1 – 2 Mai 26, 16–20:00
KHBstudios
Nazarethkirchstr. 42, Berlin Wedding
Journal, 15.1.–18.1.26 Begegnungen, Archive, Musterexemplar
15.1., Donnerstag
Abends zum Künstlergespräch mit Ingo Gerken in der Galerie Kuckei und Kuckei. In der U‑Bahn auf dem Weg dorthin bin ich so mit Instagram beschäftigt – oder etwas anderem, dass ich das Aussteigen in der Weinmeisterstr. verpasse und zu weit fahre – bis zum Alexanderplatz. Steige in die U‑Bahn in der Gegenrichtung – und treffe dort Peter Gregorio – den ich letztes Jahr in New York gesehen hatte! Was für ein Zufall! Ich liebe solche Begegnungen — das sind Highlights , die zeigen, dass die Welt zwar groß ist, aber es doch so viele Verknüpfungen, so viele Fäden gibt, dass hin und wieder eine davon bei Bewegung im Raum berührt wird.
Peter ist auch zu einer Eröffnung unterwegs, bei Eigen Art, unterwegs mit Jan Kage. Wir unterhalten uns weiter auf dem Weg, bis wir in verschiedene Richtungen abbiegen. Er erzählt mir von einer weiteren Eröffnung im „Schaufenster“ in Kreuzberg, von der ich auch schon gehört hatte, und wo er mit ausstellt, leider nicht mehr. Dort aber Peter Gregorios Namensvetter Peter Dobroschke und andere.
Das Gespräch mit Ingo Gerken: Er lässt sich Zeit bei den Antworten, macht Pausen, wird dann mit der Zeit flüssiger, man kann ihm beim Denken zusehen. Gut zu sehen, dass er noch nicht in Antwortroutinen steckt, auch wenn er seine Konzepte schon lange verfolgt. Über 200 Bibliosculptures gibt es inzwischen immerhin! Auf diese Ideen bin ich fast neidisch.
P.S. Als ich diese Notizen wiederlese, kommen sie mir ziemlich langweilig vor. Ging dort und dort hin, traf den und den … Da müsste mehr Reflexion hinein, Verbindung, Begründung, warum man das jetzt aufschreibt …
16.1., Freitag
Abends ins Lichtblick-Kino, Magazinvorstellung (eigentlich ein Buch) zum Thema „Post-Truth“. Beiträge stammen von Adreas Lang, dessen dokumentarische Foto- und Filmarbeiten mir gut gefallen. Eine Brücke, Sturm zieht auf, einfach draufgehalten. Dann von Andreas Koch, der animierte Filme zeigt, mit Wahrnehmung spielt; einer dänischen Künstlerin, dann, als Stargast gewissermaßen, Boris Eldagsen. Theoretisch ist er versiert, technisch brillant, keine Frage, keiner versteht die Mechanismen von AI so gut, kann so mit Prompts, verschiedenen Bildgeneratoren und Datenbanken umgehen. Die Arbeiten, die er zeigt, finde ich allerdings größtenteils furchtbar. Dieser Holocaust-NS-Porn, von ihm auch noch als solcher bezeichnet. Dieses Super-Ironische, über allem Stehende. Ich weiß nicht. Da hilft es auch nicht viel, dass er seine persönliche Verbindung zum NS-Thema über seinen Vater herstellt, der Weltkriegsteilnehmer war, und über die gefundenen Photoabzüge vom Dachboden. Dagegen die (bild)theoretischen Unterscheidungen zwischen Photographie und „Promtographie“ – das ist schon sehr gut.
17.1., Samstag
Einladung von Angelika Stepken, ihren Geburtstag nachzufeiern, im „Schleusenkrug“, nähe Bahnhof Zoo. E. hatte sie in Florenz als Direktorin der Villa Romana kennengelernt und u.a. das Projekt „Unmapping the Renaissance“ mit ihr gemacht; ich kam damals auch in die Villa Romana. Gebe ihr einen der Kataloge “RE:VISION” vom Kunstverein Tiergarten – und sie weiß gleich Bescheid über den Vorgang; die Gestaltung des Einbandes erinnert sie an den Band, den sie zum Jubiläum der Villa Romana gemacht hatte.
Gäste aus der Kunst- und Kulturszene Berlins, viele ehemalige Stipendiaten der Villa Romana, auch Villa Massimo. Lerne kennen und unterhalte mich ganz gut mit Nina Fischer und Maroan el Sani, Erich Göngrich, Veit Stratmann, Christoph Keller.
18.1. Sonntag
In der Akademie der Künste, letzter Tag der Ausstellung „out of the box“, in der die Akademie ihr eigenes Archiv in den Mittelpunkt stellt, mit künstlerischen Interventionen, u.a. von Ingo Gerken, der auch selbst anwesend ist. Die Malerrolle, die zu einer Litfasssäule wird, auf einem Foto von Klaus Staeck – das ist schon sehr gut. E. verabschiedet sich, fährt weiter.
Mit Ingo dann noch zu einer anderen Ausstellung, in der Lindenstraße, den Räumen neben der Galerie Nordenhake, zum Thema Sport, „Riskier alles“. Treffe dort Stefan Alber.
Wieder zurück in die Akademie der Künste. Dort Knut Ebeling – der mich auf das Echo zum Denkmal anspricht, und meint, die Arbeit werde ja heiß diskutiert – was aber im Prinzip gut sei. Der Besuch im Archiv auch insofern interessant, als die Gründungsgeschichte gleich mit dem Nachlass von Heinrich Mann beginnt; was den Berlin-Bezug von Heinrich ganz klar unterstreicht und auch plausibel macht, dass er beim Denkmal in München nicht auftaucht.
Gehe nochmal beim Container in der Turmstraße neben dem Kunstverein vorbei, wo die Exemplare von RE:VISION „lagern“. Ziehe 9 Exemplare heraus und verstaue sie in Tasche und Rucksack – viel mehr geht nicht. Im Café Arema, das an der Birkenstraße auf der Linie der U‑9 Richtung Osloer liegt, lasse ich zwei Exemplare im Regal, bei anderen Büchern.
Anfrage vom einBuch.haus wegen einer Teilnahme an der Ausstellung der Library of Artistic Print Demand mit MUSTEREXEMPLAR. Gleich setze ich mich hin und bestelle weitere Exemplare, die ich dann an das einBuch.haus schicken lasse. Andreas Bülhoff ist ganz angetan von der Idee. Richtiger Print on Demand!
Welt, 2016 @PANORAMA, 2025
13.–14.9.25 — Journal- Open Studios — Uferhallen
Für den Neuen Berliner Kunstverein habe ich Führungen durch die Ateliers der Uferhallen Berlin gemacht. Ohne selbst ein Atelier dort zu haben, bin ich mit mehreren Künstlern befreundet und Mitglied im Uferhallen e.V. , dem Verein, der sich als Interessenvertretung nach dem Verkauf des Geländes gründete. Die Tage der Offenen Ateliers dienen auch dazu, die Sichtbarkeit der Ateliers und der Menschen, die dort arbeiten, zu verstärken.
„13.–14.9.25 — Journal- Open Studios — Uferhallen“ weiterlesenBlätter (KVT), 2025






