Kunst – Ver­ein? Oder: „I’d never join a club that would allow a per­son like me to beco­me a member.“

Ver­ein. Das Wort weckt gemisch­te Gefüh­le. Man denkt an Sit­zun­gen, Pro­to­kol­le, Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen, Anwe­sen­heits­lis­ten, Unter­schrif­ten, Tages­ord­nungs­punk­te, Rechen­schafts- und Kas­sen­be­rich­te, Ent­las­tun­gen, Vor­stands­wah­len, Sat­zun­gen, Anträ­ge, Abstim­mun­gen. Also den gan­zen Wust admi­nis­tra­ti­ver, büro­kra­ti­scher Pro­zes­se. Bil­der tau­chen auf von spär­lich gefüll­ten Stuhl­rei­hen, Was­ser­glä­sern auf einem Reso­pal­tisch, Excel­ta­bel­len. Lässt sich ein grö­ße­rer Gegen­satz zum Begriff „Kunst“ denken?

Kunst-Ver­ein? Ist das nicht ein Wider­spruch in sich selbst? Ist Kunst für uns heu­te nicht das Indi­vi­du­el­le, Freie, das sich außer­halb von Nor­mie­run­gen und Vor­ga­ben bewegt?

Das 200-jäh­ri­ge Jubi­lä­um des Kunst­ver­eins Bam­berg ist Anlass, über Kunst­ver­ei­ne und die Bezie­hun­gen zu ihnen zu reflek­tie­ren. Ich wäh­le dafür mei­nen per­sön­li­chen Blick­win­kel als Künst­ler, der aber, so den­ke ich, auch etwas All­ge­mei­nes hat und sich über­tra­gen lässt.

Lan­ge habe ich mich eben vor den beschrie­be­nen Erfah­run­gen und Tätig­kei­ten gescheut, Ver­ei­ne ver­mie­den. Und doch bin ich zur Zeit (2023) Mit­glied in, ich habe nach­ge­zählt, immer­hin einem Dut­zend Ver­ei­ni­gun­gen, davon zehn ein­ge­tra­ge­nen Vereinen.

Von die­sem Dut­zend haben neun etwas mit Kunst zu tun. Orga­ni­sa­ti­ons­form, Grad der Insti­tu­tio­na­li­sie­rung, loka­le, räum­li­che Ver­an­ke­rung und Selbst­ver­ständ­nis sind dabei sehr unter­schied­lich: Da sind zum einen Kunst­ver­ei­ne im enge­ren Sinn, die auch Aus­stel­lungs­räu­me dau­er­haft zur Ver­fü­gung haben – wobei die tra­di­tio­nell gefärb­te Bezeich­nung „Kunst­ver­ein“ nur in einem Fall auf­taucht: Der Kunst­ver­ein Tier­gar­ten, der Kunst­raum Mün­chen. Auch front­views in Ber­lin wür­de ich dazu­zäh­len, einen Ver­ein, der sich selbst als „Platt­form“ beschreibt.

Dann ste­hen auf mei­ner Lis­te Künst­ler­ver­ei­ni­gun­gen, wie der Berufs­ver­band Bil­den­der Künst­ler, der Künst­ler­ver­bund im Haus der Kunst, der Deut­sche Künst­ler­bund. Dazu kom­men Grup­pen, die kei­ne Ver­ei­ne sind, wie ep.contemporary, die eine Pro­du­zen­ten­ga­le­rie in Ber­lin betrei­ben, oder Rhythm Sec­tion, eine offe­ne Grup­pe, die an wech­seln­den Orten Aus­stel­lun­gen veranstaltet.

Wie also kommt es, dass ich trotz Abnei­gung gegen admi­nis­tra­ti­ve Pro­zes­se, gegen kol­lek­ti­ve Zwän­ge und Vor­ga­ben, trotz eines aus­ge­präg­ten Indi­vi­dua­lis­mus doch Mit­glied in zahl­rei­chen Ver­ei­nen und Grup­pen bin, ja sogar zeit­wei­se Vorstand?

All­ge­mei­ner könn­te man fra­gen: Wie kommt es, dass es so vie­le Kunst­ver­ei­ne gibt, dane­ben unzäh­li­ge Künst­ler­ver­bän­de, Grup­pen, Initia­ti­ven? Und dass sie so lan­ge exis­tie­ren, jahr­hun­der­te­lang, wie im Fall des Kunst­ver­eins Bam­berg? Dass sich so vie­le Men­schen enga­gie­ren, häu­fig ehren­amt­lich, Zeit, Ner­ven, auch Geld inves­tie­ren, Res­sour­cen, die dann doch irgend­wo anders feh­len müssen?

Das hängt damit zusam­men, dass man im „Ver-ein“, gemein­sam, mit gebün­del­ten Kräf­ten, als Zusam­men­schluss mehr erreicht denn als Ein­zel­per­son. Dass man eher gehört wird, anders auf­tre­ten kann – bis hin zu recht­lich-poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen, wel­che die Ver­eins­form begüns­ti­gen, die Bewil­li­gung von För­der­gel­dern erleichtern …

Dazu kom­men auf einer sozia­len, mensch­li­chen Ebe­ne, Wün­sche, Bedürf­nis­se, um den Begriff der Jubi­lä­ums­aus­stel­lung des Kunst­ver­eins Bam­berg zu ver­wen­den, „Sehn­süch­te“: nach Kon­takt, Aus­tausch, Freund­schaf­ten mit Men­schen, die ähn­li­che Inter­es­sen haben, nach Zuge­hö­rig­keit zu einer Grup­pe, nach Teil­ha­be, danach, etwas zu sehen, zu hören, ästhe­ti­sche Erfah­run­gen zu machen und sich dar­über zu unter­hal­ten.
Auch danach, Kunst zu besit­zen, was in kol­lek­ti­ven For­men leich­ter­fällt: Als in vie­len Kunst­ver­ei­nen übli­che Jah­res­ga­be, die Mit­glie­der mit ihrem Bei­trag oder zu güns­ti­gen Kon­di­tio­nen bekom­men, als repro­du­zier­te Gra­fik oder Mul­ti­ple. Das Prin­zip der Serie, der Auf­la­ge ver­ein­facht Pro­duk­ti­on und Dis­tri­bu­ti­on. Jeder bekommt ein Exem­plar, aber alle das­sel­be Motiv. Auch Jah­res­ga­ben ver­ei­nen. Ähn­lich der gemein­schaft­li­che Erwerb von Kunst, wodurch eine Samm­lung ent­steht (wie in Bam­berg), die nicht nur einem, son­dern allen gehört.

Das ist die eine, eher rezep­ti­ve Sei­te. Die ande­re besteht dar­in, etwas zu unter­stüt­zen, zu för­dern, durch sei­nen finan­zi­el­len oder zeit­li­chen Bei­trag. Teil­zu­neh­men, in unter­schied­li­chen Gra­den der Akti­vi­tät. Etwas gemein­sam auf die Bei­ne zu stel­len, sicht­bar zu machen. Gera­de für Künst­le­rin­nen und Künst­ler sind Ver­ei­ne und Ver­ei­ni­gun­gen wich­ti­ge Platt­for­men und Netzwerke.

Hier­zu per­sön­lich gefärb­te Bei­spie­le: Als ich 2009 in Ber­lin-Moa­bit ankam, kann­te ich dort nie­mand. Es war kalt, die Stra­ßen­zü­ge domi­niert von Döner­lä­den und Bil­lig­shops; bereits am frü­hen Vor­mit­tag stan­den Gestal­ten mit der Bier­fla­sche auf der Stra­ße und mach­ten offen­sicht­lich – nichts. Was soll­te ich da?

Da ent­deck­te ich um die Ecke – erleuch­te­te Schei­ben, eine Kunst­aus­stel­lung. Die Gale­rie Nord des Kunst­ver­ein Tier­gar­ten – der in der Fol­ge eine Anlauf­stel­le und mehr, ja eine Art Hei­mat für mich wur­de. Dort traf ich Leu­te mei­ner Wel­len­län­ge, konn­te mich aus­tau­schen; sah Arbei­ten und Bücher ande­rer Künst­le­rin­nen und Künst­ler, die ich dann auch in ihren Ate­liers und Woh­nun­gen besuch­te; öff­ne­te auch mei­ne Woh­nung als tem­po­rä­ren Aus­stel­lungs­raum. Wur­de schließ­lich Mit­glied, um den Ver­ein nach­hal­ti­ger zu unter­stüt­zen. Und durf­te wie­der­holt in der Gale­rie aus­stel­len, auch eine Jah­res­ga­be beisteuern.

Anders war es beim Künst­ler­ver­bund im Haus der Kunst: Ich kann­te Stadt und Kunst­sze­ne Mün­chens bereits, als ich im Anschluss an eine Grup­pen­aus­stel­lung (2. Bien­na­le im Haus der Kunst, 2015) gefragt wur­de, ob ich mir eine Mit­ar­beit vor­stel­len kön­ne. Zunächst wider­streb­te mir das, dann aber lern­te ich die Mit­glie­der ken­nen, bekam Ein­blick in die span­nen­de, lan­ge Geschich­te des Ver­eins – und auch die Mög­lich­kei­ten, im Haus der Kunst, einer renom­mier­ten Insti­tu­ti­on aus­zu­stel­len und Aus­stel­lun­gen mit zu kura­tie­ren. Bis ich mich ver­sah, war ich 1. Vor­sit­zen­der ‑ und eif­rig mit allen anfangs genann­ten admi­nis­tra­ti­ven Tätig­kei­ten beschäf­tigt. Im Gegen­zug konn­te ich, konn­ten wir von die­ser Platt­form aus agie­ren, Aus­stel­lun­gen umset­zen, Bücher her­aus­ge­ben, ein Sym­po­si­um ver­an­stal­ten – und als Teil einer ein­ge­führ­ten Insti­tu­ti­on Gel­der ein­wer­ben und so aus­ge­ben, dass die Arbeit der Betei­lig­ten auch hono­riert wur­de – neben einem gro­ßen ehren­amt­li­chen Anteil auch die eigene.

Dabei lern­te ich auch die Beson­der­heit von Künst­ler­ver­ei­nen ken­nen: Im Gegen­satz zu Kunst­ver­ei­nen geht es weni­ger um die Rezep­ti­on von Kunst oder den sozia­len Aspekt, die Gesel­lig­keit, son­dern um die Ver­tre­tung von gemein­sa­men Inter­es­sen, die auch indi­vi­du­el­le sein kön­nen, um Selbst­be­haup­tung, Sicht­bar­keit, oft auch den Erhalt von Räu­men. Zen­tra­les For­mat ist die Aus­stel­lung. Und es gibt, The­ma „Sicht­bar­keit“, den Wunsch der Mit­glie­der, bei Aus­stel­lun­gen berück­sich­tigt zu wer­den; häu­fig ist das die Moti­va­ti­on für einen Bei­tritt. Doch nicht alle kön­nen immer aus­stel­len, daher braucht es oft müh­sa­me Pro­zes­se des Aus­han­delns, der Auswahl.

Dage­gen haben man­che Kunst­ver­ei­ne die – meist unge­schrie­be­ne – Poli­cy, dass Mit­glie­der nicht aus­stel­len dür­fen. Dies ist etwa der Fall im Kunst­ver­ein Augs­burg. So ist sicher­ge­stellt, dass es immer neue Posi­tio­nen von außer­halb des Ver­eins gibt, über­re­gio­na­le, auch inter­na­tio­na­le, und so ent­ste­hen kei­ne Erwar­tun­gen der Mit­glie­der – womit aller­dings auch ein Beweg­grund weg­fal­len kann, über­haupt Mit­glied zu werden.

Immer wie­der geht es um die Fra­ge nach Ein- und Aus­schluss. Vor­ge­schal­tet sind der Auf­nah­me in Künst­ler­ver­ei­ni­gun­gen in der Regel Aus­wahl­ver­fah­ren, um Pro­fes­sio­na­li­tät und Serio­si­tät sicher­zu­stel­len – was gleich­zei­tig Exklu­si­vi­tät nach außen hin signa­li­siert, ähn­lich den Aka­de­mien. Hier fällt einem Woo­dy Allen ein: „I’d never join a club that would allow a per­son like me to beco­me a member.“

Ich muss geste­hen, dass ich in einem Fall vor allem des Renom­mees wegen in einem Ver­ein Mit­glied gewor­den bin: im Deut­schen Künst­ler­bund. Ande­re bekannte/befreundete Künst­le­rin­nen und Künst­ler waren dabei, und es gab Hür­den: Arbeits­pro­ben waren vor­zu­le­gen, außer­dem Emp­feh­lun­gen von zwei Mit­glie­dern. Aber neben einem gewis­sen Pres­ti­ge­ge­winn, und dem Bewusst­sein, in „bes­ter Gesell­schaft“ zu sein, darf man auch das Gefühl haben, dass der Mit­glieds­bei­trag gut ange­legt ist, denn der Ver­band betreibt neben einem Aus­stel­lungs­raum eine inten­si­ve Lob­by- und Gre­mi­en­ar­beit, bun­des­weit und international. 

Dann gibt es Ver­ei­ne, in denen ich Mit­glied bin, pri­mär, um eine gute Sache zu unter­stüt­zen: So etwa im Ufer­hal­len e.V., der sich gegrün­det hat, um die Inter­es­sen der Ufer­hal­len-Ate­liers in Ber­lin zu ver­tre­ten, durch Aus­stel­lun­gen und Aktio­nen sicht­ba­rer zu machen. Ich habe dort kei­nen Raum, bin aber mit meh­re­ren Kunst­schaf­fen­den bekannt und befreun­det. 2022 ergab sich für mich die Mög­lich­keit, Füh­run­gen zu ver­an­stal­ten durch Ate­liers und Gelän­de, dabei noch mehr Leu­te ken­nen­zu­ler­nen, gleich­zei­tig auf die pre­kä­re Situa­ti­on der Kol­le­gen auf­merk­sam zu machen. 2023 zeich­net sich ab, dass deren jah­re­lan­ger Ein­satz sich gelohnt hat.

Ich stel­le fest, dass sich die Moti­ve bei mir über­schnei­den – und das dürf­te bei den aller­meis­ten Mit­glie­dern in Kunst- bzw. Künst­ler­ver­ei­nen der Fall sein: Mal ist es der Wunsch nach Kon­takt, nach Teil­ha­be, nach Nest­wär­me, „dabei­zu­sein“, nach ästhe­ti­schen und intel­lek­tu­el­len Erleb­nis­sen, die man sonst nicht hät­te, mal die Hoff­nung auf Sicht­bar­keit, mate­ri­el­len und imma­te­ri­el­len Vor­tei­len, Pres­ti­ge­ge­winn, dann aber auch die Absicht, etwas gemein­sam zu rea­li­sie­ren, mal, bei eher „pas­si­ver“ Mit­glied­schaft, Soli­da­ri­tät mit der Idee, die hin­ter einem Ver­ein steckt, und der Arbeit, die er leistet.

Das ist das Groß­ar­ti­ge an Kunst­ver­ei­nen: Sie sind nied­rig­schwel­li­ge Anlauf­stel­len, offen für alle, zur Kunst­re­zep­ti­on, aber auch zur Prä­sen­ta­ti­on, anders als die selek­ti­ven (kom­mer­zi­el­len) Gale­rien oder die Muse­en und Aus­stel­lungs­häu­ser. Sie sind auch offe­ner als Künst­ler­ver­ei­ni­gun­gen. In viel­fa­chen Abstu­fun­gen bie­ten sie Mög­lich­kei­ten der Teil­ha­be, aber auch der Mit­ar­beit und Mitgestaltung.

Im Kunst­ver­ein Bam­berg bin ich (noch) kein Mit­glied. Aber als ich 2015 an der Aus­stel­lung „sagen und zei­gen“ teil­nahm, war ich begeis­tert von der Schau – und von den Räu­men der Vil­la Des­sau­er. Spä­ter dann von denen des Kes­sel­hau­ses, und, wie­der­um in der Vil­la Des­sau­er, vom Archiv mit den Pla­ka­ten, Gäs­te­bü­chern, Publi­ka­tio­nen, Kar­tei­kar­ten, den Jah­res­ga­ben, den Rah­men in den Rega­len, den unzäh­li­gen Hän­ge­schnü­ren, allem, was von einer lan­gen Geschich­te zeugt, von Aus­stel­lun­gen, Ver­an­stal­tun­gen, vom Sam­meln – und von Sehnsüchten …

(Der Text ist die leicht erwei­ter­te Fas­sung des Bei­trags in: Albert Coers/Barbara Kahle/Notburga Karl (Hg.): 200 Jah­re Kunst­ver­ein Bam­berg — 200 Jah­re Sehn­sucht, Mün­chen : icon Ver­lag 2023, S. 92–97.)

