MERI­AN (A-) B. C., 2026

Wand­in­stal­la­ti­on, Rei­se­ma­ga­zin Meri­an, gesam­melt und beschrif­tet vom Vater von A. Coers, 128 Stück, je 27 x 19 cm
WOr­te — Albert Coers, Fla­vio Cury, Gün­ter Nosch, Gale­rie Markt Bruck­mühl, 2026

In Meri­an (A-). (2021–2026) zeigt Coers Exem­pla­re der Rei­se­zeit­schrift „Meri­an“ aus den 1950–80er Jah­ren, gesam­melt von sei­nem Vater, der auf die Lese­kreis-Ein­bän­de die Namen von Städ­ten, Län­dern und Regio­nen schrieb, an denen der Samm­ler in den sel­tens­ten Fäl­len war. Vie­le Orte tau­chen mehr­fach auf.
Die Namen beka­men 2020/21 vor dem Hin­ter­grund durch die Pan­de­mie ein­ge­schränk­ten Rei­sens neue Anzie­hungs­kraft, 2026 erschei­nen sie im aktu­el­len geo­po­li­ti­schem Kon­text wie­der anders. Die Hef­te sind an der Wand grup­piert, erin­nern an Kon­ti­nen­te, Insel­grup­pen, Land­kar­ten. Sie sind alpha­be­tisch ange­ord­net, wobei die­se Sys­te­ma­tik immer wie­der durch die räum­li­che Anord­nung gebro­chen wird.
Die­se Namen von Län­dern aus einem schein­bar pri­va­tem kor­re­spon­die­ren asso­zia­tiv mit der Sound-Arbeit von Fla­vio Cury, bei denen Län­der und Jah­res­zah­len zu hören sind – in einem ande­ren, poli­ti­schen Zusammenhang.

In Meri­an (A-). (2021–2026), Coers dis­plays issues of the tra­vel maga­zi­ne *Meri­an* from the 1950s through the 1980s, coll­ec­ted by his father, who wro­te the names of cities, count­ries, and regi­ons on the book club bindings—places the coll­ec­tor had rare­ly, if ever, visi­ted. Many places appear more than once. In 2020–21, against the back­drop of tra­vel rest­ric­tions due to the pan­de­mic, the­se names took on new appeal; by 2026, they will appear dif­fer­ent­ly again in the cur­rent geo­po­li­ti­cal con­text. The maga­zi­nes are grou­ped on the wall, evo­king con­ti­nents, archi­pe­la­gos, and maps. They are arran­ged alpha­be­ti­cal­ly, though this sys­tem is repea­ted­ly dis­rupt­ed by their spa­ti­al arrangement.

The­se coun­try names from a see­mingly pri­va­te coll­ec­tion reso­na­te asso­cia­tively with Fla­vio Cury’s sound work, in which coun­try names and years can be heard—in a dif­fe­rent, poli­ti­cal context.

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