Albert Coers: Eng­lisch-Wör­ter. 1990/2020

Eng­lish

2020 fand Albert Coers ein 30 Jah­re altes Voka­bel­heft aus sei­nem Eng­lisch­un­ter­richt wie­der. Es erschien so inter­es­sant, dass er es foto­gra­fier­te und jetzt als Künst­ler­buch vorlegt.

Die Wör­ter, links eng­lisch, rechts deutsch, las­sen in ihrer Abfol­ge The­men erah­nen, Wort­fel­der, Geschich­ten. Sie fügen sich asso­zia­tiv anein­an­der und erge­ben dada­is­tisch anmu­ten­de Ver­bin­dun­gen, z.B. „dream“, „tree“, „head“ oder „dial“, „tooth­pas­te“, „hand­so­me“. Die The­men sind von erstaun­li­cher Aktua­li­tät, was die Gegen­wart der USA 2020/21 angeht: auf der ers­ten Sei­te „pre­si­dent“, auf der letz­ten „civil rights“ und „tri­al“ – sie­he der Wahl­kampf zwi­schen Trump und Biden.

Die Far­ben des Hef­tes las­sen sich eben­falls mit der USA und ihrer poli­ti­schen Sym­bo­lik in Ver­bin­dung brin­gen: Das Blau des Ein­bands kann als Ver­weis auf die Demo­kra­ten gele­sen wer­den; blau ist auch die Tin­te. Rot ist der Titel „Eng­lisch-Wör­ter“ geschrie­ben, wei­ter hin­ten eine gro­tesk anmu­ten­de Zeich­nung gekrit­zelt, auf wei­ßem Grund, so dass sich die Far­ben der USA ergeben.

Im Rück­blick ist es erstaun­lich, was man als Schü­ler damals alles nicht wuss­te und auf­schrei­ben muss­te: Dass „oce­an“ „Oze­an“ heißt, „fol­low“ „fol­gen“? 2020 kaum zu glau­ben, wo Eng­lisch für vie­le zur selbst­ver­ständ­li­chen Zweit­spra­che gewor­den ist. Somit ist das Heft auch eine Refle­xi­on über Spra­che und Sprachbiographien.

Das Heft ist in Ori­gi­nal­grö­ße, aber nicht als Fak­si­mi­le repro­du­ziert, als foto­gra­fier­tes Objekt mit einem deut­li­chen Rand. Kan­ten und Schat­ten sind so mit abge­bil­det und die Mate­ria­li­tät, aber auch der Cha­rak­ter des Hef­tes als Repro­duk­ti­on betont. Auf dem Cover sind die Hän­de von Coers zu sehen, die das Objekt halten.

2020, 64 Sei­ten, 14,8 x 21 cm, Deutsch/Englisch, gehef­tet
Auf­la­ge: 250 Ex.
Salon Ver­lag Köln
ISBN 978–3‑89770–551‑7

Albert Coers: Eng­lisch-Wör­ter [Eng­lish words]. 1990/2020

In 2020 Albert Coers found a 30-year-old exer­cise book from his Eng­lish les­sons. This book­let see­med so inte­res­ting that he pho­to­gra­phed it and now pres­ents it as an artist’s book.

The words, Eng­lish on the left, Ger­man on the right, and their sequence give us a sen­se of the the­mes, word fiel­ds and sto­ries. They join tog­e­ther asso­cia­tively and result in Dada­istic-loo­king con­nec­tions, e.g. „dream“, „tree“, „head“ or „dial“, „tooth­pas­te“, „hand­so­me“. The words are of asto­nis­hing topi­ca­li­ty as far as the pre­sent of the USA 2020/21 is con­cer­ned: on the first page “pre­si­dent”, on the last page “civil rights” and “tri­al” – see the elec­tion cam­pai­gn bet­ween Trump and Biden.

The colors of the book­let can also be asso­cia­ted with the USA and its poli­ti­cal sym­bo­lism: The blue of the cover can be read as a refe­rence to the Demo­crats; blue is also the ink. The tit­le “Eng­lish words” is writ­ten in red, and fur­ther back a gro­tes­que drawing is scribbled on a white back­ground, giving the colors of the USA.

Loo­king back, it is asto­nis­hing what one did’nt know at that time and had to wri­te down: That “oce­an” means in Ger­man “Oze­an”, “fol­low” “fol­gen”? This is hard to belie­ve in 2020, whe­re Eng­lish has beco­me a natu­ral second lan­guage for many peop­le. Thus the book­let is also a reflec­tion on lan­guage and lan­guage biographies.

The book­let is in ori­gi­nal size, but not repro­du­ced as a facsi­mi­le, as a pho­to­gra­phed object with a clear mar­gin. Edges and shadows are thus also repro­du­ced and the mate­ria­li­ty, but also the cha­rac­ter of the book­let as a repro­duc­tion is empha­sis­ed. The cover shows the hands of Coers hol­ding the object.

2020, 64 pages, 14.8 x 21 cm, German/English, stit­ched
Limi­ted edi­ti­on of 250 copies
Salon Ver­lag Colo­gne
ISBN 978–3‑89770–551‑7