Bücher über Bücher — Miss Read 2023 — Nachlese

albert coers miss read 2023

In „How to Book in Ber­lin“, einem kürz­lich erschie­ne­nen Hand­buch zum Bereich „Artist’s Book“ schreibt Andre­as Bül­hoff, dass man bei einer Künst­ler­buch­mes­se kei­ne zu gro­ßen Erwar­tun­gen an den Ver­kauf hegen, statt des­sen soviel wie mög­lich tau­schen sol­le. Und das ein­ge­nom­me­ne Geld gleich wie­der reinves­tie­ren, in ande­re Bücher. Die­sen Rat lese ich erst am Ende der Miss Read 2023, doch habe ich ihn instink­tiv befolgt – auch, weil ich schon eini­ge Jah­re auf Mes­sen sol­cher Art unter­wegs bin: Ich habe nicht nur Bücher gezeigt und ver­kauft, ver­schenkt, son­dern, nach dem frei­ge­wor­de­nen und wie­der­be­füll­ten Volu­men im Kof­fer zu urtei­len, etwa die­sel­be Men­ge gekauft, getauscht, mit­ge­nom­men, geschenkt bekommen.

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Das Buch des Künst­lers als Künstlerbuch

Zum 60-jäh­ri­gen Bestehen des von Ger­hard Thee­wen gegrün­de­ten Salon Ver­lags erschien ein Band, zu dem ich einen Bei­trag geschrie­ben habe (Eric Otto Frihd (Hg.): Produktion/Reproduktion. Ein Buch für Ger­hard Thee­wen zum 60. und zum 20-jäh­ri­gen Bestehen sei­nes Salon Ver­lags, Köln: Walt­her König 2015, S. 197–205).

Dar­in geht es vor allem um die Buch­rei­he der Edi­ti­on Ex Libris, damit ver­bun­den sind die The­men Besitz und Aneig­nung, Autor­schaft, die Tätig­keit des Künst­lers als Ver­le­ger und die Fra­ge, was ein Künst­ler­buch aus­macht. Dass die Bücher und Edi­tio­nen des Salon Ver­lags, dar­un­ter auch die Ex Libris-Rei­he, seit Som­mer 2023 auch über die Zweig­stel­le Ber­lin erhält­lich sind, war ein Anlass, den Text jetzt hier online zugäng­lich zu machen. 

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Bücher 2022 — Ber­lin im Dezember

Rück­blick auf eini­ge Bücher, getauscht, gekauft, in Ber­lin im Dezem­ber 2022: Beim Auf­bau der Aus­stel­lung “books” in der Gale­rie Vin­cenz Sala ler­ne ich Robin Waart ken­nen. Als ich ihm “Books to Do” zei­ge, mit der gefun­de­nen Wid­mung “For A.-C. B” in der Klap­pe, stel­len wir gemein­sa­me Inter­es­sen fest: Er hat­te sol­che drei­buch­sta­bi­gen Wid­mun­gen sys­te­ma­tisch gesam­melt und ein eige­nes Künst­ler­buch dar­aus gemacht: “Dedication(s)” — wir tau­schen Bücher.
In der Aus­stel­lung “Being with Others — Zusam­men­sein” im ein​Buch​.haus in Pan­kow tref­fe ich Robin wie­der; und dort erwer­be ich neben dem Kalen­der für 2023 (mit Bei­trä­gen u.a. von Clau­dia de la Tor­re) ein Buch von Sveinn Fan­nar Jóhanns­son: A Sud­den Drop. Über den Zeit­raum eines Jah­res hat­te Jóhanns­son Klei­dung von der Stra­ße auf­ge­le­sen und in sei­nem Ate­lier foto­gra­fiert — das inter­es­sier­te mich sehr, auch im Hin­blick auf eige­ne Foto­se­ri­en mit Fund­stü­cken.
Ein paar Tage spä­ter bin ich beim Bücher­markt von Ecclec­tic/Drucken Hef­ten Laden, orga­ni­siert von Jani­ne Sack; auf die­ser ange­neh­men klei­nen Buch­mes­se ist unter ande­rem der per­ma­nent Ver­lag, wo auch Books to Do aus­liegt, von Andre­as Koch gestal­tet; am Neben­tisch, bei Bern­ward Reul, kau­fen ich güns­tig zwei sei­ner Hef­te, Lud­wig Bör­ne: Die Meneen (2016), mit Zeich­nun­gen eben von Andre­as Koch sowie ein Foto­heft “Reichs­tag”, von der Chris­to-Ver­hül­lung, bei der aber nicht der Reichs­tag, son­dern die Pas­san­ten die Haupt­rol­le spie­len. Bei Arg­o­books (dort hat­te ich “Sacred Distancing” ver­öf­fent­licht) bekom­me ich von Vanes­sa Adler zwei Bücher und bin ganz glück­lich: “Ara­bics”, ein Titel, der neu­gie­rig macht — und sich als ein wun­der­ba­res gra­fi­sches Spiel mit (ara­bi­schen) Zah­len her­aus­stellt, und “Spi­ra­le”, bei­de von Ann Noël — was für ein schö­ner Name!

Curi­ti­ba 1–3, 2019/21

Albert Coers: Curi­ti­ba 1 (cores), 2019/21, C‑Print, Alu­di­bond, Acryl­glas, 60 x 40 cm
Albert Coers: Curi­ti­ba 2 (con­tro), 2019/21, C‑Print, Alu­di­bond, Acryl­glas, 60 x 40 cm
Albert Coers: Curi­ti­ba 3 , 2019/21, C‑Print, Alu­di­bond, Acryl­glas, 60 x 40 cm

Die Arbeit basiert auf Fotos, die im Herbst 2019 von einem Schau­kas­ten in Curitiba/Brasilien ent­stan­den, wäh­rend der Recher­che für ein Pro­jekt für Kunst im öffent­li­chen Raum. Kle­be­buch­sta­ben haben sich gelöst, sind teils her­un­ter­ge­fal­len, hän­gen schief. Aber so erge­ben sich neue Wörter/Bedeutungen.

The work is based on pho­tos taken in the fall of 2019 of a show­ca­se in Curitiba/Brazil, during rese­arch for a pro­ject for art in public space. Adhe­si­ve let­ters have come loo­se, have part­ly fal­len off, hang croo­ked. But this is how new words and mea­nings emerge.

Aus­stel­lung “Albert Coers: Coming Soon”, 2021, ep.contemporary, Berlin

Lite­ra­tur ALBERT

Neue Sen­dun­gen sind bei mir ein­ge­trof­fen: Ein Heft von Albert Hien, mei­nem ehe­ma­li­gen Pro­fes­sor an der Kunst­aka­de­mie Mün­chen, dem ich ein Exem­plar mei­nes Künst­ler­hefts Eng­lisch-Wör­ter gege­ben hat­te. Sein klei­nes schwar­zes Heft (A6) passt erstaun­lich gut, mit dem auf­ge­kleb­tem Titel­schild mit der Auf­schrift “Lite­ra­tur”. Die­ser Titel, das anspruchs­vol­le Wort, ist sicht­lich im Bemü­hen um Sau­ber­keit und Les­bar­keit geschrie­ben, sei­ne Buch­sta­ben vorn­ein­an­der abge­setzt, dar­un­ter in gro­ßen Block­buch­sta­ben “ALBERT”, eine deut­li­che Mar­kie­rung des Ver­fas­sers. Die Schrift dabei etwas kindlich.

Der Gedan­ke liegt nahe, dass Albert Hien als Kind ein Heft zum The­ma “Lite­ra­tur” geführt hat — und die­sen Titel spä­ter wie­der­ver­wen­de­te. Was wohl der Inhalt gewe­sen sein mag? Jetzt, bei der aktu­el­len Ver­öf­fent­li­chung, fin­det sich innen eine Auwahl aus sei­nen Ideen­skiz­zen und Zeich­nun­gen, die um Wör­ter und Wort­ver­bin­dun­gen krei­sen, teils spä­ter in Neon-Schrift­skulp­tu­ren umge­setzt.
Das Heft erschien 2016 zur Aus­stel­lung “papa­la­pap” in der Gale­rie Wal­ter Storms. 

TT, Gale­rie F6, Künst­ler­dorf Schöppingen

Albert Coers / Cars­ten Lis­e­cki: TT
Gale­rie F6, Künst­ler­dorf Schöp­pin­gen
30.3. – 25.4.2021

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„Schö­ner Schil­der­wald“: Radiofeature

Am 21. 3.2021 gab es auf Bay­ern 2 im Kul­tur­jour­nal das Radio­fea­ture „Schö­ner Schil­der­wald. Der Künst­ler Albert Coers und sein Münch­ner Denk­mal für die Fami­lie Mann“ von Astrid May­er­le. Hier der link zum Nach­hö­ren.

Eng­lisch-Wör­ter

Recent­ly, I redis­co­ver­ed a 30-year-old litt­le note­book from Eng­lish les­sons. Some of the words are sur­pri­sin­gly rele­vant in 2020, on Elec­tion Day, when Ame­ri­cans go to the polls: on the first page the word “pre­si­dent”, on the last page “civil rights”, and “tri­al”.

It’s asto­nis­hing what Eng­lish words I did­n’t know at that time, so that I had to wri­te down their Ger­man equi­va­lent, for exam­p­le “oce­an” and “fol­low”.

I’ll make an artist­book from it, one more on the list of Books To Do.

More

Gas­teig-Encoun­ters, 2020

Eng­lish

Mit Albert Coers: Gas­teig-Encoun­ters erscheint ein Künst­ler­heft zu JAJA NEIN­NEIN VIEL­LEICHT, 15. RischArt_Projekt, im Gas­teig Mün­chen. Coers kom­bi­niert in der Publi­ka­ti­on Fotos der post­mo­der­nen Archi­tek­tur des Kul­tur­zen­trums mit Bil­dern aus einem Wör­ter­buch der Gebär­den­spra­che, erschie­nen in Ost­ber­lin 1985, zeit­gleich zur Eröff­nung des Gasteig. 

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Dome­stic Space | Christ­mas Edi­ti­on, Neue Gale­rie Landshut

Albert Coers: “Groß­bri­tan­ni­en” aus der Serie “Län­der­kenn­zei­chen”, 2016, Print auf PVC-Folie, 90 x 75 cm
Foto: Flo­ri­an Lechner

Ste­phan Bal­ken­hol | Albert Coers | Gre­gor Cür­ten | Han­ne Dar­bo­ven | Isa­bel­le Dycker­hoff | Flo­ri­an Ecker | Gün­ther Förg | Zita Habar­ta | Mark Har­ring­ton | Rei­ner Hei­dorn | Karin Knef­fel | Elvi­ra Lan­ten­ham­mer | Flo­ri­an Lech­ner | Bruce McLean | Robert Mor­ris | Jür­gen Paas | Rei­ner Ruthen­beck | Gabrie­le Scha­de-Hasen­berg | Paul Schwer | Ange­la Stau­ber | Wolf­gang Till­mans | Lilia­ne Tomas­ko | Vens­ke & Spän­le | Maria Wal­lens­tål-Schoen­berg | Tobi­as Zaft |

Eröff­nung Frei­tag, 1. Dezem­ber 2017, 20 Uhr
1. Dezem­ber – 6. Janu­ar 2017
Do – So 15 – 18 Uhr

Neue Gale­rie Lands­hut
Ver­ein für aktu­el­le Kunst e.V.
im Goti­schen Sta­del auf der Müh­len­in­sel
Bad­str. 4, 84028 Lands­hut
0871–6877046
www​.ngla​.de

Auf­la­gen­kunst aus dem Port­fo­lio der Zweig­stel­le Ber­lin.

www​.zweig​stel​le​-ber​lin​.de
Andre­as Stu­cken | +49 (0) 8251 / 87 16 30

King Kong, Queen Kong. Grö­ßen­wahn und Ruschpartie

Für die Publi­ka­ti­on zur Aus­stel­lung Fak­tor X — das Chro­mo­som der Kunst ent­stand 2017 ein Essay, der die legen­dä­re Film­fi­gur King Kong, ihre Adap­tio­nen in der Aus­tel­lung und das Haus der Kunst in Bezie­hung setzt und dabei auf das The­ma von Weiblichkeit/Männlichkeit ein­geht, das in der Aus­stel­lung ver­han­delt wird. 

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Gar­ten, Bil­der, Zug

Eine Aus­stel­lung in Ber­lin leben­der Künst­ler in Zug. Wobei vie­le der„Berliner“ aus der Schweiz, aus Zug selbst stam­men. Und ande­re von woan­ders­her, z.B. wie ich aus Süd­deutsch­land. Also eine Aus­stel­lung, wo ver­schie­de­ne Iden­ti­tä­ten schon von den Teil­neh­mern mit­ge­bracht wer­den, der Orts­be­zug aber eine Rol­le spielt. In einer Stadt, die Rei­se­tä­tig­keit bereits in ihrem Namen beinhal­tet. Was läge näher, als mit dem ent­spre­chen­den Ver­kehrs­mit­tel anzu­rei­sen? Das Spiel mit Iden­ti­tä­ten und Namen gab dann auch den Aus­schlag für die Wahl des Bild­ma­te­ri­als, zusam­men mit dem Aus­stel­lungs­ti­tel „Secret Gar­den“ und dem Ort, einem Gar­ten­haus und –grund­stück, am Ran­de von Zug.

Es erschien nahe­lie­gend, mit Bil­dern aus einem 1985 eben in Ber­lin (Ost) erschie­nen Wör­ter­buch der Gebär­den­spra­che Gehör­lo­ser zu arbei­ten. Dar­stel­lung von Län­der­iden­ti­tä­ten hat­te ich 2016 in Ber­lin-Moa­bit im öffent­li­chen Raum und in der Gale­rie Soy Capi­tán gezeigt.

Secret Gar­den bot Gele­gen­heit, das Bild­ma­te­ri­al neu zu durch­fors­ten, Zusam­men­hän­ge her­zu­stel­len, die zunächst kryp­ti­schen, repro­du­zier­ten Bil­der der Gebär­den­spra­che mit der Gegen­wart des Gar­tens und der Stadt zu kon­fron­tie­ren, sie in ihrer Anord­nung nach dem ABC, die der Sys­te­ma­tik des Wör­ter­bu­ches folgt, als eine Art zei­chen­haf­te Weg­stre­cke hin zum „rea­len“ Gar­ten am Lüs­si­weg zu platzieren.

Das Bild­ma­te­ri­al schien auch geeig­net, da ein impli­zi­tes The­ma der Aus­stel­lung ja die Über­win­dung von Grenzen/Barrieren ist: Ber­lin und Zug lie­gen zwar im deut­schen Sprach­raum, aber weit ent­fernt in unter­schied­li­chen Län­dern, sind auch hin­sicht­lich Grö­ße, Geschich­te, sozia­ler und öko­no­mi­scher Struk­tur, Bevöl­ke­rung, Spra­che sehr ver­schie­den. Gene­rell wird von Kunst und Bil­dern ja ger­ne erwar­tet, dass sie Gren­zen über­win­den. Da schien es inter­es­sant, eine Bil­der­spra­che zu wäh­len, die einer­seits genau die Über­win­dung von (sprach­li­chen) Gren­zen ver­heißt und ermög­licht, ande­rer­seits aber auch Gren­zen von Kom­mu­ni­ka­ti­on auf­zeigt und damit die Erwar­tung ein Stück weit unter­läuft, durch­aus im Sinn des nicht Ein­deu­ti­gen, all­ge­mein Ver­ständ­li­chen, son­dern des Abge­grenzt-Par­ti­ku­la­ren, das ja in „Secret“ (abge­schie­den, geheim­nis­voll) steckt. Denn die Gebär­den­spra­che stellt man sich, da es sich ja um eine visu­el­le Spra­che han­delt, als genu­in inter­na­tio­nal und über­all ver­ständ­lich vor, als eine Art Espe­ran­to, so, wie man sich eben in einem frem­den Land, „mit Hän­den und Füßen“ ver­stän­digt. Aber wenn es auch eine inter­na­tio­na­le Gebär­den­spra­che gibt und Ange­hö­ri­ge ver­schie­de­ner Natio­nen sich rela­tiv schnell ver­stän­di­gen kön­nen, so ist die­ser Code doch natio­nal und regio­nal sehr aus­dif­fe­ren­ziert: Es gibt wie bei gespro­che­nen Spra­chen Dia­lek­te, so etwa eine nord- und eine süd­deut­sche Vari­an­te, und auch kom­mu­na­le Aus­prä­gun­gen. Dass ein Ber­li­ner und ein Zuger sich pro­blem­los ver­stän­di­gen könn­ten, ist also unwahr­schein­lich. Auch ver­än­dert sich die Spra­che lau­fend, je nach sozia­ler Über­ein­kunft, wie man etwa am Bei­spiel ‚Frau’ sehen kann: Da gibt es die Vari­an­te mit Andeu­tung eines Busens, die von den meis­ten Spre­chern als zu offen­sicht­lich auf kör­per­li­che Geschlechts­merk­ma­le bezo­gen nicht mehr ver­wen­det wird, dann das Grei­fen zum Ohr­läpp­chen, um Weib­lich­keit durch Tra­gen von Ohr­rin­gen aus­zu­drü­cken, wor­in sich natür­lich auch Ste­reo­ty­pe ver­ber­gen, schließ­lich eine noch neu­tra­le­re Gebär­de, ein Wischen mit dem Dau­men über die Wan­ge, die bei Spre­chern in Süd­deutsch­land die meist­ge­bräuch­li­che scheint.

