi­va­len­te Hal­tung gegen­über der Buch­kul­tur bei Arbei­ten wie pila (2004) oder colon­na portan­te (2004) zum Aus­druck. Hier leg­te er jeweils Bücher so über­ein­an­der, daß sich ein höchst labi­ler Sta­pel ergab. Auf einen Blick wur­de klar: Nur eine leich­te Berüh­rung, ein Wind­stoß, die gerings­te Erd­er­schüt­te­rung bräch­te den Sta­pel zum Ein­sturz. Aus einem Ort imma­te­ri­el­ler Schät­ze wür­den die Bücher dann schlag­ar­tig zu einer Mas­se läs­ti­gen Gewichts.

Wolf­gang Ull­rich, geb. 1967. Stu­di­um der Phi­lo­so­phie, Kunst­ge­schich­te, Wis­sen­schafts­theo­rie und Ger­ma­nis­tik. Frei­be­ruf­lich tätig als Autor, Dozent, Unter­neh­mens­be­ra­ter. Assis­tent an der AdbK Mün­chen. Gast­pro­fes­sor an der HdbK Ham­burg, 2006 bis 2015 Pro­fes­sor für Kunst­wis­sen­schaft und Medi­en­theo­rie an der Staat­li­chen Hoch­schu­le für Gestal­tung Karls­ru­he. Seit­her frei­be­ruf­lich tätig in Leip­zig als Autor, Kul­tur­wis­sen­schaft­ler und Bera­ter. Publi­ka­tio­nen zu Geschich­te und Kri­tik des Kunst­be­griffs, moder­nen Bild­wel­ten und bild­so­zio­lo­gi­schen Fra­gen sowie zu Wohl­stands­phä­no­me­nen.

Ris­ky Book Cul­tu­re

An aut­hor atten­ding exhi­bi­ti­ons of con­tem­pora­ry art may expect to find his own books as a part of an art­work. Many artists from Tho­mas Hirsch­horn to Pipi­lot­ti Rist and to Geor­ges Adé­ag­bo use books as ele­ments of instal­la­ti­ons of grand dimen­si­ons. As in book­shops or shops of muse­ums the aut­hor – unvei­led vain- sear­ches for whe­ther the­re are any of his tit­les lay­ing out or piled up. He is only hap­py when he glan­ces and dis­co­vers one of his works. But then he starts asking, what might have been the artist’s moti­va­ti­on for choo­sing among the many other books, also his. In order to get an ans­wer for this ques­ti­on, he loo­ks, what other tit­les have been inclu­ded in the respec­ti­ve work of art. Was it for­mal cri­te­ria as the colour of the cover, or size, that influ­en­ced the decisi­on, was it about the tit­le or real­ly about the the­me or a the­sis?

In most cases, alt­hough, the aut­hor doesn’t reach to a satisfy­ing result, but more likely he is afraid, that the com­po­si­ti­on might have been qui­te indiscri­mi­na­te and casu­al. And not only the aut­hor, but every reci­pi­ent who knows even a litt­le about books, is over­co­me by simi­lar une­a­se. He feels that the­re was no con­nois­seur working, but eit­her some­bo­dy who used books as any mate­ri­al, like bricks or pickets, or, worse, some­bo­dy who is an Hoch­stap­ler, an impos­tor [Ger­man “Hochstapler”-somebody who piles up some­thing in the high]  – most­ly in the dou­ble sen­se of the word – who piles up books that he hasn’t read, that he thinks they could make impres­si­on or put on a show with a cri­ti­cal iro­nic or mea­ning­ful sen­se. Names of aut­hors and tit­les beco­me sub­sti­tu­tes of a serious and also for­mal mood dealing with a sub­ject. They also beco­me sym­bols of sta­tus, with the artist play­ing no bet­ter role than the often quo­ted pet­ty bour­geois den­tist, who has his clas­sics coated in lea­ther stan­ding abo­ve the fire­place. In other words: tho­se who are only a litt­le biblio­phi­le, are going to find litt­le plea­su­re in most works of con­tem­pora­ry artists in which books play a part.

The works of Albert Coers are among the rare excep­ti­ons. And the rea­son for that is easy to say: Coers is a gre­at friend of books and a con­nois­seur of lite­ra­tu­re. He builds up his instal­la­ti­ons with books becau­se pro­bab­ly no other mate­ri­al is so fami­li­ar to him. Whe­re others dabb­le with piles of books, his collec­tions sus­tain a clo­ser exami­na­ti­on. One quick­ly rea­li­ses that the books cho­sen fit well tog­e­ther. Even if they’re from dif­fe­rent sec­tions, of dif­fe­rent ages and not all equal­ly well pre­ser­ved, a plau­si­ble impres­si­on of a who­le is crea­ted. Ins­tead of being com­pel­led to pre­su­me, the artist had been sim­ply buy­ing a few boxes of a second-hand-books­to­re or collec­ting at a flea-mar­ket has­ti­ly a mul­ti­co­lou­red, exqui­si­te appe­aling mix­tu­re, one feels as if one is in front of a well-sor­ted, steadi­ly grown Libra­ry.