Blätter (KVT), 2025; Unterlagen aus dem Büro des Kunstverein Tiergarten, A4, Vase
Artministration Teil 1 Abs. (4): „Kunst und Bürokratie“
BKF — Büro für kuratorische Forschung c/o Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten
Die Gelben Seiten, Berlin
Albert Coers: ab hier, 2025
Albert Coers: ab hier
14,8 x 10,5 cm, 56 S., 55 Abbildungen, Ringösenheftung
icon Verlag Hubert Kretschmer
Out now: Albert Coers: ab hier, 2025
Albert Coers: ab hier
14,8 x 10,5 cm, 56 S., 55 Abbildungen, Ringösenheftung
icon Verlag Hubert Kretschmer
Die Unterlagen befinden sich im Zustand der Ablage, Poesie und Verwaltung aus dem Archiv des Künstlerverbund im Haus der Kunst e.V., Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München
27.–28.1.2025 — Journal ‑Träume, COMBO, Secession
12 + 12 = 24 — Being with Others — Zusammensein, einBuch.haus, Berlin
Mitbringen. Mitnehmen, Galerie der Künstler, München
Gärtner, aus der Serie “Straßen Namen Zeichen”, 2018;
Mitbringen.Mitnehmen, 7.12.2024 — 11.01.2025, Galerie der Künstler, München
ANONYME ZEICHNER / ANONYMOUS DRAWINGS 2024, Kunstraum Kreuzberg, Berlin
RE:VISION – 20 Jahre Kunstverein Tiergarten, Berlin
take two, one to send and one for you, artcardproject, Stadtgalerie Waidhofen/Ibbs
4.–5.8.2024 ‑Journal Berlin-Warschau
Journal 15.3.24 — Vater, Bilder, ABC. “What is life?“
Heute ist es ein Jahr her, seit mein Vater gestorben ist. Es fühlt sich nicht solange an. „Schon ein Jahr“ möchte man sagen, und ist überrascht.
Sehe mir Fotos vom März letzten Jahres auf dem Smartphone an. Schon eine distanzierende Oberfläche. Und seltsam ernüchternd, was mit den Bildern des Toten und von der Beerdigung passiert, wenn sie im Mini-Format, neben allen möglichen anderen Fotos auftauchen.
Versuche, Fotos zu ordnen. Beim Verbinden des Smartphones mit dem Laptop, beim Markieren von Fotos, um sie sie chronologisch in Ordner auf die Festplatte zu verschieben, setzt sich der Vorgang fort und lässt sich nicht mehr stoppen – Kolonnen von Bildern wandern auf dem Bildschirm ruckelnd nach unten, bekommen einen blau-transparenten Schatten, der Zeile für Zeile vorrückt. Der Rechner hängt sich auf, die Datenmengen waren wohl zu groß.
Klicke mich teils durch die Ordner – es müssen über 70 sein – die mit „Westendstr.“ beschriftet sind. Es sind tausende von Fotos, die ich gemacht habe, vom Haus, von Objekten, von Schriftstücken – und von Installationen. Ich werde nur einen Bruchteil davon je veröffentlichen können.

