Stra­ßen Namen Zei­chen (I), Kunst-Insel am Len­bach­platz

Stra­ßen Namen Zei­chen (I) — Sta­chus, 2018, Druck auf PVC, 5 x 5 m
Albert Coers König, Kunst-Insel am Lenbachplatz
Stra­ßen Namen Zei­chen (I) — König, 2018, Druck auf PVC, 5 x 5 m, 2018

Auf dem gro­ßen Dis­play der Kunst-Insel am Len­bach­platz sind zwei Gebär­den­sprach­zei­chen gezeigt, die sich auf den Stand­ort bezie­hen und in ihrer Ver­wen­dung spe­zi­fisch lokal sind, dar­ge­stellt von Münch­ner Gehör­lo­sen: Nach Süden „Sta­chus“, nach Nor­den „König“, für den „Königs­platz“, der in die­ser Rich­tung liegt. Ein­mal ist ein Platz umschlos­sen, ein Zen­trum dar­ge­stellt, das ande­re Mal eine Kro­ne. Die­se Gebär­de für „König“ kann auch für die Stadt „Mün­chen“ ins­ge­samt ste­hen. Die Zei­chen ergän­zen sich wech­sel­sei­tig: „Mün­chen“ als Orts­an­ga­be zu „Sta­chus“; was all­ge­mei­ner „Platz, Markt“ bedeu­ten kann, als Ergän­zung zu „König“.

Rich­tungs­pfei­le auf den Fotos deu­ten die Bewe­gung der Hän­de an, rücken sie in die Nähe von Pik­to­gram­men und Ver­kehrs­zei­chen. Die Laut­bil­der der Lip­pen ste­hen für den akus­ti­schen Kanal der simul­ta­nen Mit­tei­lung. Die Ver­wen­dung des Codes dient nicht pri­mär einer direk­ten kom­mu­ni­ka­ti­ven Absicht, son­dern ist als künst­le­risch-zweck­freie Ein­la­dung zu ver­ste­hen, über die Bedeu­tung und Ent­ste­hung von Sprach­zei­chen und Namen zu reflek­tie­ren, sich hin­ein­zu­den­ken in die Welt der Gebär­den­spra­che.

Eine jün­ge­re, aktu­ell von vie­len Spre­chern ver­wen­de­te Ver­si­on von „Karls­platz (Sta­chus)“ hebt auf den dor­ti­gen Brun­nen und sei­ne bogen­för­mi­gen Was­ser­strah­len ab. Dass es unter­schied­li­che Ver­sio­nen gibt, die ein­an­der ablö­sen, zeigt die Leben­dig­keit der Gebär­den­spra­che.

22.3 — 10.5.2018. Wei­te­re Über­set­zun­gen von Stra­ßen­na­men sind auf mobi­len Auf­stel­lern vom 11. — 24. 4. auf dem Celi­bi­da­chefo­rum vor dem Gas­teig und dann bis Juni im Stadt­raum zu fin­den.

In Zusam­men­ar­beit mit dem Gehör­lo­sen­ver­band Mün­chen und Umland e.V., mit Unter­stüt­zung des Kul­tur­re­fe­rats der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen, Kunst im öffent­li­chen Raum.

Two signs in sign lan­guage refer to the loca­ti­on, are spe­ci­fi­cal­ly local in their use and are depic­ted by the deaf peop­le of Munich: “Karlsplatz/Stachus” towards the south, “King”, for “Königs­platz” (King’s Squa­re), which is in a nort­her­ly direc­tion.
First­ly, a squa­re is enc­lo­sed repre­sen­ting a cent­re; second­ly, a crown is depic­ted. This sign for “King” could also stand for the City of “Munich” in gene­ral. The direc­tion arrows on the pho­tos signi­fy the move­ment of hands as they move clo­ser to pic­to­grams and traf­fic signs. The pic­tures are part of a lar­ger pro­ject, an invi­ta­ti­on to reflect on the mea­ning and crea­ti­on of signs and names and to del­ve into the world of sign lan­guage.

A more recent ver­si­on of „Karlsplatz/Stachus“ depicts the foun­tain and its arched water-jets, and is used­by many spea­kers today. The fact that dif­fe­rent ver­si­ons exist, and each one repla­ces the last, high­lights the vibran­cy of sign lan­guage.

In col­la­bo­ra­ti­on with the Munich Asso­cia­ti­on of the Deaf, 
with sup­port of the Public Art pro­gramm of the city of Munich.

2 Antworten auf „Stra­ßen Namen Zei­chen (I), Kunst-Insel am Len­bach­platz“

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