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Straßen Namen Leuchten – ein Denkmal für die Familie Mann

Visualisierung des Entwurfs, 2018

(for English version please scroll down)

Albert Coers hat einen geladenen Kunstwettbewerb des Kulturreferats München für ein Denkmal im öffentlichen Raum für die Familie des Schriftstellers Thomas Mann  gewonnen. Der Stadtrat hat am 10.4.2019 beschlossen, seinen Entwurf  „Straßen Namen Leuchten“ zu realisieren. Der Standort ist im Zentrum der Stadt, am Salvatorplatz, direkt am Literaturhaus München gelegen.

Das Denkmal besteht aus einem Arrangement von ca. 15 Straßenleuchten und  Schildern mit Straßennamen. Die Leuchten stammen aus Orten, die von der Lebens- und Exilgeschichte der Familie zeugen. Die Straßenschilder verweisen auf Straßen und Plätze, die nach Mitgliedern der Familie Mann benannt sind. Die Wirkungsstätten und Stationen von Thomas Mann, seiner Frau Katia und ihren Kindern Klaus, Erika, Golo, Elisabeth, Michael und Monika finden hier zusammen, unter Verwendung von bestehenden Elementen des öffentlichen Raumes.

Leuchten und Schilder aus München, aber auch aus u.a. Los Angeles, Nida, São Paulo, Rom und Zürich, werden in Anlehnung an ihre geographische Lage auf dem Salvatorplatz arrangiert. Der Entwurf widmet sich sowohl den biographischen Stationen der Familienmitglieder als auch deren Rezeption in der Gedenkkultur durch Straßenbenennungen oder Erinnerungsstätten. ln Schildern und Leuchten spiegelt sich die Internationalität der Familie Mann, mit Lebens- und Wirkungsorten in Europa, den USA und Südamerika. Sie sind Ausdruck ihrer weltweiten literarischen Ausstrahlung und Bedeutung. Die Assoziation der Leuchte verweist auch auf die Strahlkraft von Leben und Werk der Manns, in literarischer, aber auch politischer und gesellschaftlicher Hinsicht.

Der Salvatorplatz mit dem Literaturhaus erhält neben der Arbeit „Oskar-Maria“ von Jenny Holzer (1997) eine zweite künstlerische Auseinandersetzung mit dem literarischen Erbe Münchens.
(Text nach der Begründung der Jury)

Mit der Fertigstellung des Denkmals ist voraussichtlich 2021 zu rechnen.

Entwurf zum Download

Weitere Infos und Blog: strassen-namen-leuchten.de

Monument to the family of Thomas Mann

Albert Coers has won an invited art competition of the City of Munich, Department of Arts and Culture, for a monument to the writers family of Nobel price winner Thomas Mann. On April 10th 2019, the City Council approved to realize his concept “Street Names Lights”. The site for the monument is located in the very center of Munich, directly at The Literaturhaus Munich.

The artwork consists of an arrangement of about 15 street lights and street signs named after members of the family. The lights come from places that bear witness to the family’s history of life and exile. The street signs refer to streets and squares named after members of the Mann family. The places of work and stations of Thomas Mann, his wife Katia and their children Klaus, Erika, Golo, Elisabeth, Michael and Monika come together here, using existing elements of public space.

Lights and signs from Munich, but also from Los Angeles, Nida, São Paulo, Rome and Zurich, among others, are arranged according to their geographical location on Salvatorplatz. The design is dedicated both to the biographical stations of the family members and to their reception in the culture of remembrance through street names or memorial sites. Signs and lamps reflect the internationality of the Mann family, with places of life and activity in Europe, the USA and South America. They point out their worldwide literary charisma and significance. The association of the luminary also refers to the radiance of the life and work of the Mann family, in literary, but also political and social terms. Addressed are aspects of locality, emigration, mobility and frequent change of location, as well as cross-border cosmopolitanism, for which the family can be regarded as a forerunner.