Suche nach einem, das zum heutigen Tag passen könnte, um es auf Instagram zu posten. Da ist die Installation mit alten Koffern, die ich vom Dachboden aus abseilte. Der Vater ist verreist …?
Da sind die Fotos aus dem Kellergang, wo er Kunstdrucke in einem Regal lagerte, und die Anfangsbuchstaben der Künstler an die Wand schrieb, mit orangefarbener Kreide. Jetzt, nachdem das Regal leergeräumt und abgebaut ist, tauchen die Buchstaben wieder auf. Systematisierungsversuche, die durch das Sammeln und das Material selbst verdeckt wurden.
Weiter komme ich, im Ordner „Diverse“, wo ich alle abgespeichert habe, die zu sortieren ich noch keine Zeit hatte, auf die vielen Fotos von den Versuchen, noch während des Aussortierens Bücher zu dokumentieren, u.a. die mit seinem Namen im Vorsatz/Titel. Das erscheint mir jetzt am besten. Ich werde das morgen machen.
Abends auf der Eröffnung/Einweihung von Albert Hiens Kunst-am-Bau-Arbeit “CARPE DIEM” im Oskar-von-Miller-Gymnasium in München. Im großen Treppenhaus eines Uhrenturms am verkleideten Geländer: Buchstaben, Wörter laufen von oben nach unten, überlagern und wiederholen sich, Lateinische Sprüche, die mit Zeit zu tun haben (TEMPUS FUGIT, VITA BREVIS, ARS LONGA, CARPE DIEM, wie es als Mosaik unten am Eingang auftaucht …). Dieses ephemere Aufleuchten passt schon sehr gut zum Thema Zeit und zum Raum. Und Lichtinstallationen sind unglaublich fotogen. Vielleicht, weil Fotografie ja selbst auf Lichteinfall reagiert.
Anschließend zur Finissage der Ausstellung “What is life” von Sebastian Pöllmann in der Artothek. Sebastian kenne ich schon über 20 Jahre, in den letzen Jahren haben wir uns etwas aus den Augen verloren, zwischen Berlin und München, und darum freut es mich, noch seine Arbeiten zu sehen. Zeichnungen, schnell, spontan, witzig. Dann digitalisiert und als Lasercuts ausgeschnitten, aufgehängt, als sich drehende Schattenspiele an die Wand projiziert, was Überlagerungen, Verzerrungen, neue Bilder ergibt. Alltagssituationen, Warten, Radfahren, sich lieben. Lustbetont. “What is life“ als Titel. Ja, das frage ich mich auch oft.
Scaletta (Ewald)
Scaletta (Ewald), 2024, Installation, “Zwischen Licht und Materie — vom Erscheinen und Verschwinden”, Kunstverein Tiergarten, Berlin
„Scaletta (Ewald)“ weiterlesenRückblick — 2023
Hier ein kleiner, persönlich gefärbter Rückblick auf 2023:
„Rückblick — 2023“ weiterlesenA4, ep.contemporary, Berlin
14. – 17. 9. 2023 (Art Week)
ep.contemporary, Berlin
SHORTCUT II, Fotoforum Dresden
As Times Goes By, DomagkAteliers, München
Markers, 2023
1 5 2 3 8 RHYTHM SECTION, Kunstverein Augsburg
Klammern [B.C.], 2023
übernatur, ep.contemporary, Berlin
Bücher 2022 — Berlin im Dezember