Das Bild­ma­te­ri­al des über 30 Jah­re alten Lehr­buchs aus Ost­ber­lin gefiel mir gera­de wegen sei­nes Kon­tras­tes zur Bild­spra­che der Gegen­wart und sei­ner iko­ni­schen Qua­li­tä­ten: Die Dar­stel­ler schei­nen durch die Wie­der­ga­be in kör­ni­gem, oft kon­trast­rei­chen Schwarz-Weiß, nach Klei­dung und Fri­sur tat­säch­lich aus einer ganz ande­ren, weit zurück­lie­gen­den Zeit zu stam­men, ent­fal­ten aber erstaun­li­che Prä­senz in den knap­pen, häu­fig sym­me­tri­schen Bild­aus­schnit­ten, mit ihren Bli­cken und kon­zen­triert-zei­chen­haf­ten Gebär­den, nicht zuletzt durch die Ein­fü­gung von Bewe­gungs­pfei­len, die sie in die Nähe von Pik­to­gram­men und Ver­kehrs­zei­chen rücken.

Inter­es­sant ist dabei, wie Begrif­fe aus der Bota­nik visua­li­siert wer­den: Manch­mal ist es die Andeu­tung der Form und Grö­ße, häu­fig jedoch eine Hand­lung, die mit und an der Pflan­ze voll­zo­gen wird, etwa durch den Akt des Essens, die Kir­sche durch den des Ans-Ohr-Hän­gens, als Schmuck.

Die Gebär­den sind prä­gnant, doch beim Blät­tern im Buch fie­len eini­ge ähn­li­che oder gar iden­ti­sche Gebär­den auf, die jen­seits des Gar­ten­the­mas in ganz ande­re Berei­che führ­ten. Ähn­lich wie in einem Pro­jekt mit bota­ni­schen Buch­ti­teln bzw. Autor­na­men (Biblio­te­ca Bota­ni­ca, 2006, mit Namen wie Klee, Kie­fer, Green) trat dann die Suche nach sol­chen dis­pa­ra­ten, jedoch durch Ana­lo­gien ver­bun­de­nen bzw. ver­bind­ba­ren Begrif­fen in den Vordergrund.

Albert Coers: “Bee­re”, “Mal­ta”, 2017
Instal­la­ti­ons­an­sicht Secret Gar­den, Zug

‚Bee­re’ und ‚Mal­ta’ sind bei­des klei­ne Enti­tä­ten; ‚Kohl’ und ‚Welt’ run­de Kör­per, die durch eine Kreis­be­we­gung dar­ge­stellt wer­den, die Schmuck andeu­ten­de Gebär­de von ‚Kir­sche‘ hat Ver­wandt­schaft mit dem Zei­chen für ‚Frau‘; pflan­zen­haft, von Innen her­aus ent­fal­tet sich ‚Kunst‘. Vor allem wenn ein zusätz­li­cher Kanal, hier die Bewe­gung der Lip­pen, fehlt, ist der Kon­text, in dem ein Bild/Zeichen ver­wen­det wird, für sei­ne Bedeu­tung und Les­bar­keit ausschlaggebend.

Die­se Dop­pel- oder bes­ser Mehr­deu­tig­keit der Zei­chen ist dabei kein Merk­mal der Gebär­den­spra­che: Im Hebräi­schen exis­tie­ren, wenn auf Vokal­zei­chen ver­zich­tet wird, eine Fül­le glei­cher Wort­bil­der, da nur Kon­so­nan­ten geschrie­ben wer­den, im Chi­ne­si­schen erge­ben die­sel­ben Sil­ben­fol­gen, mit unter­schied­li­cher Ton­hö­he und Beto­nung gele­sen, ganz ande­re Bedeu­tun­gen. Genau­so gibt es im Deut­schen Wör­ter glei­cher Schrei­bung, aber unter­schied­li­cher Pho­ne­tik und damit Bedeu­tung (‚sie ras­ten’ – sie ras­ten’), aber auch Wör­ter, die bei glei­cher Aus­spra­che ein gan­zes Bün­del von Bedeu­tun­gen mit sich brin­gen. Ein klas­si­sches Bei­spiel ist der Name der Stadt selbst, in der das Pro­jekt statt­fin­det, Zug (der sich ja auch auf den Kan­ton bezie­hen lässt). Immer­hin 16 ver­schie­de­ne Bedeu­tun­gen zählt das Duden-Wör­ter­buch auf. Bei sol­chen Begrif­fen (erin­nert man sich an das Spiel „Tee­kes­sel“?) wie ‚Zug‘ oder „Hahn“, ist die Poly­se­mie oft auf bild­haft-meta­pho­ri­sche Sprech­wei­se zurück­zu­füh­ren: bei ‚Zug‘ ist das gemein­sa­me Moment das der Bewe­gung, des Zie­hens (auch der Fisch­zug, von dem die Stadt ihren Namen hat), und der (Wasser)hahn steht mit dem gleich­na­mi­gen Tier in form­asso­zia­ti­ver Bezie­hung und wur­de des­halb nach ihm bezeich­net. Übri­gens: Im Lehr­buch der Gebär­den­spra­che fin­det sich kein Bild­zei­chen für ‚Zug’. Wahr­schein­lich, weil das Wort so mehr­deu­tig ist.

Gar­den image, image garden

For an exhi­bi­ti­on of Ber­lin artists in Zug, it was a logi­cal step to work with images from a sign lan­guage dic­tion­a­ry published in 1985, also from (East) Ber­lin. I had shown depic­tions of count­ries’ names in public space in Moa­bit, Ber­lin and in the gal­lery Soy Capi­tán, in 2016.

Secret Gar­den offers an oppor­tu­ni­ty to reapp­rai­se the mate­ri­al and to crea­te con­nec­tions that con­front the (at times cryp­tic) repro­du­ced images of the sign lan­guage with the gar­den and the city today. Obser­ving their hair­styl­es, the style of pho­to­gra­phy and the images, the prot­ago­nists appear to come from a quite dif­fe­rent, far away, time, but they pro­du­ce a remar­kab­le pre­sence with their gazes and con­cen­tra­ted, emble­ma­tic, signing.

Bota­ni­cal con­cepts are visua­li­zed by demons­tra­ti­ons of form and size, but also of cul­tu­ral­ly deter­mi­ned actions per­for­med with and on plants, such as the act of eating (the apple), pre­pa­ra­ti­on (car­rots and salad) and of a playful use for other than that of food (cher­ries as earrings).

Alt­hough the ges­tu­res are clear, while loo­king through the book it was noti­ceable that some simi­lar or even iden­ti­cal signs would re-appear, going bey­ond the bota­ny to quite dif­fe­rent cate­go­ries. In a simi­lar way as the pro­ject Biblio­te­ca Bota­ni­ca, 2006, which fea­tured bota­ni­cal book titles and names of aut­hors such as ‘Klee,’ ‘Kie­fer’ and ‘Green’ (trans­la­tors note — the Ger­man bota­ni­cal terms match the artists’ names), here a search was made for equal­ly dis­pa­ra­te terms which for which ana­lo­gue links could be made. A ‘ber­ry’ and ‘Mal­ta’ are both small enti­ties; a ‘cab­ba­ge’ and the ‘world’ are round bodies repre­sen­ted by a cir­cu­lar move­ment, and the jewel­ry-like sign for ‘cher­ry’ rela­tes to the sign for ‘woman’; plant-like, ‘art’ unfolds from within. When an addi­tio­nal chan­nel is miss­ing, such as the move­ment of the lips here, the con­text in which an image is appli­ed is par­ti­cu­lar­ly decisi­ve for its mea­ning and legi­bi­li­ty. For exam­p­le, the sign fea­turing a rec­tang­le descri­bed with both hands can mean – among other things – ‘pic­tu­re’.

This ambi­gui­ty of the signs howe­ver is not a cha­rac­te­ristic exclu­si­ve to sign lan­guage. In Hebrew, if the­re are no vowels, the­re is a wealth pos­si­ble mea­nings for indi­vi­du­al words, sin­ce only con­so­nants are writ­ten, while in Chi­ne­se the same sequence of syll­ables, with dif­fe­rent pitch and empha­sis, can have a num­ber of com­ple­te­ly dif­fe­rent mea­nings. A clas­sic exam­p­le in Ger­man is this city its­elf, in which the pro­ject takes place, Zug. The Duden dic­tion­a­ry has 16 dif­fe­rent mea­nings (trans­la­tors note: the Duden dic­tion­a­ry is the offi­ci­al refe­rence for the Ger­man lan­guage). In words such as Zug (trans­la­tors note: both the name of the host city, and the word for train, among others) and Hahn, (trans­la­tors note: the Ger­man word for both roos­ter and tap) the poly­se­my is due to pic­to­ri­al-meta­pho­ric forms of speech. In Zug the com­mon moment is in the move­ment, in draught­ing (see also the Fisch­zug (‘fish-draught’) from which the lake­si­de town takes its name), and the (Wasser)hahn (‘tap’, or ‘water-roos­ter’), which has an asso­cia­ti­ve rela­ti­onship with the ani­mal of the same name, which is why it has been named after it. Inci­den­tal­ly, the­re is no sign for Zug in the text­book of sign lan­guage — pro­ba­b­ly becau­se the word is so ambiguous.

(published in Gar­ten­bil­der-Bil­der­gar­ten, 2017, trans­la­ti­on by Oli­ver Walker)


Kunst, FRE­H­OES­TORN, Gale­rie FOE 156, München

Albert Coers: Kunst, 2017, 29,7 x 42 cm, Print

Loui­sa Abdel­ka­der, Wolf­gang Aich­ner, Nina Alver­des, Marc Avrel, Danie­lo Bas­tio­ne, Nejat Bay­dar, Gabi Blum, Simo­ne Brai­tin­ger, Tho­mas Brei­ten­feld, Lena Brö­cker, Her­mi­ne Büh­ler, Eva Burk­hardt, Jut­ta Burk­hardt, Albert Coers, Shirin Damer­ji, Feder­i­co Del­fra­ti, Lucia Del­lefant, Valen­ti­na Eppich, Fabi­an Feich­ter, San­dra Filic, Chris­tia­ne Fleiss­ner, Jür­gen Frit­sche, Flo­ri­an Froe­se-Peek, Patri­ci­ja Gily­te, Ste­fa­no Giuria­ti, Mar­tin Hast, Ute Heim, Melina Hen­ni­cker, Hei­ko Herr­mann, Ange­li­ka Hofer, Ralf Homann, Anna Klüs­sen­dorf, You­lee Ku, Chris­toph Lam­mers, Pau­la Leal Ollo­qui, Sil­ke Mar­kef­ka, Nina Anna­bel­le Märkl, Rut Masso, Peg­gy Mein­fel­der, Simon Mertl, Vin­cent Mit­zev, Ray Moo­re, Kao­ri Naka­ji­ma, Wer­ner Neu­mann, Cha­ya Nou­ria­ni, Gabrie­le Ober­mai­er, Ivan Pas­kalev, Anton Petz, Susan­ne Pit­troff, Maria Plos­kow, Felix Reh­feld, Ivo Rick, Matil­de Roma­gno­li, Eva Ruh­land, Falk von Schön­fels, Dani­el Schüß­ler, Lin­néa Schwarz, Mar­tin Speng­ler, Alix Stadt­bäu­mer, Alex­an­der Steig, Gün­ter Stö­ber, Chris­ti­ne Tan­quer­ay, Beowulf Tomek, Niko­lai Vogel, Joseph Wand­in­ger, Oli­ver Wes­ter­bar­key, Patri­cia Wich, Esther Wein­hold, Oli­ver Win­heim, Ste­fan Wisch­new­s­ki, San­dra Zech, Max Zuzak

kura­tiert von Tina Hudel­mai­er, Max Weist­hoff
06. — 09.04.2017
Gale­rie FOE 156 | Ober­föh­rin­ger­str. 156 | 81925 München

Das Alte im Neu­en, Buch für Wal­ter Grasskamp

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mit Bei­trä­gen von
Alex­an­der Becker, Klaus vom Bruch, Albert Coers, Chris­ti­an Dob­mei­er, Alexis Dworsky, Flo­ri­an Ecker, Jan Erbel­ding, Res Ingold, Lou Jawor­ski, Kath­rin Kin­se­her, Katha­ri­na Knaus, Peter Kog­ler, Otto Künz­li, Chris­ti­an und René Lands­pers­ky, Anuk Mila­di­no­vic, Yoshi­y­u­ki Miura, Genua Scharm­berg, Mar­tin Schmidl, Fran­zis­ka Seitz, Rudolf Seitz, Ange­la Stiegler, Clea Stra­cke und Vere­na Seibt, Wolf­gang Ull­rich, Kers­tin Ull­sper­ger, Mat­thi­as Wäh­ner, Bru­no Wank, Franz Wan­ner, Andre­as von Weiz­sä­cker, Ben Willikens

Bei­trag: Fotos aus der Serie “Pos­to Sca­du­to”, 2002

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Über­reicht beim Vor­trag von Wal­ter Grass­kamp “Ver­such über den Abschied”, 21.10.16, 18:00 Uhr, Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te München.

Wort und Bild, Hof­fest zur Poe­sie, Kul­tur­braue­rei, Berlin

16 9 hoffest a 4641 kl

Albert Coers, Arnold Drey­blatt, Saman­tha Font-Sala, Fren­zy Höh­ne, Phil­ipp Koch, Sophia Pompé­ry, Kat­ja Pudor, Arne Rau­ten­berg, Kor­vin Reich, Cia Rin­ne, Tobi­as Roth und Her­bert Eugen Wiegand.
Auf Ein­la­dung der Gale­rie Maniè­re Noi­re.

Lite­ra­tur­werk­statt ber­lin cele­bra­tes its 25 years of pre­cious acti­vi­ty. On 17th of Sep­tem­ber at Kul­tur­braue­rei Ber­lin, among other invi­tees, is Maniè­re Noi­re and artists con­nec­ted with the gal­lery, who, on site and per­for­ma­tively will bring tog­e­ther art and language.