The Salvatorplatz with The Literaturhaus receives a second artistic exploration of Munich’s literary heritage in addition to the work “Oskar-Maria” by Jenny Holzer (1997). (Text after the jury’s statement)

Download concept in English

More Infos and Blog: strassen-namen-leuchten.de

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Domestic Space | Domagk Edition, zweigstelle Berlin

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A. Coers: Kapuziner, aus der Serie Strassen Namen Zeichen, 2018

Anja Behrens, Christian Buchloh, Silvia Cardini, Albert Coers, Claudia Desgranges, Isabelle Dyckerhoff, Florian Ecker, Zita Habarta, Mark Harrington, Reiner Heidorn, Thomas Hellinger, Irene Hoppenberg, Monika Huber, Inge Jakobsen, Jürgen Kellig, Regina Kochs, Natasha Küderli, Elvira Lantenhammer, Javis Lauva, Florian Lechner, Carolin Leyck, Marcus Lichtmannegger, A. Paola Neumann, Ursula Oberhauser, Jürgen Paas, Marc Peschke, Jakob Roepke, Vera Rothamel, Gabriele Schade-Hasenberg, Kirk Sora, Angela Stauber, Antje Sträter, Don Voisine, Alessia von Mallinckrodt, Maria Wallenstål-Schoenberg, Thomas Weil, Tobias Zaft, Katrin Zeise

Eröffnung: Samstag, 17. November 2018 um 19 Uhr.
Ausstellungsdauer: 18.11. bis 25.11.2018
Öffnungszeiten: Mi/Do/Fr/Sa/So 14-18 Uhr
Ort: DomagkAteliers, Halle 50, Margarete Schütte-Lihotzky Str. 30, D-80807 München

zweigstelle.berlin

Wahlen/Wachstum

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 Wahlen, 2009-2018, Abgepauste Wahlslogans, Bleistift auf Backpapier

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kunsthaus-raab-vitrine-IMG_9668Wachstum, 2009/18, Doku von Aktion: Fotos, Brief, Sprühdose, Schablone (Remake 2018)

Beim Bundestagswahlkampf 2009 fielen Coers Plakate auf, die mit dem Begriff ‚Wachstum’ warben. Dies schien fragwürdig, angesichts der auch negativen Auswirkungen, etwa der Umweltbelastung. Coers pauste das Wort ‚Wachstum’ auf Backpapier, übertrug es auf eine Schablone und sprühte es mehrfach auf Wahlkampfplakate. Durch die Vervielfältigung des Begriffs sollte dieser anschaulich gemacht und ad absurdum geführt werden.  Beim Anbringen der Schriftzüge wurde er  beobachtet und wegen Sachbeschädigung angezeigt. Das Verfahren wurde nach einigen Monaten eingestellt.

Weitere Ausschnitte aus Wahlkampfslogans kopierte Coers 2017 und 2018. Das Abdecken und Abpausen war ein performativer Akt, der teils für Irritation sorgte, dabei völlig legal war. Isoliert von ihrem Zusammenhang und auf Umrisslinien reduziert, wirken die Schriftzüge neutral-dokumentarisch. Sie zeigen, welche Begriffe wichtig waren, rufen vielleicht Erinnerungen auf. Sie widersprechen sich zum Teil, ergeben aber auch neue Verbindungen.

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Ausstellung Schmankerl, Kunsthaus Raab, München

Claudia Barcheri, Jutta Burkhardt, Albert Coers, Tabea Elend,
Jonah Gebka, Christian Hartard, Hannes Heinrich, François Huber,
Agnes Jänsch, Heike Jobst, Bruno Kuhlmann, Alfred Kurz,
Annabell Lachner, Aylin Neuhofer, Paulina Nolte, Jonathan Penca,
Mako Sangmongkhon, Wolfgang Stehle, Günter Wangerin

Eröffnung
Samstag 6.10. 14-20 Uhr
Sonntag 7.10. 12-19 Uhr

Donnersbergerstraße 15, 80634 München
Freitag  13 – 19 Uhr,  Donnerstag Führung um 18 Uhr
www.kunsthausraab.de