Rückblick auf einige Bücher, getauscht, gekauft, in Berlin im Dezember 2022:
„Bücher 2022 — Berlin im Dezember“ weiterlesenDomestic Space | Christmas Edition II, Zweigstelle Berlin, Neue Galerie, Landhut
bin, 2022
Installation, ca. 40 x 60 x 75 cm
29.10. – 10.12.2022
Vincenz Sala, Berlin
books, Vincenz Sala, Berlin
29.10. – 26.11.2022 (extended 10.12.22)
Vincenz Sala, Berlin
ERDE.SUCHT., Gisela, Freier Kunstraum Lichtenberg, Berlin
STREETS TREES (Breda II), 2022
Breda (I), 2022
WO MEINE SONNE SCHEINT, Breda
21.5 – 29.5. 2022
Site-specific exhibition in the front gardens of Tuinzigt, Breda/NL
womeinesonnescheint.com
SHORTCUT, ep.contemporary, Berlin
Curitiba #5, FREE SPACE (FOR UKR), LAGE EGAL, Berlin
12 + 12, ep.contemporary, Berlin
03.12.2021 – 12.02.2022
ep.contemporary, Berlin
Domestic Space | Domagk Edition 2, Zweigstelle Berlin
26.11.- 29.11.2021
Zweigstelle Berlin @DomagkAteliers, halle 50, München
Out now: Albert Coers | Carsten Lisecki: TT
Albert Coers | Carsten Lisecki: TT, Icon Verlag, 2021
„Out now: Albert Coers | Carsten Lisecki: TT“ weiterlesenSACRED DISTANCING, 2021
Found marking tape, chairs, Installation, 2021
THE IMMUNITY, Galerie der Künstler, München
THE IMMUNITY, Galerie der Künstler
COMING SOON, ep.contemporary, Berlin
23.09. – 23.10.2021
ep.contemporary, Berlin
Yellow Press, ep.contemporary, Berlin

26.08. – 19.09.2021
ep.contemporary, Berlin
UMLAUTE (Ä, Ö, Ü, Æ, Å, Ø)
2021, Installation
Karten mit Buchstaben, Folien, Fotokopien, Sound, Stuhl, Buch
Installation view TT, Galerie F6, Künstlerdorf Schöppingen
TT, Galerie F6, Künstlerdorf Schöppingen
Albert Coers / Carsten Lisecki: TT
Galerie F6, Künstlerdorf Schöppingen
30.3. – 25.4.2021
Cores (Curitiba #4) — inside:OUT Part I
Stachus (DSC02021), 2020
Stachus (DSC02021), 2020, Fotografie
KHBI5 — Klohäuschen Biennale, 10.07.–14.08.2020
Arbeit an der Pause (Publikation), 2019
THE BIG SLEEP, Haus der Kunst
Domestic Space | Domagk Edition, zweigstelle Berlin

18.- 25.11.2018
DomagkAteliers, Halle 50, München
Wahlen/Wachstum, Kunsthaus Raab, 2009–18
Publikation: Faktor X — das Chromosom der Kunst
Faktor X — das Chromosom der Kunst

Faktor X — das Chromosom der Kunst
3. Biennale der Künstler / 3rd Artists’ Biennial
Haus der Kunst, München
29.07. – 24.09.2017
Welt, 2016
Biglietti, 2013 — libro e segnalibri — Studio Gennai, Pisa

Biglietti, 2013, 6 x 7,5 cm
Libro e segnalibri, Studio Gennai, Pisa
Diversa, 2007 — Kunstbunker Tumulka

Diversa, 2007
Fundstücke (beschriftete Schachteln), Installation mit Kellerregal






































