Hof­fest zur Poesie
17.9.2016, ab 14.00

Haus für Poesie
Kulturbrauerei
Knaack­str. 97, 10435 Berlin

essen­ti­als., Haus der Kunst, München

Coers-Albert,-Bild,-1983-2016,-web

Maxi­mi­li­an Bay­er, Becker Schmitz, Kurt Ben­ning, Miche­le Ber­nar­di, Moni­ka Brand­mei­er, Albert Coers, Peter Dobrosch­ke, Brad Dow­ney, Micha­el Eck­le, San­ni Find­ner, Anna Fryd­man, Feli­ci­tas Gerst­ner, Patri­ci­ja Gily­te, Dani­el Göt­tin, Ekkeland Göt­ze, Zita Habar­ta, Olek­siy Koval, Mar­kus Krug, Chris­ti­an Leit­na, Albert Lohr, Mau­ser, Reprä­li­thi­sche Gesell­schaft, Ste­fan Schessl, Pavel Schmidt, Spo­men­ko Skrbic, Wolf­gang Steh­le, Alex­an­der Steig, Ani­ta Stöhr Weber, Toff­a­ha (Rasha Ragab & Chris­toph Nico­laus), Ste­fa­nie Unruh, Die­ter Vil­lin­ger, Mitra Wakil, Georg Win­ter, Tim Wolff, Pavel Zele©hovsky

Eröff­nung: Sa, 24.9.2016, 16 Uhr, Haus der Kunst, Auditorium
Begrü­ßung: Albert Coers, Patri­ci­ja Gilyte
Gruß­wort: Staats­se­kre­tär Georg Eisen­reich, MdL
Ein­füh­rung: Albert Coers
Per­for­mance von Niko­lai Vogel

24.9.–2.10.2016

Kata­log im icon-Ver­lag Hubert Kretschmer

Ver­an­stal­ter: Künst­ler­ver­bund im Haus der Kunst Mün­chen e.V.
Prinz­re­gen­ten­stra­ße 1, 80538 München
http://​kuenst​ler​ver​bund​.org/​i​n​t​r​o​-​e​s​s​e​n​t​i​a​l​s​.​h​tml

http://​kuenst​ler​ver​bund​.org/​i​n​t​r​o​-​e​s​s​e​n​t​i​a​l​s​.​h​tml

Coers, Albert,-Welt,1984-2016-web

Län­der­kenn­zei­chen, super­ur­ban­vil­la­ge, Berlin

Anläß­lich der Aus­stel­lung super­ur­ban­vil­la­ge, orga­ni­siert vom Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Ber­lin,  zum The­ma “Flucht und Iden­ti­tät”, zeigt Albert Coers im öffent­li­chen Raum Pla­ka­te mit Gebär­den. Sie sind ent­nom­men einem 1985 in Ost­ber­lin publi­zier­ten Lehr- und Übungs­buch der Gebär­den­spra­che und ana­log zur Sys­te­ma­tik eines Wör­ter­buchs nach dem ABC ange­ord­net. Die Bil­der the­ma­ti­sie­ren Spra­che als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, aber auch als Dar­stel­lung von Iden­ti­tät in einem Umfeld, in dem der Anteil von Men­schen mit nicht­deut­scher Mut­ter­spra­che hoch ist. Auf Zei­chen, auf Bil­der als Alter­na­ti­ve zur Laut­spra­che wird zurückgegriffen.

Die Aus­wahl fokus­siert auf die Fra­ge: Wie fasst man in einer Gebär­de der Hän­de die Beschrei­bung einer Nati­on, eines Lan­des oder einer geo­gra­phi­schen Regi­on zusam­men? Wie sind die Zei­chen durch ihren Ent­ste­hungs­kon­text geprägt?

Beglei­tend erscheint eine Publi­ka­ti­on im icon-Ver­lag Hubert Kretschmer/Archiv für Künst­ler­pu­bli­ka­tio­nen, in der Rei­he so-VIE­LE-Hef­te.

The exhi­bi­ti­on super­ur­ban­vil­la­ge, orga­ni­zed by Kunst­ver­ein Tier­gar­ten, evol­ves around the the­me of migra­ti­on and iden­ti­ty. Albert Coers con­tri­bu­tes pos­ters with ges­tu­res of Ger­man sign lan­guage, desi­gna­ting count­ries, on dis­play in the public space at Otto­park near Turmstraße/Moabit. They are taken from a dic­tion­a­ry of sign lan­guage, published 1985 in East-Ber­lin. How does one cap­tu­re in one ges­tu­re the descrip­ti­on of a nati­on, a coun­try, a con­ti­nent? What can we read in them and what do they tell about the spea­k­ers? How are the signs shaped by their ori­gin and his­to­ri­cal background?

A publi­ca­ti­on accom­paigns the pro­ject, published by  icon-publisher Hubert Kretschmer/archive for artist publi­ca­ti­ons.

Super­Ur­ban­Vil­la­ge
3.6.–19.6.2016
Stand­ort: Otto­park
Kunst­ver­ein Tier­gar­ten | Gale­rie Nord – Turm­stra­ße 75, 10551 Ber­lin
info@​kunstverein-​tiergarten.​dewww​.kunst​ver​ein​-tier​gar​ten​.de

WELT­RAUM — Jahr­hun­dert­ga­ben 2015

coers-Rose-Brockhaus-Scan0067
Albert Coers: „Rose:“ aus ENCY­CLO­PE­DI­A­LEX­AN­RI­NA (A‑Fin), 2015, Foto­ko­pie, 29,7 x 21 cm


11.12.–18.12.2015
www​.welt​raum26​.de
www​.face​book​.com/​w​e​l​t​r​a​u​m​.me
Rum­ford­stra­ße 26,  80469 München 

Albert Coers  Albert Lohr  Alex Rath  Alex­an­der Steig  Ale­xi Tsio­ris  Alix Stadt­bäu­mer  Alz­be­ta Mül­ler  Andrea Eisen­ber­ger  Andrea Faciu  Andrea Sil­ber­horn-Pil­ler  Andre­as Jungk  Andre­as Mit­te­rer  Andre­as Stet­ka  Ani­na Stolz  Anja Cal­lam  Anja Uhl­ig (rea­li­täts­bü­ro)  Anna­bel­le Mehra­ein  Anne-Mar­gue­ri­te Stein­beis  Anne­gret Blei­st­ei­ner  Anne­gret Hoch  Anton Bosn­jak  Asja Schu­bert  Ben­jy Barn­hart  Bern­hard Leh­ner  Bet­ti­na Mech­ters­hei­mer  Bian­ca Patri­cia  Bir­git Moser  Bri­git­te Yoshi­ko Pruch­now  Cami­lo Toro  Caron­lina Kreusch  Cha­ya Nou­ria­ni  Chris­ti­an Jara­mil­lo  Chris­ti­an Jung­hanns  Chris­toph Lam­mers  Cig­dem Edith Platt­ner  Elli Hurst  Eri­ka Krau­se  Eun­ji Seo  Eva Blan­ché  Falk von Schön­fels  Felix Leon West­ner  Felix Reh­feld  Flo­ri­an Huber  Frank Fischer  Fran­zis­ka von Faber-Cas­tell  Frie­de­ri­ke & Uwe  Frie­de­ri­ke Oeser  Fum­ie Ogu­ra  Georg Schatz  Got­lind Tim­mer­manns  Gud­run Daum  Gui­do Weg­gen­mann  Gün­ter Nosch  Hei­di Mühl­schle­gel  Hei­di Will­berg  Hele­ne Get­ty  Hen­ri­et­te Olbertz-Wein­fur­ter  Hsiao-Shu Chen  Ire­ne Fast­ner  Isa­bel Haa­se  Isa­bel­le Dycker­hoff  Ivan Feren­cak  Iwo­na Roz­biews­ka  Jadran­ka Kosor­cic  János Fischer  Jen­ny Fors­ter  Jie Li  Johan­na Erl­mei­er  Johan­nes Brech­ter  Jon­ny Koch  Judith Hagen  Julia Klemm  Julia Ring  Jut­ta Burk­hardt  Karin Ulri­ke Soi­ka  Kat­rin Sie­beck  Ken Brown  Kim Rosen­dahl  King Kong Kunst­ka­bi­nett  Kit­ti & Joy  Klaus von Gaf­fron  Lena Tere­sa Flohr­schütz  Leon­hard Hurzl­mei­er  Lia Melis­sa Wehrs  Loop­sis­ters  M.I.E. Braeu­gel  Mag­da­le­na Wal­ler  Maks Danne­cker  Marc Aurel  Marc Aurel  Mar­cel Gro­ße  Mar­cus Licht­mann­eg­ger  Marie-Chris­ti­ne von Lie­be  Mar­tin Speng­ler  Mar­ti­na Mair  Mary Kim  Max Kehl  Micha­el Grud­ziecki  Micha­el Jochum  Michu Klöp­per  Mike Spike Fro­idl  Mizu­ho Mats­una­ga  Moni­ka Kap­fer  Name  Nao­mi Aki­mo­to  Naz­li Alka­ya  Nejat Bay­dar  Nico­la Mül­ler  Niko­lai Vogel  Nina Anna­bel­le Märkl  Okin Cznu­po­low­sky  Olaf Probst  Oli­ver Wes­ter­bar­key  Oli­ver Win­heim  Ondrej Svad­le­na  Patri­cia Kai­ser  Patri­ci­ja Gily­te  Patrick Hartl  Peg­gy Mein­fel­der  Rai­ner Schle­cher  Ramo­na Schint­zel  Ray Moo­re  Rebec­ca Groll­mann  Rein­hard Fritz  Rein­hild Ger­um  Rita De Muynck  Robert Crot­la  Ruth Det­zer  Sabi­ne Berr  San­dra Filic  Saskia Grone­berg  Sebas­ti­an Pöll­mann  Ser­gej  Shirin Damer­ji  Sil­ke Mar­kef­ka  Simo­na Petraus­kai­te  Siy­oung Kim  Simo­ne Krois  Son­ja All­gai­er  Ste­fan Baum­gärt­ner  Ste­fa­nie Ull­mann  Ste­fa­nie Unruh  Ste­pha­nie Pelz  Susan­ne Pit­troff  Susu Gorth  Tan­ja Fen­der  Tat­ja­na Utz  Theo Hof­mann  Tho­mas Splett  Timor Mis­ce­vic  Toma­to Loco  Tom­my Schmidt  Tors­ten Mühl­bach  Tri­sha Kanel­lo­pou­los  Tül­ay Akcan  Ulrich Pfann­schmidt  Ulri­ke Schü­ler  Ute Heim  Vin­cent Mit­zev  Vir­gil Faciu  Wolf­gang Ach­mann  Yeon­soo Kim  You­jin Yi  Yut­ta Bern­hardt  Zita Habarta 

Dome­stic Space 4 | Paper­Edi­ti­on, zweig­stel­le Berlin

Franz Ach­ter, Micha­el Bau­se, Chris­ti­an Buch­loh, Sil­via Car­di­ni, Albert Coers, Mateo Cohen, Gre­gor Cür­ten, Clau­dia Des­gran­ges, Isa­bel­le Dycker­hoff, Flo­ri­an Ecker, Chris­ti­ne Erhard, Elli­nor Euler, Lisa Gas­coig­ne, Lau­rence Gra­ve, Tho­mas Hel­lin­ger, Susan­ne Jung, Ekke­hart Keint­zel, Karin Knef­fel, Regi­na Kochs, Javis Lau­va, Flo­ri­an Lech­ner, Caro­lin Leyck, Ger­hard Man­tz, Maxi­mi­li­an Meis­se, A. Pao­la Neu­mann, Ursu­la Ober­hau­ser, Jür­gen Paas, Vera Rot­ha­mel, Babak Saed, Gabrie­le Scha­de-Hasen­berg, Jo Schöp­fer, Ste­fan Schrö­ter, Paul Schwer, Eli­sa­beth Son­neck, Ange­la Stau­ber, Ant­je Strä­ter, Wolf­gang Till­mans, Lilia­ne Tomas­ko, Vens­ke & Spän­le, Ales­sia von Mal­linck­rodt, Maria Wal­len­s­tal-Schoen­berg, Bir­git­ta Wei­mer, Mari­an Wijn­vo­ord, Rena­te Wolff, Uli Zwerenz

Eröff­nung:  Sams­tag,  7. Novem­ber, 16 bis 19 h
Aus­stel­lung / Exhi­bi­ti­on: 7.11.–12.12.2015
Öff­nungs­zei­ten / Hours: Fr + Sa 14–19 h

Finis­sa­ge mit Künst­ler­ge­spräch 12.12.2015, 16–19 h

Zweig­stel­le Ber­lin | Lehr­ter Str. 37 | 10557 Ber­lin | +49(0)30 / 39 88 55 99

info@​zweigstelle-​berlin.​de | www​.zweig​stel​le​-ber​lin​.de | www​.zweig​stel​le​-art​shop​.de

SCHWEI­ZER WELT­AT­LAS, Bern, 2015

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Instal­la­ti­on aus Atlan­ten einer Ber­ner Schule

16.10. – 31.10.2015
Kunst­raum “9a am Stauf­fa­cher­platz”, 3014 Bern/CH
www.9a-stauffacherplatz.ch

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Anspra­che zur Eröff­nung von Bert­rand Kno­bel, Rek­tor Gym­na­si­um Muris­tal­den, Bern:

„Schwei­zer Welt­at­las“. Welch selt­sa­mes Wort­ge­bil­de! – In einem Welt­at­las ist die gan­ze Welt in nuce wie­der­ge­ge­ben. Was hat das mit der Schweiz zu tun? War­um „Schwei­zer Welt­at­las“ und nicht ein­fach nur „Welt­at­las“? Sind es Bil­der der Welt für die Schweiz? Oder geht es um das Bild, wel­ches die Schweiz sich von der Welt macht? Und wenn ja, von wel­cher Schweiz genau? – Atlan­ten, als Bild-Welt, wider­spie­geln ja immer auch ein Weltbild.

„Schwei­zer Welt­at­las“. Die Schweiz als Nabel der Welt? Schweiz ist über­all. Der kleins­te Aus­stel­lungs­raum der Stadt Bern, das „9a am Stauf­fa­cher­platz“, als welt­um­fas­sen­der Raum? Woll­te uns Albert Coers mit sei­ner ori­gi­nel­len Atlan­ten-Instal­la­ti­on so etwas suggerieren? 

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sagen und zei­gen, Vil­la Des­sau­er, Installationsansichten

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Sims, 2015, Instal­la­ti­on mit Büchern aus der Samm­lung des Kunst­ver­eins Bamberg

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Diver­sa, 2007–2015, Instal­la­ti­on mit beschrif­te­ten Schacheln aus der Samm­lung B.C. in Wandschrank

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Pia­no for­te, 2015, Instal­la­ti­on mit Exem­pla­ren des Künst­ler­buchs “Müde Bücher”(2012)

sagen und zei­gen. “Schrift in der Kunst”, Kunst­ver­ein Bam­berg, Vil­la Dessauer

SagenZeigenEinladung-2

Anna und Bern­hard Blu­me Albert Coers Nata­lie Czech Han­ne Dar­bo­ven Jim­mi Dur­ham Michae­la Eich­wald Peter Engel Anett Front­zek Jochen Flin­zer Gilbert&George Eugen Gom­rin­ger Manu­el Graf Micha­el Haki­mi Albert Hien Kla­ra Hob­za Jen­ny Hol­zer Not­bur­ga Karl Till Krau­se San Kel­ler Joseph Kosuth Dana Lür­ken Nan­ne Mey­er Matt Mul­li­can Diet­mar Pfis­ter Gun­ter Reski Die­ter Roth Heid­run Schim­mel Falk Schwal­be Fritz Schweg­ler Ste­fa­nie Sen­ge Judith Sieg­mund Tho­mas Trinkl Ste­fa­nie Tro­jan Cy Twom­bly Timm Ulrichs her­man de vries Jorin­de Voigt Her­bert Weber Law­rence Weiner

Aus­stel­lung des Kunst­ver­eins Bam­berg, kura­tiert von Not­bur­ga Karl

Ver­nis­sa­ge: Frei­tag, 25. Sep­tem­ber 17.30 h

26.09. — 8.11.2015

Finis­sa­ge mit Sym­po­si­um, u.a. mit Vor­trag von Albert Coers: “show­ing and tel­ling. Text — Bild — und wie­der zurück”, 8.11., 10 h

Stadt­ga­le­rie Bam­berg Vil­la Des­sau­er Hain­stra­ße 4a  96047 Bamberg
Öff­nungs­zei­ten: Di — Do 10 — 16 h, Fr — So und fei­er­tags 12 — 18 h
sowie nach tele­fo­ni­scher Anmel­dung, 0951 68171

SagenZeigenEinladung rueckseite

Codes, 2. Bien­na­le, Haus der Kunst München

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Eröff­nung: Frei­tag, 7. August 2015, 18 – 22 h
08.08. – 27.09.2015
Haus der Kunst Mün­chen, Westflügel

Kurt Ben­ning, Bur­kard Blüm­lein, Hei­ner Blum, Moni­ka Brand­mei­er, Albert Coers, Jiří David, Lucia Del­lefant, Chris­toph Fiken­scher, San­dra Filic, Ossi Fink, Feli­ci­tas Gerst­ner, Hel­ga Grif­fiths, Rita Hen­sen, Fabi­an Hes­se, Kriš­tof Kin­te­ra, Maud Kota­so­vá, Mar­kus Krug, Labor 45 (Bar­ba­ra Herold & Kat­rin Petrosch­kat, Eva Lam­mers, Albert Lohr, Patri­cia Lon­don Ante Paris, Edgar Lorenz, Micha­el Lukas, MXMLN, Her­bert Nau­de­rer, Maria & Neda Plos­kow, Olaf Probst, Rea­li­ty (Jiří David, Jan Kad­lec, Milan Salák), Bert­hold Reiss, Eva Ruh­land, Pavel Schmidt, Vla­dimír Skrepl, Wolf­gang Steh­le, Mar­gi­ta Titlová–Ylovsky, Vero­ni­ka Veit, Oli­ver Wes­ter­bar­key, Henk Wij­nen, Georg Winter

kuenst​ler​ver​bund​.org

OFFICIAL BUSINESS - CONFIDENTIAL, 2015
Albert Coers: OFFI­CI­AL BUSI­NESS — CON­FI­DEN­TI­AL, 2015

Anony­me Zeich­ner *2015, Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Berlin

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600 inter­na­tio­na­le Zeichnungen
zusam­men­ge­stellt von Anke Becker
02.–29. 08.2015

Gale­rie Nord | Kunst­ver­ein Tiergarten
Turm­str. 75 10551 Berlin

Wei­te­re Aus­stel­lungs­sta­tio­nen: Gale­rie Artq13, Rom/Italien 9. — 11. Okto­ber 2015 / Gale­rie GEYSO20, Braun­schweig 13. 11. — 18. 12. 2015 / Kunst­ver­ein Rüs­sels­heim (Februar/März 2016)

www​.anony​me​-zeich​ner​.de

ANONY­ME ZEICH­NER: Wie ver­än­dert sich das eige­ne Urteil, wenn man nichts über Namen und Her­kunft der Künst­ler weiß? Wie ent­wi­ckelt man selbst eine Defi­ni­ti­on von Wert, wenn die Prei­se ein­heit­lich sind? Was ist eine gute Zeich­nung? ANONY­ME ZEICH­NER ist Kon­zept­kunst und Aus­stel­lungs­pro­jekt in einem: Die Arbei­ten der betei­lig­ten Künstler_innen wer­den Teil einer gro­ßen Instal­la­ti­on, eines Gesamt­kunst­wer­kes, in dem es kei­ne Hier­ar­chien gibt.

