Von Wol­ken und Krat­zern, ep.contemporary, Berlin

03.09. – 24.09.2022
ep.contemporary, Ber­lin

Ophe­lia Beck­mann, Ange­la Bröhan, Albert Coers, Mat­thi­as Hage­mann, geor­gia Kra­wi­ec, Uschi Krem­pel, Celia Meh­nert, Mar­ti­na Rei­chelt, Bodo Rott, Jens Schü­ne­mann, Doro­thea Schutsch, Sabi­ne Wild

Ver­nis­sa­ge: 02.09.22, 18:00 – 21:00
Öff­nungs­zei­ten zur Art Week:
16.09. – 18.09.22, 12:00 – 18:00

Der Titel “Von Wol­ken und Krat­zern” lässt zunächst an Archi­tek­tur den­ken, an Sky­s­cra­per, Gebäu­de, so hoch, dass sie den Him­mel berüh­ren, Sym­bol für mensch­li­chen Fort­schritts­glau­ben und Ambi­ti­on, sie­he den Turm von Babel. Mit „Wol­ken“ und „Krat­zern“ tau­chen dar­über hin­aus zwei bild­haf­te Begrif­fe auf, an denen sich die Arbei­ten der Aus­stel­lung mal enger, mal wei­ter ori­en­tie­ren, von denen aus sich auch aktu­el­le Bezü­ge her­stel­len las­sen:
Ein­mal Wol­ken als nebu­lös-wei­ches Gebil­de, flüch­tig, ungreif­bar, in Hit­ze­zei­ten her­bei­ge­sehnt als schüt­zend, schat­ten- und regen­spen­dend. Ihnen kann aber auch Bedroh­li­ches inne­woh­nen, als Zusam­men­bal­lung, die Unwet­ter ver­heißt, sich ent­la­den kann – oder sich schon ent­la­den hat, nach Explo­sio­nen, Brän­den.
Dem­ge­gen­über ist der Krat­zer hand­greif­li­ches Ergeb­nis einer Bewe­gung auf einer Ober­flä­che, die Spu­ren hin­ter­lässt; etwas Har­tes trifft auf Wei­ches. Krat­zer las­sen an Gra­phik den­ken (grie­chisch graphein: rit­zen, krat­zen, schrei­ben), an Zeich­nung, Druck­tech­ni­ken wie die Radie­rung, bei der mit Nadeln gear­bei­tet wird, aber auch an phy­si­sche und emo­tio­na­le Gewalt, Ver­sehrt­heit, Wun­den.
(Albert Coers)