Jour­nal 8.6.26 — Bücher kom­men — als Skulptur

Manch­mal gehen die Din­ge auch von selbst: Als ich mich nach­mit­tags etwas aus­stre­cke auf dem Bett und ein­schla­fe, klin­gelt das Tele­fon. Ein Spe­di­teur kün­digt an, er habe eine Palet­te Bücher für mich. Das ist die Publi­ka­ti­on zum Denk­mal für die Fami­lie Mann. End­lich – und sehr güns­tig, dass es heu­te Nach­mit­tag pas­siert, wo ich zu Hau­se bin und Zeit habe.

Und so kommt eine archi­tek­to­ni­sche Buch­skulp­tur an: der Kubus aus Schach­teln hat unten einen Sockel, die Palet­te, ist oben mit einem Holz­rah­men abge­deckt, der zum Dach wird, oben ist noch eine Schach­tel plat­ziert, das Gan­ze in Folie ein­ge­wi­ckelt, die sich eben­falls dach­ar­tig schüt­zend über den Block spannt.

Dann das Auf­schnei­den, Aus­pa­cken, ins-Haus-Tra­gen, auf Trans­port­rol­len ver­la­den …Die Schach­tel­tür­me auf den Rol­len wie­der­um eine Skulp­tur.

Mit dem Druck bin ich sehr zufrie­den. Da haben Sabi­ne Bret­schnei­der und v.a. Andre­as Ull­rich noch eini­ges raus­ge­holt. Beim Andruck sah das ja gar nicht gut aus, alles zuge­sup­pt, zu dun­kel, Details wie Archi­tek­tur des Lite­ra­tur­hau­ses im Hin­ter­grund der Leuch­ten oder die Pal­men in Los Ange­les waren kaum zu erken­nen. Der Umfang ist mit 288 S. üppig, was dem Gan­zen etwas Block­haf­tes ver­leiht. Aber so ähn­lich hat­te ich es mir auch vorgestellt.

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