600 inter­na­tio­nal drawings
com­pi­led by Anke Becker
August 02 — 29, 2015

ANONY­MOUS DRA­WINGS: How does one’s own assess­ment chan­ge if the­re is no infor­ma­ti­on at all about the artist? How can one deve­lop a per­so­nal defi­ni­ti­on of value if the sales pri­ces are all iden­ti­cal? What is then a good dra­wing? ANONY­MOUS DRA­WINGS is con­cep­tu­al art and exhi­bi­ti­on pro­ject all in one.With Anony­mous Dra­wing many sin­gle pie­ces of art beco­me one “Gesamt­kunst­werk”. Each and every anony­mous artist beco­mes part of a coll­ec­ti­ve work of art whe­re hier­ar­chies do not exist.

Orts­ter­min Moa­bit — M&M‘s & A.C., MMXV

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Miko­laj Polin­ski | Misa Shi­mo­mu­ra | Albert Coers

Albert Coers kom­bi­niert eige­ne Arbei­ten mit denen des Künst­lers Miko­laj Polin­ski und der Pia­nis­tin Misa Shi­mo­mu­ra, in deren Ate­lier­woh­nung in Moa­bit. Im Fokus steht die Ver­schrän­kung unter­schied­li­cher Medi­en wie Male­rei, Zeich­nung, Instal­la­ti­on und Musik, die Ver­bin­dung von Kunst und pri­va­tem Lebens­raum, etwa in Möbeln und Ein­bau­ten, sowie die Ver­schmel­zung der ver­schie­de­nen künst­le­ri­schen, sprach­li­chen und natio­na­len Iden­ti­tä­ten, die hier zusammentreffen.

Eröff­nung: Frei­tag, 3.7., 20 h
Offen: Samstag/Sonntag 4./5.7., 14 — 19 h
Rathe­nower Str. 23, 10559 Ber­lin, Hin­ter­haus, 1.Stock

Orts­ter­min wird orga­ni­siert vom Kunst­ver­ein Tier­gar­ten, Ber­lin

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GRAMMARS — ARCHI­VING, Manie­re Noir, Berlin

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Grammars, 2010–2015, Frot­ta­gen Blei­stift auf Papier, 21 x 29,7 cm

” (…) Loo­king at the arte­facts we can still hear in our ima­gi­na­ti­on mecha­ni­cal and rub­bing sounds as an accom­pany­ing act during the recor­dings done on / to the paper. An “Act sans paro­les” says Gior­get­ti after Beckett. Paper rolls expand and deve­lop from top of the walls (Gior­get­ti, Montiel-Soto) and crea­te accu­mu­la­ti­ons of scripts. The gal­lery space turns out to be a place of acti­ve rea­ding and see­ing.
Albert Coers pres­ents his “Grammars” pie­ce (2010–15). Rub­bing, a simp­le tech­ni­que of prin­ting, was often used in archaeo­lo­gy for get­ting the text(ure) of sur­faces with a reli­ef, for ins­tance let­ters on tomb­sto­nes. Here it is appli­ed to covers of books with embos­sed titles, a series of grammar of lan­guages that the rea­der is unli­kely to have heard of, that seem unknown or even extinct, pro­ba­b­ly of regi­ons in Afri­ca or Asia. By doing so, the aspect of pre­ser­ving and archi­ving of the lan­guages and the books coin­ci­des, whe­re­as, the names of the lan­guages deve­lop a poet­ry of its own. The rub­bings ori­gi­na­te from grammars found in the libra­ry of the Zen­trum für Lite­ra­tur- und Kul­tur­for­schung, ZfL, Ber­lin.” (Maj­la Zeneli)

ARCHI­VING, APPRO­PRIA­TING LAN­GUAGE Series #6, 12. 6. — 1.7. 2015
Albert Coers, Chia­ra Gior­get­ti, Mar­co Montiel-Soto, Lena Oehm­sen
cura­ted by Maj­la Zeneli

Maniè­re Noir
Wal­den­ser­str. 7a
10551 Ber­lin
www​.manie​renoi​re​.net/
www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​1​4​5​2​7​0​2​9​8​1​6​9​1​4​73/

Copy That! Welt­raum 2/7, Rat­haus­ga­le­rie München

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Die Aus­stel­lungs­rei­he WELT­RAUM in der Rat­haus­ga­le­rie ist eine Hom­mage an Mün­chens ältes­ten Pro­jekt­raum für freie Kunst. Die viel grö­ße­re Säu­len­hal­le im Rat­haus beher­bergt eine archi­tek­to­ni­sche Nach­bil­dung im Maß­stab 1:1 des ech­ten WELT­RAUMS. Hier wer­den, wie sonst auch, im wöchent­li­chen Wech­sel neue Aus­stel­lun­gen gezeigt.
Für die sie­ben Grup­pen­aus­stel­lun­gen, bei denen ins­ge­samt rund 100 Künst­le­rin­nen und Künst­ler betei­ligt sind, haben die­se eigens neue Arbei­ten ent­wi­ckelt, die im Zusam­men­hang mit dem WELT­RAUM stehen.

WELT­RAUM – 7 exhi­bi­ti­ons – a  hom­mage to one of the best known off­spaces in Munich. The space has been rebuilt in sca­le 1:1 in the much big­ger gal­lery in the town hall. For the group­shows the­re artists deve­lop works rela­ting to the “WELT­RAUM”.

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„Copy that!“, die Bestä­ti­gung, dass man eine Mit­tei­lung regis­triert hat, kennt man z.B. aus Fil­men über Welt­raum­fahr­ten. Sie beschreibt aber auch den Arbeits­mo­dus von Albert Coers: Mit Foto­gra­fien der Instal­la­ti­on „A‑Fin“ (2015) im „Welt­raum”, einer Col­la­ge von Foto­ko­pien, sind For­men der Wie­der­ga­be erprobt, Instal­la­ti­ons­an­sich­ten und „Ori­gi­nal­ko­pien“ kom­bi­niert. Fra­gen nach der Art der Repro­duk­ti­on und des Maß­stabs spie­len dabei eine Rol­le. Sie las­sen sich damit auch bezie­hen auf den Nach­bau des „Welt­raum“ ins­ge­samt. Aus­gangs­punkt ist die Idee einer sub­jek­ti­ven Rekon­struk­ti­on der legen­dä­ren Biblio­thek von Alex­an­dria, die selbst aus Kopien bestehen­der Bücher ent­stand. Die Asso­zia­tio­nen aus Bil­dern und Tex­ten krei­sen um die Bedeu­tung von Orts- und Eigen­na­men, wobei Mehr­deu­tig­kei­ten immer wie­der auf­tau­chen, gibt es doch welt­weit vie­le Städ­te mit dem Namen „Alex­an­dria.“ Die Navi­ga­ti­on durch Biblio­the­ken, Spra­chen, Bil­der, Zei­chen­sys­te­me folgt teil­wei­se der alpha­be­ti­schen Sys­te­ma­tik einer Enzy­klo­pä­die, von „A“ bis „Fin“. Eine Kopie ist gehängt, wei­ße Punk­te las­sen an einen Blick ins Welt­all denken.

“Copy that!”, the con­fir­ma­ti­on of having receipt a mes­sa­ge, is known from movies on space tra­vel. It descri­bes the approach of Albert Coers, too: With pho­tos of the instal­la­ti­on “A‑Fin” (2015) in the “Welt­raum”, a col­la­ge of pho­to­co­pies, modes of repro­duc­tion are tes­ted, instal­la­ti­on views and “ori­gi­nal” copies com­bi­ned. This can be refer­red to the repro­duc­tion of the Welt­raum its­elf. Point of depar­tu­re is the idea of a sub­jec­ti­ve recon­s­truc­tion of the legen­da­ry libra­ry of Alex­an­dria, which aro­se from copies of exis­ting books. The asso­cia­ti­ons of images and texts cir­cle the mea­nings of names of places and per­sons, often gene­ra­ting equi­vo­ca­ti­ons, as the­re are many cities with the name “Alex­an­dria”. The navi­ga­ti­on through libra­ri­es, lan­guages, images fol­lows in some parts the alpha­be­ti­cal sys­te­ma­tic of an ency­clo­paed­ia, from “A” to “Fin”. One copy is dis­play­ed on the wall, white dots make think of a view of the outer space.

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WELT­RAUM 2/7
Albert Coers, Dani­el Engel­berg, Chris­tia­ne Fleiss­ner, Tim Frei­wald, Flo­ri­an Froe­se-Peek, Patri­ci­ja Gily­te, Ant­je Hane­beck, Flo­ri­an Huber, Phoe­be Lesch, Nico­la Mül­ler, Ale­xi Tsio­ris, Lau­ra Wag­ner, Niko­lai Vogel

15.05 — 21.05.2015
Rat­haus­ga­le­rie — Kunst­hal­le, Mari­en­platz 8, 80331 München

www​.welt​raum26​.de
www​.muen​chen​.de/​r​a​t​h​a​u​s​g​a​l​e​rie

A–Fin, WELT­RAUM, München

Rum­ford­stra­ße 26
80469 München
+49 175 1121 656
www​.welt​raum26​.de

Albert Coers

A–Fin

Eröff­nung: Fr. 30.1.2015, 19 h
mit Prä­sen­ta­ti­on des Kata­logs „Insi­de the Box“
Finis­sa­ge Mi. 4.2. 19–21 h
Öff­nungs­zei­ten: Sa/So 31./1.2., 16–19 h

Bespro­chen im Reflek­tor

Wie kommt man von Alex­an­dria nach Fin(n)land?
Für das Pro­jekt ENCY­CLO­PE­DI­A­LEX­AN­DRI­NA, für das Aus­gangs­punkt die Beschäf­ti­gung mit der legen­dä­ren Biblio­thek von Alex­an­dria in Ägyp­ten ist, hat­te Albert Coers bereits 2009 ein Pro­jekt­sti­pen­di­um bekom­men. Die Ergeb­nis­se sol­len nun erst­mals in Mün­chen gezeigt wer­den, im Welt­raum, in Form einer Col­la­ge aus Foto­ko­pien von Bil­dern und Tex­ten, neu kom­bi­niert und wei­ter­ent­wi­ckelt. Das Mate­ri­al hat sich erwei­tert durch Rei­sen nach Alexandria/Virginia und Alessandria/Italien sowie 2014 um Recher­chen zu den Orts­na­men „Posen“ (Aus­stel­lung Naprze­ciw-Gale­rie, Posen/Poznan) und „Finn­land“ (Aus­stel­lung Finn­land-Insti­tut Berlin).

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Der Grund­riss des „Welt­raums“ mit zwei getrenn­ten, gegen­über­lie­gen­den Räu­men bie­tet sich dafür an, Unter­schied­li­ches zu zei­gen. Bei­de Pro­jek­te haben jedoch auf ihre Art mit dem The­ma ‚Raum‘ zu tun: Im ers­ten, zur Stra­ße hin durch Schau­fens­ter offe­nen Raum, ist eine Bild-Text-Col­la­ge zu sehen, die um die Bedeu­tung von Orten, Namen, Wor­ten kreist, gesam­melt in Biblio­the­ken ver­schie­de­ner Natio­nen und Spra­chen. Dage­gen ist neben­an, im fes­ter­lo­sen innen­lie­gen­den Bereich, das kürz­lich erschie­ne­ne Buch zu „Insi­de the Box“ prä­sen­tiert, einer von Coers initi­ier­ten Grup­pen­aus­stel­lung, die in Schließ­fä­chern von Muse­en im Kunst­are­al Mün­chen stattfand.
Hier ein welt­um­span­nen­des, weit­aus­grei­fen­des Vor­ha­ben, dort eines mit loka­ler Beschrän­kung, hier die Frei­heit der Asso­zia­tio­nen, die sich poten­ti­ell unend­lich in alle Rich­tun­gen fort­set­zen las­sen, dort die Enge der kon­kre­ten Box. Eine Recher­che, die sich aus kol­lek­ti­vem Mate­ri­al speist, aber doch eine indi­vi­du­el­le ist, gegen­über einer Idee, die zum Aus­gangs­punkt für eine Grup­pen­aus­stel­lung wird. Neben dem Bezug auf Orte der Samm­lung und Auf­be­wah­rung lie­gen Gemein­sam­kei­ten der Pro­jek­te im Inter­es­se für das Vor­ge­fun­de­ne, das neu kom­bi­niert und zusam­men­ge­setzt wird, für das schein­bar Sekun­dä­re, Absei­ti­ge und im Ver­such, Ver­bin­dun­gen her­zu­stel­len, wo vor­her kaum wel­che sicht­bar waren.

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How do you get from Alex­an­dria to Finland?
For the pro­ject ENCY­CLO­PE­DI­A­LEX­AN­DRI­NA which dealt with the legen­da­ry libra­ry of Alex­an­dria in Egypt, Albert Coers was award­ed in 2009 with a grant by the city of Munich. Now the out­co­mes will be shown for the first time in Munich, in the Welt­raum [outer space], as a col­la­ge of pho­to­co­pies of images and texts, anew com­bi­ned and deve­lo­ped fur­ther. The mate­ri­al has been enlar­ged throug­hout tra­vels to Alexandria/Virginia and Alessandria/Italy and by rese­ar­ches on the names “Posen” (exhi­bi­ti­on in Naprze­ciw-Gal­lery, Posen/Poznan, 2014) and “Fin­land” (exhi­bi­ti­on Finn­land-Insti­tut Ber­lin, 2014).

The flo­or plan of Welt­raum with two sepa­ra­te adja­cent rooms is ide­al for pre­sen­ting dif­fe­rent pro­jects. Yet, both of them are deal­ing with the the­me of space: In the first room, open towards the street by its shop win­dows, the­re is to see a col­la­ge on images and texts, revol­ving round of the mea­ning of places, names, words, coll­ec­ted in libra­ri­es dif­fe­rent by nati­on and lan­guage. In the other room, that has no win­dows, the­re is on dis­play the book Insi­de the Box, an exhi­bi­ti­on cura­ted by Coers, which took place in lockers of museums.