That is far from being unim­portant. Only in this way the instal­la­ti­ons begin to tell some­thing – and to be more than mere accu­mu­la­ti­ons. Like it is still the most secu­re way in a for­eign apart­ment to go to check the books­helf in order to learn as much as pos­si­ble about the per­son that lives the­re, also the bizar­re, hazar­dous or only fun­ny arran­ged books of the instal­la­ti­ons of Albert Coers give many clues for put­ting tog­e­ther an image of his pro­bable owner. Fur­ther­mo­re, the forms, in which the books are arran­ged, con­tri­bu­te to the ima­gi­na­ti­on. So the works crea­ted from the pri­va­te libra­ry of the artist trullo I and trullo II com­mu­ni­ca­te the impres­si­on of an intro­ver­ted, but a per­son inte­res­ted in the many forms of cul­tu­re, having erec­ted an tent-like buil­ding with his books in order to pro­tect hims­elf from the for him often to dull and uncul­tu­red out­side world. The refu­ge from their own loud dai­ly life, that rea­ding often pro­vi­des, has mate­ria­li­sed in a noma­dic housing, which howe­ver, is not without tra­ge­dy: tho­se who enter the tent of books, not only lies in the darkness that makes rea­ding impos­si­ble, but also can’t read any of the books which are sur­roun­ding him. As soon they would remo­ve one sin­gle book, the who­le buil­ding would crash bury­ing him under hund­reds of books.

Also with other instal­la­ti­ons Coers turns qua­li­ties that often are refer­red to books para­do­xi­cal­ly in the oppo­si­te. In biblio­te­ca pri­va­ta II, dating also from 2004, he piles up books in the frame of a win­dow until the room hard­ly had any light (the­re was only one win­dow). Whe­re books pro­vi­de an out­sight to for­eign worlds, now they’re blo­cking the pos­si­bi­li­ty of enlar­ging one’s hori­zon.

This examp­les show, that Albert Coers, as biblio­phi­le he might be, arti­cu­la­tes a scep­tic point of view to an ido­la­try of books. What is more, he feels the thre­at that emana­tes from the amount of books with which one is sur­roun­ded, for tho­se who claim the ethos of midd­le-class-edu­ca­ti­on. The stron­gest expe­ri­ence of this kind one has with col­le­zio­ne pri­va­ta (2002). In this instal­la­ti­on Coers pre­sen­ted the who­le con­tent of a cel­lar room of a collec­tor of books and other papers, often prin­ted with images. The space of the gal­le­ry was full of piles, of over brim­ming scaf­folds, chao­tic heaps. The visi­tor felt with gro­wing anxie­ty, how the year­ning for intel­lec­tu­al free­dom, that the con­tent of all the publi­ca­ti­ons repres­ents and also favours, turns into a fee­ling of power­less­ness, as soon as more is accu­mu­la­ted than can be taken in or absor­bed. Coers reflec­ted this hel­pless fee­ling by dis­play­ing on a wall in the gal­le­ry a shelf and put­ting the­re pie­ces selec­ted out of the flood of texts and images. So quie­ting this attempt of an order might have be, so litt­le did it suf­fice to ban the rest­less­ness com­ing from the over­flowing abundance in the rest of the room, only behind the visi­tor. The endea­vour to sys­temi­se things fai­led — and it remai­ned con­scious, how easy the pro­mi­ses of a medi­um – here: of the book – can be anni­hi­l­ated by its­elf.

In much smal­ler dimen­si­on, but meta­pho­ri­cal­ly clear Albert Coers expres­sed his ambi­va­lent posi­ti­on towards the cul­tu­re of books with works like pila (2004) or colon­na portan­te (2004). Here he laid books on and over ano­t­her crea­ting a most unsta­ble pile. At first glance it was clear, that only a soft touch, a gust of wind, the sligh­test shake of the earth would bring cau­se the pile to crash down. The books would be trans­for­med abrupt­ly from a place of imma­te­ri­al tre­a­su­re into a mass of irri­ta­ting weight.

Wolf­gang Ull­rich, born 1967. Stu­di­ed Phi­lo­so­phy, Histo­ry of Art, Theo­ry of Sci­ence and Ger­man Lite­ra­tu­re. Free­lan­ce aut­hor, con­sul­tant, lec­tu­rer. Assi­stant tea­cher at the AdbK Munich, visi­t­ing pro­fes­sor at the HdbK Ham­burg, 2006–2015 pro­fes­sor for Sci­ence of Art and Theo­ry of the Media at the HfG Karls­ru­he. Publi­ca­ti­ons on histo­ry and cri­ti­cism of the con­cept of art, and ques­ti­ons regar­ding the socio­lo­gy of images, on phe­no­me­na of pro­spe­ri­ty.