Insi­de the Box — Katalog

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Albert Coers (Hg.): Insi­de the Box, Revol­ver Publi­shing Ber­lin 2014, 80 Sei­ten, 63 Abb., 13 x 19 cm, Bro­schur faden­ge­hef­tet, Deutsch/Englisch. Text Albert Coers, Übers. Oli­ver Walker

Erscheint anläss­lich der Aus­stel­lung Len­bach­haus, Kunst­bau, Ägyp­ti­sches Muse­um, Alte Pina­ko­thek Mün­chen, 15.9. – 29.9.2013.
Teil­neh­mer: Ste­fan Alber, Albert Coers, Peter Dobrosch­ke, Andre­as Feist, Ste­fa­no Giuria­ti, Karen Irm­er, Jadran­ka Kosor­cic, Caro­li­na Kreusch, Tan­ja Krie­te, Alfred Kurz, Oh-Seok Kwon, Peg­gy Mein­fel­der, Gre­gor Pas­sens, Michae­la Rotsch, Vero­ni­ka Veit, Katha­ri­na Weis­häupl, Ste­fan Wisch­new­s­ki, Caro­li­na Wolf.
ISBN 978–3‑95763–027‑8

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Albert Coers (Ed.): Insi­de the Box, Revol­ver Publi­shing Ber­lin 2014. 80 pages, 63 ill., 13 x 19 cm, soft­co­ver stitch­bound, German/English. Text by Albert Coers, Transl. Oli­ver Walker

Published on occa­si­on of the exhi­bi­ti­on at Len­bach­haus, Kunst­bau, Ägyp­ti­sches Muse­um, Alte Pina­ko­thek Munich, 15.9. – 29.9.2013. Par­ti­ci­pan­ts: Ste­fan Alber, Albert Coers, Peter Dobrosch­ke, Andre­as Feist, Ste­fa­no Giuria­ti, Karen Irm­er, Jadran­ka Kosor­cic, Caro­li­na Kreusch, Tan­ja Krie­te, Alfred Kurz, Oh-Seok Kwon, Peg­gy Mein­fel­der, Gre­gor Pas­sens, Michae­la Rotsch, Vero­ni­ka Veit, Katha­ri­na Weis­häupl, Ste­fan Wisch­new­s­ki, Caro­li­na Wolf. 

More at Revol­ver Publi­shing and Vice Ver­sa Distribution

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung von fri­end­ly sup­port­ed by

Kul­tur­re­fe­rat der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen, För­der­kreis Kunst­are­al, Rischart

FINE­S­TRA — Bil­der zwi­schen den Zei­len — Kapi­tel 2, Finn­land-Insti­tut, Berlin

Die Fens­ter­front des Finn­land-Insti­tuts und sei­ner Biblio­thek ist über­zo­gen mit einer Col­la­ge aus Foto­ko­pien, die inspi­riert ist von den laby­rin­thi­schen For­men der fin­ni­schen Seen­land­schaft. Das Weiß der Rück­sei­ten reflek­tiert von außen das Tages­licht, in der Biblio­thek es durch die Blät­ter gedämpft, in der Über­la­ge­rung erge­ben sich Durch­bli­cke, neue Sicht­fens­ter von der Biblio­thek auf den gegen­über­lie­gen­den Bahn­hof Fried­rich­stra­ße. Bil­der und Tex­te sind asso­zia­tiv zusam­men­ge­stellt, größ­ten­teils aus der Biblio­thek des Insti­tuts selbst, die auf den Ort Bezug neh­men. Die Wör­ter grei­fen Bestand­tei­le des Schrift­zugs „FINN­LAND-INSTI­TUT“ ober­halb der Fens­ter­front auf, Per­so­nen- und Orts­na­men oder ande­re Wör­ter, die im Fin­ni­schen, Deut­schen oder der ande­ren Spra­chen meh­re­re Bedeu­tun­gen haben, von „A(a)lto“, über (l)and“ zu „Fin(e).“ Es geht um den Reiz gedank­li­cher und visu­el­ler Ver­knüp­fun­gen, um Innen und Außen, um Biblio­the­ken und die viel­fach gewun­de­nen Wege darin. 

The win­dows of the Fin­land –Insti­tu­te and its libra­ry are cover­ed with a col­la­ge of pho­to­co­pies inspi­red by the laby­rin­thi­ne forms of the Fin­nish seas. The pho­to­co­pies cover in part the view to and from the insti­tu­te. From out­side they reflect the day­light, which insi­de the libra­ry it is sub­dued by the over­lap­ping sheets. They crea­te new views, “win­dows” from the libra­ry to Bahn­hof Fried­rich­stra­ße right on the oppo­si­te. Images and texts are asso­cia­tively arran­ged, they are taken most­ly from the libra­ry its­elf and refer to the let­ters “FINN­LAND-INSTI­TUT” abo­ve the win­dows, to names of per­sons and places, to words that in Fin­nish, Ger­man or other lan­guages have mul­ti­ple mea­nings, from “A(a)lto” to “(l)and” and “Fin(e)”. The instal­la­ti­on is about the allu­re of intellec­tu­al and visu­al con­nec­tions, about insi­de and out­side, libra­ri­es and the mean­de­ring ways in them. 

Finnland InstitutEinladung-1

Eröff­nung: Don­ners­tag, 13.11.2014, 19 h Dau­er: 14.11. 2014 bis 15.1.2015

Finn­land-Insti­tut in Deutsch­land
Öff­nungs­zei­ten: Mo 10–17 h, Di-Do 11–19 h, Fr 9–15 h
Geor­gen­stras­se 24 (1.OG), 10117 Ber­lin (direkt am Bahn­hof Friedrichstraße)

Show me (your Idols), Kreuz­berg Pavil­lon, Berlin

Albert Coers  Brad Dow­ney Tom Esam  Fre­de­rik Foert  Sven Ole Frahm  Jay Gard  Kla­ra Hob­za  Fol­ke Köb­ber­ling Tomaz Kram­ber­ger  Dani­el Man  Zoe Clai­re Mil­ler  Julia Müns­ter­mann  Tomáš Svo­bo­da  Ste­fa­nie Tro­jan  Anke Voelk  Yari­sal & Kublitz
 
Ope­ning: Sat. 08.11.2014 / 20.00h-01.00h
Dura­ti­on : 08.11.2014
 

Show me (your Idols) ist eine expe­ri­men­tel­le Aus­ein­an­der­set­zung mit refe­ren­ti­el­len Sys­te­men als Teil der Kunst. Was ent­steht, wenn künst­le­ri­sche Arbeit nicht mehr als dif­fu­se krea­ti­ve Ein­ge­bung son­dern als ein Netz aus unter­schied­li­chen Ver­wei­sen betrach­tet wird und unter Beru­fung auf ver­schie­de­ne Quel­len einen poe­ti­schen Sinn enthält?

Anstel­le eines eige­nen Kunst­wer­kes wähl­ten die Künst­le­rIn­nen drei Bücher ande­rer Künst­le­rIn­nen aus, die er oder sie schätzen.

Aus­wahl von Albert Coers:
Tho­mas Demand: Tun­nel, [Frank­furt a.M.] 1998
Mark Dion (Hg.): Die Geöff­ne­te Rari­tä­ten- und Natu­ra­li­en-Kam­mer, Köln: Salon Ver­lag 2002
Mar­cel Duch­amp, Res­pi­ra­teur, Ausst. Kata­log Muse­um Schwe­rin, Oster­fil­dern: Cantz 1995

Show me (your idols) is an expe­ri­men­tal approach towards refe­ren­ti­al sys­tems in art. If a refe­ren­ti­al sys­tem is a net of deter­mi­ning intents, does this also include an exces­si­ve poe­tic sen­se? How does a sci­en­ti­fic approach rela­te to the prac­ti­ce of art?

Ins­tead of an own work each invi­ted artist sel­ec­ted three books of an other artist, she or he appreciates. 

The sel­ec­tion of Albert Coers:
Tho­mas Demand: Tun­nel, [Frank­furt] 1998

Mark Dion (Ed.): Die Geöff­ne­te Rari­tä­ten- und Natu­ra­li­en-Kam­mer, Colo­gne: Salon Ver­lag 2002
Mar­cel Duch­amp, Res­pi­ra­teur, exhib. cata­log Muse­um Schwe­rin, Oster­fil­dern: Cantz 1995

Kreuz­berg Pavillon
Nau­nyn­stras­se 53
10999 Ber­lin
 

Posen, NAPRZE­CIW Gal­lery, Poznan

12./13.10.2014, 12–16 h, NAPRZE­CIW Gale­rie Poznan

Der Titel „Posen“ spielt mit der zufäl­li­gen Ana­lo­gie zwi­schen dem (deut­schen) Namen der Stadt und dem Wort „Pose“, „(künst­li­che) Hal­tung“, das auf latei­nisch pon­e­re „set­zen, stel­len“ zurück­geht. Dies lässt sich bezie­hen auch auf den Aus­stel­lungs­ort, einen Ort der Kunst­aus­bil­dung, in dem Hal­tun­gen in mehr­fa­cher Hin­sicht eine wich­ti­ge Rol­le spie­len, sie­he „Posen“ beim Akt­zeich­nen, das Fin­den einer eige­nen „Posi­ti­on“, das bewuss­te Set­zen, Stel­len als künst­le­ri­sche Prak­tik. Ähn­lich dem Ansatz, den Albert Coers in sei­nem Pro­jekt ENCY­CLO­PE­DI­A­LEX­AN­DRI­NA (2008/09) ver­folg­te, ent­steht aus Foto­ko­pien aus Biblio­the­ken in Poz­nan eine asso­zia­ti­ve Col­la­ge aus Tex­ten in ver­schie­de­nen Spra­chen und aus Bil­dern, die Bedeu­tung von Namen und Wor­ten erforscht und lust­voll Zusam­men­hän­ge konstruiert.

Die Aus­stel­lung wird unter­stützt von der Stif­tung für deutsch-pol­ni­sche Zusam­men­ar­beit.

“What’s in a name? That which we call a rose / by any other name would smell as sweet“ claims Juliet. But our world and our memo­ry is shaped by names and words. Point of depar­tu­re for Albert Coers is the inci­den­tal Name of Poz­nan, “Posen” in Ger­man that evo­kes “pose”, “to place” but also “to assu­me an atti­tu­de”. This can be con­nec­ted to the place of the exhi­bi­ti­on, within the Art Aca­de­my, whe­re posi­ti­ons and atti­tu­des play in many ways a cen­tral role. Simi­lar to the approach in his pro­ject ENCY­CLO­PE­DI­A­LEX­AN­DRI­NA (2008/09), Albert Coers crea­tes from pho­to­co­pies made in libra­ri­es in Poz­nan a col­la­ge of texts in various lan­guages and images that explo­re the mea­ning of names and words, con­s­truc­ting with relish connections.

The pro­ject is sup­port­et by the Foun­da­ti­on for Ger­man-Polish Coope­ra­ti­on.

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Ber­lin Interview

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Kürz­lich erschie­nen: ein Inter­view mit der Jour­na­lis­tin Kate­ri­na Oiko­no­ma­kou (Okto­ber 2014).

Recent­ly published: an inter­view  with jour­na­list Kate­ri­na Oiko­no­ma­kou (Octo­ber 2014).

Ten­de — Bil­der zwi­schen den Zei­len, Salon Dah­l­mann, Berlin


Aus­stel­lung Bil­der zwi­schen den Zei­len, Kapi­tel 1, Salon Dah­l­mann, Berlin

Kjer­s­ti G. And­vig (NOR), Mat­ti Braun (D/FIN), Van Brum­melen & De Haan (NL), Albert Coers (D), Lau­ra Horel­li (FIN), Kal­le Lam­pela (FIN), Lars Lau­mann (NOR), Rosa Lik­som (FIN), Den­nis Loesch (D), Kir­si Mik­ko­la (FIN), Rit­ta Nel­imark­ka (FIN), Jan­ne Räis­ä­nen (FIN), Jark­ko Räsä­nen (FIN), Ben­ja Sach­au (D), Elsa Salo­nen (FIN), kura­tiert von Eemil Kari­la

Eröff­nung: 5. Sep­tem­ber 2014
6.9.–1.11.2014

Salon Dah­l­mann, Mar­bur­ger Stra­ße 3, 10789 Berlin-Charlottenburg

Die Aus­stel­lung fin­det in Koope­ra­ti­on mit dem Finn­land-Insti­tut in Deutsch­land statt.
The­men bei­der Aus­stel­lun­gen sind die Bezie­hun­gen zwi­schen Bild und Wort sowie zwi­schen bil­den­der Kunst und Literatur.

The exhi­bi­ti­on takes place in co-ope­ra­ti­on with the Fin­nish Insti­tu­te in Ger­ma­ny.
The exhi­bi­ti­on “Pic­tures Bet­ween the Lines” focu­ses on the rela­ti­onship bet­ween image and text in art and society.

AVAN­ZI, Arto­thek München

All­täg­li­che Gegen­stän­de, die kei­ne Gebrauchs­funk­ti­on mehr haben, ent­fal­ten in der künst­le­ri­schen Aus­wahl und Ver­ar­bei­tung von Albert Coers ein neu­es Eigen­le­ben, etwa Rest­ex­em­pla­re von Büchern, Eti­ket­ten von Nach­sen­de­auf­trä­gen, beschrif­te­te Fuß­ab­strei­fer. Der ita­lie­ni­sche Titel „AVAN­ZI“ spielt mit der dop­pel­ten Bedeu­tung von „avan­za­re“, was sowohl „übrig­blei­ben“ heißt, aber auch „vor­wärts­kom­men“. Für die Ein­zel­aus­stel­lung in der Arto­thek sind meh­re­re raum­be­zo­ge­ne Instal­la­tio­nen entwickelt.

„AVAN­ZI, Arto­thek Mün­chen“ weiterlesen

696 (Bevor des Tages Licht …), Kurt — Kurt, Berlin


Kurt — Kurt, Kunst und Kon­text im Stadt­la­bor Berlin-Moabit

prä­sen­tiert die Rei­he Tran­si­tio­nal Moa­bit, Aus­stel­lung 3:

Albert Coers:  696 (Bevor des Tages Licht vergeht)

Eröff­nung Don­ners­tag, 12.06.2014 um 19 Uhr
Aus­stel­lung 12.06. — 05.07.2014
Öff­nungs­zei­ten Do — Sa, 16 — 19 Uhr
und nach Ver­ein­ba­rung
Artist Talk und Finis­sa­ge Sams­tag, 05.07.2014 um 17 Uhr

Kurt-Kurt Pro­jekt­zen­tra­le
Ein Pro­jekt von Simo­ne Zaugg und Pfel­der im Geburts­haus von Kurt Tuchol­sky, Lübe­cker Str. 13, 10559 Ber­lin
info@​kurt-​kurt.​de
www​.kurt​-kurt​.de

In Zusam­men­ar­beit mit Kunst­Bü­roBer­lin und Kunst­hal­le Göppingen



Mul­ti­ple Gal­le­ria 44, Genua

2014-Multiple-BlätterDSC089Albert Coers ist der Gewin­ner eines Wett­be­werbs für die Anfer­ti­gung eines Mul­ti­ples: Für Mit­glie­der des Kunst­ver­eins Gal­le­ria 44, Genua fer­tig­te er Gra­phi­ken an, Frot­ta­gen (Abrie­be) mit einer Auf­la­ge 50 Stück im For­mat 16 x 24 cm. Jedes Blatt vari­iert leicht und hat somit den Cha­rak­ter einer Ori­gi­nal­gra­phik. Das Motiv ist von einem Berg­stei­ger­buch abge­lei­tet und läßt sich auf die Her­aus­for­de­rung bezie­hen, vor die ein Ver­ein zur För­de­rung zeit­ge­nös­si­scher Kunst gestellt ist, ähn­lich wie eine Grup­pe in den Bergen.

Albert Coers is the win­ner of a com­pe­ti­ti­on for a mul­ti­ple: for mem­bers of the asso­cia­ti­on of fri­ends of Gal­le­ria 44, Gen­oa, he pro­du­ced gra­phics, rub­bings in an edi­ti­on of 50, 16 x 24 cm. Each sheet is dif­fe­rent and the­r­e­fo­re an ori­gi­nal gra­phic. The moti­ve is taken from a book of moun­tai­nee­ring and refers to the chal­lenges and efforts of an asso­cia­ti­on, simi­lar to a group of clim­bers in the mountains.

669 (aus mei­nes Her­zens Grunde)

Lied­num­mern, gebrauch­te Gesang­bü­cher
ca. 350 x 300 x 300 cm
Kunst­hal­le Göp­pin­gen, C 1

2014 erscheint eine neue Auf­la­ge des katho­li­schen Gesang­buchs „Got­tes­lob“. Die bis­he­ri­ge Auf­la­ge wird dadurch funk­ti­ons- und wert­los, ähn­lich wie bei der Ein­füh­rung einer neu­en Wäh­rung. Die bis dato benutz­te Auf­la­ge erschien 1975, zufäl­lig dem Geburts­jahr von Albert Coers. Er ist also buch­stäb­lich damit auf­ge­wach­sen.
Der Titel 669 (Aus mei­nes Her­zens Grun­de) bezieht sich auf Num­mer und Anfang eines Mor­gen­lie­des aus dem Buch. Er spielt mit der emo­tio­na­len Ver­bun­den­heit mit dem Medi­um, aber auch mit dem Pro­zess des Umkehren/Umdrehens von Zah­len und Funk­tio­nen.
Die Bücher wer­den in der Regi­on gesam­melt, in der Coers auf­ge­wach­sen ist, Ulm, Dil­lin­gen, Höchstädt und Günz­burg, Augs­burg, ergänzt um Exem­pla­re aus dem Raum Göp­pin­gen, in der sich die Kunst­hal­le befindet. 

Sie wer­den in einen Kunst­raum trans­fe­riert, und ent­fal­ten dort, los­ge­löst von ihrem Nut­zungs­zu­sam­men­hang und kon­zen­triert auf ihre Mate­ria­li­tät, in einem nicht reli­gi­ös kon­no­tier­ten Umfeld Selb­stän­dig­keit. Frei­ge­stellt von ihrer ursprüng­li­chen Funk­ti­on wer­den sie Mate­ri­al einer tem­po­rä­ren Skulp­tur, die in ihrer Struk­tur, Modu­la­ri­tät und Far­be an Archi­tek­tu­ren der 1970er Jah­re erin­nert. In der zusam­men­ge­setz­ten Struk­tur aus ein­zel­nen Bau­stei­nen mani­fes­tiert sich ein kol­lek­ti­ves Gedächt­nis, das den­noch auf ein­zel­ne Nut­zer und ihren Anteil zurück­geht. Die ver­schie­den­ar­ti­gen Ein­band­far­ben- und arten, auch die Gebrauch­spu­ren, die sich in der Ver­fär­bun­gen der Ein­bän­de und Sei­ten, in abge­sto­ße­nen Kan­ten, in ver­scho­be­nen Blät­tern zei­gen, füh­ren das indi­vi­du­el­le Moment jedes Exem­plars trotz der Prä­sen­ta­ti­on im Ver­bund vor Augen. 

“In der hin­te­ren Ecke von C 1 türmt sich eine Skulp­tur in die Höhe. Durch Dre­hen und Wen­den bil­det sich eine kon­struk­ti­ve Struk­tur. Buch auf Buch, im 90° Win­kel zuein­an­der gefügt, sta­peln sich zu einem Gebil­de. Hier wird der Ein­druck eines Gebäu­des sug­ge­riert. Zwi­schen­räu­me sind sicht­bar, das Gan­ze hat eine Trans­pa­renz in der Tie­fe, dadurch, dass man hin­ter die Bücher und unter die Bücher schau­en kann. Die­ser Blick in die Tie­fe, in die Zwi­schen­räu­me, die da ent­stan­den sind, ver­leiht der Buch-Skulp­tur eine star­ke räum­li­che Wir­kung. Man ist an eine Stadt erin­nert, an eine alte Stadt, die aus einer Mit­te her­aus gewach­sen ist, Schicht auf Schicht. Das Dre­hen und Wen­den nimmt ins­ge­heim Bezug auf die Zif­fer 669. Denn die 6 und die 9 unter­schei­den sich nur in der jewei­li­gen Dre­hung, was Oben ist und was Unten sein soll. 669 ist auch 699.” (Sil­ke Schuck, 2014) 

Die Bücher wer­den wei­ter­trans­por­tiert nach Ber­lin und dort im Pro­jekt­raum Kurt-Kurt instal­liert. Der Titel der dor­ti­gen Arbeit 696 (Bevor des Tages Licht ver­geht) bezieht sich auf Num­mer und Anfang eines Abend­lie­des aus dem Buch, variiert/permutiert so den Titel der Aus­stel­lung in der Kunst­hal­le Göppingen. 

Revo­lu­ti­on, Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Berlin


Nora Al-Badri/­Jan Niko­lai Nel­les, Gleb Bas, Anto­nia Bisig, Albert Coers, Mo Frank-Auth, Lukas Heib­ges, Caro­li­na Kec­s­ke­me­thy, Inge Mahn, Chris­toph Medi­cus, Kea Regi­na Pan­tel, Stor Dubi­né, Pfel­der, Burk­hard Oel­mann, Tho­mas Scheffer/Karina Lejeu­ne, Karen Sche­per, Helen Schmidt, Tho­mas Schmitt, Catrin Wech­ler, Vero­ni­ka Wit­te, Anet­te Wör­ner, Simo­ne Zaugg

Eröff­nung: Frei­tag, 23. Mai, 18 Uhr
Kunst­ver­ein Tier­gar­ten | Gale­rie Nord | Turm­stra­ße 75 | 10551 Ber­lin | 030/ 9018–33453 | www​.kunst​ver​ein​-tier​gar​ten​.de
Son­der­öff­nungs­zei­ten zu Orts­ter­min: Sa 24./So 25.05., 13–20 Uhr
danach: 27.05.–14.06., Di-Sa 13–19 Uhr

Gast­vor­trag FU Ber­lin, 13.2.2014

“Biblio­te­ca pri­vata – Biblio­te­ca collettiva.
Buch­in­stal­la­tio­nen 2004–2013”

Gast­vor­trag von Albert Coers am Peter Szon­di-Insti­tut für All­ge­mei­ne und Ver­glei­chen­de Lite­ra­tur­wis­sen­schaft der Frei­en Uni­ver­si­tät Berlin

Guest Lec­tu­re by Albert Coers at Peter Szon­di-Insti­tu­te of Com­pa­ra­ti­ve Lite­ra­tu­re at FU Berlin

Don­ners­tag, 13.2.2014, 12 h c.t., Raum L 116, Seminarzentrum/Silberlaube, Habel­schwerd­ter Allee 45

Wappenschild_FU_Berlin

Insi­de the Box — Kunst in Schließfächern

Alte Pina­ko­thek, Ägyp­ti­sches Muse­um, Kunst­bau, Len­bach­haus
15.9. – 29.9.2013

Ste­fan Alber, Albert Coers, Peter Dobrosch­ke, Andre­as Feist, Ste­fa­no Giuria­ti, Karen Irm­er, Jadran­ka Kosor­cic, Caro­li­na Kreusch, Tan­ja Krie­te, Alfred Kurz, Oh-Seok Kwon, Peg­gy Mein­fel­der, Gre­gor Pas­sens, Michae­la Rotsch, Vero­ni­ka Veit, Katha­ri­na Weis­häupl, Ste­fan Wisch­new­s­ki, Caro­li­na Wolf

Kon­zept: Albert Coers

insi​de​the​box​blog​.word​press​.com

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des Kul­tur­re­fe­rats der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen und des För­der­kreis Kunstareal

Zum Radio­bei­trag von Astrid May­er­le zum Pro­jekt (Deutsch­land­funk)


Insi­de the Box
will einen im Kunst­are­al weit ver­brei­te­ten, aber wenig beach­te­ten Raum­ty­pus unter­su­chen und künst­le­risch nut­zen: das Schließ­fach.
Schließ­fä­cher neh­men eine inter­es­san­te Stel­lung zwi­schen öffent­li­chem und nicht­öf­fent­li­chem Raum ein, sind zugäng­lich, gleich­zei­tig aber kon­trol­liert, häu­fig an Nicht-Orten auf­ge­stellt, im Sou­ter­rain, in Ein­gangs- und Durch­gangs­si­tua­tio­nen, im Zwi­schen­be­reich von Innen und Außen nicht ganz klar defi­nier­ter Zuge­hö­rig­keit. Der Benut­zer belegt eine räum­lich und zeit­lich begrenz­te Leer­stel­le, einen neu­tra­len Con­tai­ner und schafft sich einen eige­nen Raum im öffent­li­chen. Wo star­ke Nach­fra­ge herrscht, wird die Beset­zung zu einer Her­aus­for­de­rung. Die auf­be­wahr­ten Gegen­stän­de las­sen Rück­schlüs­se auf den Benut­zer zu, wer­den zu Stell­ver­tre­tern.
18 Künst­ler ent­wi­ckeln, als Vari­an­te einer Grup­pen­aus­stel­lung, an den ver­schie­de­nen Orten je eine Arbeit. Neben bio­gra­phi­schen Berüh­rungs­punk­ten – fast alle haben in Mün­chen stu­diert und/oder arbei­ten dort – ist das Ver­bin­den­de der Posi­tio­nen ein raum­be­zo­ge­ner Ansatz, der sich ver­schie­de­ner Medi­en bedient, Skulp­tur, Instal­la­ti­on, Foto­gra­fie. Dabei haben sie das räum­lich begrenz­te For­mat der Box, sei­ne Seria­li­tät, den Aspekt der tem­po­rä­ren Nut­zung und den Kon­text der jewei­li­gen Insti­tu­ti­on im Auge, neh­men teils Bezug auf deren Archi­tek­tur und Samm­lung.
Die Ein­zel­pro­jek­te rei­chen von der Nut­zung der Box als Zwi­schen­la­ger für Bücher, die so eine tem­po­rä­re Biblio­thek bil­den, hin zur „para­si­tä­ren“ Beset­zung durch Pflan­zen, die mit der Nor­mie­rung und Begren­zung der Ver­weil­dau­er im Fach kon­tras­tie­ren. Der Ras­ter­cha­rak­ter wird für Arbei­ten in benach­bar­ten Fächern genutzt, die so zu einer fik­ti­ven Ein­heit zusam­men­ge­fasst wer­den. Kokon­ähn­li­che Ein­la­ge­run­gen erschei­nen als Relik­te einer län­ge­ren per­sön­li­chen Anwe­sen­heit, eben­so wie Samm­lun­gen von Sou­ve­nirs an Muse­ums­be­su­che, tage­buch­ähn­li­che Archi­ve, Auf­zeich­nun­gen von Gesprä­chen. Geruch und Geräusch kom­men zu Objek­ten hin­zu. Ande­re Arbei­ten spie­len mit der Funk­ti­on der Schließ­fä­cher selbst: So fin­den sich skulp­tu­ral trans­for­mier­te Sport­be­klei­dung und Gepäck­stü­cke, die sonst in den Fächern auf­be­wahrt wer­den. Der enge Raum, sei­ne Erwei­te­rung, der Blick in ihn wird in wahr­neh­mungs­ori­en­tier­ten Arbei­ten zum The­ma.
Insi­de the Box lenkt die Auf­merk­sam­keit auf die sonst rou­ti­niert behan­del­ten Aus­schnit­te aus dem öffent­li­chen Raum, indem es sie tem­po­rär künst­le­risch nutzt, pri­va­ti­siert. Die Schließ­fä­cher die­nen als alter­na­ti­ve Orte zur Aus­stel­lung und Wahr­neh­mung von Kunst in den Aus­stel­lungs­häu­sern, an deren Peri­phe­rie. Die Insti­tu­tio­nen im Kunst­are­al wer­den durch das gemein­sa­me Aus­stel­lungs­for­mat mit­ein­an­der verknüpft.

A.C.

„Insi­de the Box — Kunst in Schließ­fä­chern“ weiterlesen

NEU: C&A IN MOABIT

Biblioteca privata B.C. , 2013
Albert Coers: Biblio­te­ca pri­vata B.C. , 2013; Video­loop: Aus­räu­men eines Bücherregals

2013-bib-vertic-inoltra-DSC
OFFI­CI­AL BUSI­NESS — Inol­tra, 2010–13 (links); Biblio­te­ca ver­ti­cale (Müde Bücher), 2013, (rechts)

2013-inoltra-frontal-mDSC06besch
OFFI­CI­AL BUSI­NESS — Inol­tra, 2013; Nach­sen­de-Eti­ket­ten aus Benach­rich­ti­gun­gen über angeb­li­che Gewinne

2013-alber-uhren
Ste­fan Alber: Gefan­ge­ne Uhren, 2013; 60 Uhren­roh­lin­ge, Box

2013-ortstermin-alber-palme
Ste­fan Alber: Pal­me, 2010; C‑Print, Bil­der­rah­men, Yuccapalme

 

Aus­stel­lung von Ste­fan Alber und Albert Coers

im Rah­men von orts­ter­min 2013 — Aus­stel­lun­gen  und offe­ne Ate­liers in Berlin-Moabit.

08.–09. 06.2013

Gotz­kow­skystr. 36, 10555 Ber­lin, 1. OG

http:/kunstverein-tiergarten.de

orts­ter­min 2012

trappola-besucherin-2DSC043Orts­ter­min. Eine Aus­stel­lung mit Albert Coers und Peter Dobrosch­ke in einer Pri­vat­woh­nung in Ber­lin-Moa­bit, 27./28.10.2012

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Albert Coers: Trap­po­la II, 2012 (Instal­la­ti­on)

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Albert Coers: Biblio­te­ca pen­den­te — bus­ti­ne, 2012 (Buch­ob­jek­te); Müde Bücher, 2012 (Foto­se­rie), Con­ti­nu­a­zio­ne, 2012, (Instal­la­ti­on aus Künstlerbüchern)

 

Albert Coers: Biblioteca pendente - bustine, 2012
Albert Coers: Biblio­te­ca pen­den­te — bus­ti­ne, 2012 (Detail)

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Peter Dobrosch­ke: Bild­set­zung, 2012 (Foto­gra­fie)

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Peter Dobrosch­ke: Ent­schie­den, 2004 (Video)

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Peter Dobrosch­ke: Dop­pel­fo­to, 2012

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Peter Dobrosch­ke: Paßt, 2006

Bücher­raum­ord­nungs­ver­fah­ren

Mitt­woch, 28.3.2012, 19.30 h
Mar­kus Kra­jew­ski (Bau­haus-Uni­ver­si­tät Weimar):
Bücher­raum­ord­nungs­ver­fah­ren
Vor­trag und Gespräch mit Albert Coers

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Der Kul­tur­wis­sen­schaft­ler und Medi­en­his­to­ri­ker Mar­kus Kra­jewk­ski, Autor unter ande­rem einer Geschich­te des Zet­tel­kas­tens (Zet­tel­wirt­schaft. Die Geburt der Kar­tei aus dem Geis­te der Biblio­thek) und einer Medi­en­ge­schich­te des Die­ners, kam zur Aus­stel­lung ani­ma­li­bri in den Kunst­ver­ein Tier­gar­ten. Er sprach über die Idee der Uni­ver­sal­bi­blio­thek und deren räum­li­che Struk­tur, unter ande­rem bei Leib­nitz, Eco und Bor­ges, und unter­hielt sich vor die­sem Hin­ter­grund mit Albert Coers über des­sen künst­le­ri­schen Umgang mit Zet­teln, Büchern und Bibliotheken.

ani­ma­li­bri, Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Ber­lin, 2012

Albert Coers: Biblioteca privata R.F.H., C.G.E.B., A.J.C. 2012 (links), Biblioteca vitale, 2011 (Mitte), Biblioteca pendente 2011 (rechts)
Raum 1: Biblio­te­ca pri­vata R.F.H., C.G.E.B., A.J.C. 2012 (links), Biblio­te­ca vita­le, 2011 (Mit­te), Biblio­te­ca pen­den­te 2011 (rechts)
Biblio­te­ca pri­vata R.F.H., C.G.E.B., A.J.C.
Albert Coers: Biblioteca Giardino Zoologico (2012) (links), ENCYCLOPEDIALEXANDRINA
Biblio­te­ca Giar­di­no Zoo­lo­gi­co (2012) (links), ENCY­CLO­PE­DI­A­LEX­AN­DRI­NA, (2012) (rechts)
Albert Coers: I Classici dell'Arte - versione svizzera (2012), Enciclopedia critica dell'arte contemporanea (2012), Biblioteca botanica - fantasmini (2006)
Raum 3: I Clas­si­ci del­l’Ar­te — ver­sio­ne svi­z­zera (2012), Enci­clo­pe­dia cri­ti­ca del­l’ar­te con­tem­po­ra­nea (2012), Biblio­te­ca bota­ni­ca — fan­tas­mi­ni (2006)
Albert Coers: Enciclopedia critica dell'arte contemporanea (2012), I Classici dell'Arte - versione svizzera (2012), I SOLITI TITOLI (2011), Video

ani­ma­li­bri — Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Berlin

ani­ma­li­bri
kura­tiert von Ralf Hartmann
Ein­zel­aus­stel­lung Solo Show
Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Gale­rie Nord Berlin
Turm­stra­ße 75, 10551 Berlin

Eröff­nung Ope­ning: 15.3.2012
15.3. — 15.4. 2012

Beglei­tend erscheint die Publikation
In this occa­si­on is published

Müde Bücher ( Salon Ver­lag Köln)

Für den Kunst­ver­ein Tier­gar­ten ent­wi­ckelt Albert Coers eine die Gale­rie umfas­sen­de Prä­sen­ta­ti­on sei­ner jüngst ent­stan­de­nen Arbei­ten zu Biblio­the­ken und Buch, ver­bun­den mit eigens für die Aus­stel­lung enwi­ckel­ten neu­en Arbei­ten, die auch die groß­flä­chi­ge Öff­nung der Gale­rie­fens­ter zum Stra­ßen­raum mit einbeziehen.

Gezeigt wer­den Arbei­ten aus den Jah­ren 2008 bis 2012, wie z. B. „ENCY­CLO­PE­DI­A­LEX­AN­DRI­NA“, eine groß­for­ma­ti­ge Raum­in­stal­la­ti­on und Wand­col­la­ge mit Mate­ri­al aus der Biblio­thek von Alex­an­dria, die wesent­lich erwei­tert und durch skulp­tu­ra­le Ele­men­te ergänzt wird. Die Rei­he „I TITO­LI SOLI“, bestehend aus Frot­ta­gen von Buch­ein­bän­den, wird zu asso­zia­tiv-erzäh­le­ri­schen Tableaus grup­piert; „Müde Bücher“, eine Serie von ein­zel­nen Büchern aus einer pri­va­ten Biblio­thek, wird die vor­her­ge­hen­de Ver­wen­dung von Büchern in einer Instal­la­ti­on ables­bar machen.
In Zusam­men­ar­beit mit loka­len Biblio­the­ken ent­steht eine orts­spe­zi­fi­sche Buch­in­stal­la­ti­on, die mit deren Bestän­den arbei­tet und sie tem­po­rär in den Gale­rie­raum verlagert.

Ver­an­stal­tun­gen
Events during the exhibition

Mitt­woch, 28. 3., 19.30 h
Mar­kus Kra­jew­ski (Bau­haus-Uni­ver­si­tät Weimar):
Bücherraumordnungsverfahren.
Vor­trag und Gespräch mit Albert Coers

Diens­tag, 3. 4., 17.30 h
Füh­rung durch die Aus­stel­lung mit Ralf F. Hart­mann, Kurator

Frei­tag, 13. 4., 18 h
Aus­stel­lungs­rund­gang exhi­bi­ti­on tour, Albert Coers im Gespräch mit in con­ver­sa­ti­on with Ralf F. Hartmann

Die Aus­stel­lung wird geför­dert von
With fri­end­ly sup­port by

Golart Stif­tung, Erwin und Gise­la von Stei­ner Stif­tung, Rischart, München.

Neu­es Buch/New Book: Müde Bücher

Im Salon Ver­lag Köln erscheint: Albert Coers: Müde Bücher

“Müde Bücher” ent­hält Fotos ein­zel­ner Bän­de aus der Installation
“I SOLI­TI TITO­LI” mit Büchern aus dem Nach­laß eines Archi­tek­ten, ein Quer­schnitt durch eine bil­dungs­bür­ger­li­che Biblio­thek der 1950er bis 1980er Jahre.

“Auf den Bil­dern sieht man jeweils ein Buch mit gebo­ge­nem Ein­band, ja buch­stäb­lich mit gekrümm­tem Rücken. Es sind Bücher, die nicht nur gele­sen, son­dern die gebraucht, benutzt, her­ge­nom­men wur­den. Tat­säch­lich ver­wen­de­te Coers sie davor für eine sei­ner Buch­skulp­tu­ren; sie waren Tei­le einer regel­rech­ten Buch­ar­chi­tek­tur […] “. (Wolf­gang Ullrich).

Das Buch erscheint anläß­lich der Aus­stel­lung “ani­ma­li­bri” (15.3.–15.4.2012) im Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Ber­lin in zwei Cover­va­ri­an­ten, die auf­ein­an­der Bezug neh­men: die ers­te ist hell, mit einem Foto auf Vor­der- und Rück­sei­te, die zwei­te redu­ziert-mono­chrom; sie nimmt die den Farb­ton des Ein­ban­des des auf der ers­ten Vari­an­te abge­bil­de­ten Buches auf.

Her­aus­ge­ber: Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Berlin
Text­bei­trä­ge von: Wolf­gang Ullrich
deutsch/englisch, 48 Sei­ten, 40 Farb­ab­bil­dun­gen, gebunden
For­mat: 24,0 x 16,0 cm
Preis: € 20,-

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New by Salon publisher: Albert Coers: Müde Bücher [Tired Books]

Müde Bücher” con­ta­ins pho­tos of sin­gle volu­mes which were part of the instal­la­ti­on “I SOLI­TI TITO­LI”, that invol­ved books from the inhe­ri­ta­ge of an archi­tect, a cross-sec­tion of a edu­ca­ted midd­le-class libra­ry from  the 1950s ‑1980s.

“Each pho­to­graph shows a book with a war­ped cover; lite­ral­ly with a cur­ved back. They are books they have not only been read, but that are used, second hand and the worse for wear. Coers had pre­vious­ly used them for one of his book sculp­tures. They were in fact part of a com­ple­te book archi­tec­tu­re […].” (Wolf­gang Ullrich)

The book appears in occa­si­on of the exhi­bi­ti­on “ani­ma­li­bri” (15.3.–15.4.2012) at  Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Ber­lin.  It comes in two dif­fe­rent ver­si­ons of the cover which refer to each other: the first comes bright and with a pho­to on front and back, the second is redu­ced and mono­chrom, its colour is taken from the cover of the book dis­play­ed on the first version.

Edi­tor: Kunst­ver­ein Tier­gar­ten Berlin
Text: Wolf­gang Ullrich
German/english, 48 ps, 40 colour pla­tes, hard­bound copy
For­mat: 24,0 x 16,0 cm
Pri­ce: € 20,-

Biblio­te­ca vita­le, 2011

Biblio­te­ca vita­le, 2011
Biblio­theks­bü­cher, 15 x 450 x 350 cm, Leih­zet­tel auf Lüf­tungs­säu­le
Libra­ry books, 15 x 450 x 350 cm, len­ding slips on ven­ti­la­ti­on column
Rechts im Bild Arbeit von Wil­helm Klot­zek.
On the right work of Wil­helm Klotzek. 

Instal­la­ti­on von Büchern zum Begriff/Thema “Leben”, aus­ge­lie­hen von
ver­schie­de­nen Nut­zern der Biblio­thek der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät.
Instal­la­ti­on of books on the topic ‘life’, bor­ro­wed from dif­fe­rent users
of the libra­ry of the Hum­boldt-Uni­ver­si­ty Berlin.

PEN­TI­MEN­TI, Klei­ne Hum­boldt Gale­rie Ber­lin
Kura­tiert von Gre­gor Quack und Max Seemann

„Biblio­te­ca vita­le, 2011“ weiterlesen

Pen­ti­men­ti, Klei­ne Hum­boldt­ga­le­rie, Berlin


Albert Coers
, Kasia Fuda­kow­ski, Flo­ri­an Gold­mann, Hadley+Maxwell,
Wil­helm Klot­zek
, Oli­ver Laric, Chris­ti­an Schellenberger

Kura­tiert von Gre­gor Quack und Max Seemann

Klei­ne Hum­boldt Gale­rie Berlin
Licht­hof des Haupt­ge­bäu­des der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät zu Berlin
Unter den Lin­den 6
2. Eröff­nung am 14. Novem­ber 2011, 19–22 Uhr
Aus­stel­lungs­dau­er bis 18. Novem­ber 2011

Depo­si­to nazionale

Depo­si­to nazionale
2011
200 x 350 x 35 cm
Bücher aus dem Depot des Baye­ri­schen Natio­nal­mu­se­ums München
Instal­la­ti­ons­an­sicht Aus­stel­lung Kunst­rausch, BNM Mün­chen

Kunst­rausch

11. RischArt_Projekt 2011
Aus­stel­lung im Baye­ri­schen Natio­nal­mu­se­um, West­flü­gel, Prinz­re­gen­ten­str.  3, 80538 München
Eröff­nung: Diens­tag 11.10. 2011, 19 h
Dau­er: 11. — 30.10.2011

Teil­neh­men­de Künstler:

Felix Bur­ger, Albert Coers, Ina Ett­lin­ger, Ulrich Görtz, Nico­la Han­ke, Frank Her­zog, Rai­ner Kiel, Bea­te Pas­sow, Die­ter Roth/Richard Hamil­ton, Ange­la Schil­ling, Ste­pha­nie Sen­ge, Wolf­gang Steh­le, Susan­ne Thie­mann, Vero­ni­ka Veit, Ivo Weber, Wiedemann/Mettler, Ste­fan Wisch­new­s­ki, Mar­tin Wöhrl.

mehr Infor­ma­tio­nen auf der Sei­te von Rischart …

Leih­wei­se, Arto­thek Mün­chen, 2011

17. 06 — 23.7.2011

Jova­na Ban­jac & Marc Roh­we­der, Sabi­ne Berr, A.T.Birkenholz, Micha­el von Bren­ta­no, Helen Britton, Lena Brö­cker, Albert Coers, Depart­ment für öffent­li­che Erschei­nun­gen, Ste­fan Eber­stadt & Her­bert Nau­de­rer, Lucia Fal­co­ni, Wolf­gang Flad, Ste­fa­no Giuria­ti, Phil­ipp Guff­ler, Ant­je Hane­beck, Paul Huf, Moni­ka Humm, Endy Hup­pe­rich, Eri­ka Krau­se, Andre­as Lang, Frank Mai­er, Vin­cent Mit­zev, Ji In Park, Chris­toph Scheu­er­ecker, Aki­ko Tomi­ka­wa, Frie­de­ri­ke War­ne­ke, Ste­fan Wisch­new­s­ki.

“Leih­wei­se” — unter die­sem Titel prä­sen­tiert die Arto­thek (Kunst­ver­leih und Aus­stel­lungs­raum der Stadt Mün­chen) die Neu­erwer­bun­gen von 2011.

Arto­thek Mün­chen, Rosen­tal 16

mehr auf den Sei­ten der Arto­thek München

Buch: I SOLI­TI TITOLI

Im Ker­ber Ver­lag ist im März 2011 eine neue Publi­ka­ti­on von Albert Coers erschie­nen, die einen Über­blick über sei­ne Arbei­ten von 2008–2011 gibt.
Mehr auf der  Sei­te des Ker­ber Verlags

I SOLI­TI TITOLI
17 x 24 cm, 80 Sei­ten, 56 far­bi­ge und 14 s/w Abbil­dun­gen, Hard­co­ver, Deutsch/Englisch
Tex­te: Wolf­gang Ull­rich, Dia­na Ebs­ter, Astrid May­er­le, Ger­hard Schebler
Gestal­tung: Albert Coers
21,90 €
ISBN: 978–3‑86678–339‑7

Ker­ber Books has published a new book by Albert Coers, pro­vi­ding an over­view of his works from 2008–2010.
I SOLI­TI TITOLI
6,69  x  9,45 inch, 80 pp., 56 fig. colour, 14 b/w, hard­co­ver, German-English.
Texts: Wolf­gang Ull­rich, Dia­na Ebs­ter, Astrid May­er­le, Ger­hard Schebler

Design: Albert Coers

vis-à-vis, Gale­rie Bezirk Ober­bay­ern, 2011

Mit raum­be­zo­ge­nen Instal­la­tio­nen bespie­len Albert Coers und Katha­ri­na Weis­häupl die Gale­rie Bezirk Ober­bay­ern und neh­men dabei auch ihr Gegen­über in den Blick – als wich­ti­gen archi­tek­to­ni­schen und insti­tu­tio­nel­len Bezugs­punkt das gegen­über­lie­gen­de Haus der Kunst und als Akteu­re einer Dop­pel­aus­stel­lung das Werk des Ande­ren – daher auch der Aus­stel­lungs­ti­tel „vis-á-vis“.

In einer spie­le­ri­schen Inter­ven­ti­on von Albert Coers strahlt eine Büro-Schreib­tisch­lam­pe aus dem Besitz des Bezirks (der auch eine Ver­wal­tungs­ein­heit ist) auf aus­ge­lie­he­ne Biblio­theks­bü­cher, denen gemein­sam das The­ma Archi­tek­tur ist, und wirft die tem­pel­ar­ti­ge Fas­sa­de des Haus der Kunst als Schat­ten an die Wand (L’innocenza del dive­ni­re (Unschuld des Wer­dens), 2011.

Bezug auf Archi­tek­tur und die mar­kan­ten Pfei­ler im Raum nimmt wei­ter die Serie Müde Bücher, prä­sen­tiert auf Sockeln. Sie waren Teil einer Buch­ar­chi­tek­tur, auf­ein­an­der gesetzt und durch den phy­si­schen Druck gebo­gen, „müde“ gewor­den. (Müde Bücher, 2009–2011). Die vor­her­ge­hen­de Instal­la­ti­on I SOLI­TI TITO­LI ist in einem Video zu sehen, das durch die Bücher­instal­la­ti­on hin­durch gefilmt wur­de und so Buch­ti­tel und den Außen­raum asso­zia­tiv ver­bin­det (Kamera/Montage: Josef May­er­ho­fer). Der Moni­tor ist auf Heiz­kör­pern am Fens­ter posi­tio­niert, stellt so eine Ver­bin­dung zum Außen­raum und zur ursprüng­li­chen Aus­stel­lungs­si­tua­ti­on in einem Fens­ter her.
Archi­tek­tur­mo­ti­ve fin­den sich auch unter den Frot­ta­gen von Buch­co­vern, die Coers auf einer Stell­wand zeigt, wie eine Archi­vie­rung der abwe­sen­den Bücher, die Titel, Cover­ab­bil­dun­gen und umge­ben­den Raum asso­zia­tiv in Bezie­hung setzt (I TITO­LI SOLI, 2009–2011).

L’innocenza del dive­ni­re  (2011)
Roll­wa­gen, Schreib­tisch­lam­pe (Bezirk Ober­bay­ern), Biblio­theks­bü­cher aus der Stadt­bi­blio­thek Mün­chen zum The­ma Archi­tek­tur, Projektion

Müde Bücher (2009–2011)
8 Bücher aus der Instal­la­ti­on I SOLI­TI TITO­LI (2009); Sockel

I SOLI­TI TITO­LI (2009–2011)
Video, 6 min. Kamera/Montage: Josef May­er­ho­fer

I TITO­LI SOLI (2009–2011)
10 Frot­ta­gen von Buch­ti­teln, Blei­stift auf Papier, 21 x 29,7 cm, gerahmt

Eröff­nung 16.3. 2011 18 h
Aus­stel­lungs­dau­er: 17.3.–20.5.2011
Gale­rie Bezirk Ober­bay­ern, gegen­über Haus der Kunst, Prinz­re­gen­ten­str. 14 , München

Zur Aus­stel­lung erscheint der Kata­log Albert Coers: I SOLI­TI TITOLI. 
published on this occa­si­on: Albert Coers: I SOLI­TI TITOLI. 
wei­te­re Infos fur­ther information 

Rega­lo — pre­mio, Stif­tung Kunstfonds

Albert Coers ist einer der Jah­res­sti­pen­dia­ten der Stif­tung Kunst­fonds 2011.

“Um eine För­de­rung hat­ten sich 1343 Künst­le­rIn­nen bewor­ben, davon über 1000 für ein Sti­pen­di­um. Die Jury – Bar­ba­ra Auer, Moni­ka Bar­tho­lo­mé, Tat­ja­na Doll, Doro­thea Fri­go, Chris­toph Girar­det, Wer­ner Hay­pe­ter, Tho­mas Huber, Gise­la Klein­lein, Chris­ti­an Lethert, Ros­wi­tha Pape, Tho­mas Rent­meis­ter, Jörg Sas­se, Sabi­ne Schmidt, Det­lef Schwei­ger und Chris­ti­na Végh – ent­schied nach mehr­tä­gi­gen inten­si­ven Bera­tun­gen und setz­te den Schwer­punkt auf die Sti­pen­di­en, um ins­be­son­de­re die freie künst­le­ri­sche Arbeit zu fördern.”

Die Ver­ga­be fand am 5. Febru­ar statt …

nähe­res auf der Sei­te der Stif­tung Kunstfonds 

no com­ment, 2010, Berlin

no com­ment
2010

Filz­stift auf Papier Mar­ker on paper je 29,7 x 21 cm
Gotz­kow­sky­stra­ße, Berlin

Grammars, 2010

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Grammars
2010

Frot­ta­gen von Gram­ma­ti­ken aus dem Zen­trum für Lite­ra­tur- und Kul­tur­for­schung Ber­lin, 29,7 x 21 cm,  gerahmt.
Rub­bi