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JAJA NEINNEIN VIELLEICHT, Gasteig, München

Albert Coers: Gasteig-Encounters, 2019/20 (Entwurf). Begegnung eines Feuermelders und dem Wort für "Blitz"
Albert Coers: Gasteig-Encounters, 2019/20 (Entwurf)

15. RischArt_Projekt 2020
JAJA NEINNEIN VIELLEICHT

Albert Coers, Maximilian Erbacher, Alicia Framis, Dana Lürken, Bea Meyer, Clara Oppel, Thomas Rentmeister, Wolfgang Stehle, Sophia Süßmilch, Thomas Thiede

kuratiert von Katharina Keller

13.03. – 05.04.2020

Eröffnung: Sonntag, 15. März 2020, 11.00 Uhr

Gasteig München, Rosenheimer Str. 5, 81667 München

Seit 1983 wagen die RischArt_Projekte immer wieder neue Wege, um Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen. Kurz vor der Sanierung des Gasteigs wird nun eine inhaltlich spannende Symbiose mit Europas größten Kulturzentrum eingegangen.

Im 3. Jahrzehnt des noch jungen 21. Jahrhunderts werden die teils ambivalenten Auswirkungen der immer schneller voranschreitenden Globalisierung auch auf lokaler Ebene zunehmend sichtbar. Der Mythos des Turmbaus zu Babel scheint Wirklichkeit geworden zu sein. Neben wichtigen Themen wie Klimawandel und Massenmigration stellt sich die Frage, wie man auch sprachlich die Welt neu ordnen bzw. überhaupt verstehen kann. 10 eingeladene Künstler*Innen nähern sich dem vielschichtigen Thema Sprache und Kommunikation mit ihren speziell für den Gasteig konzipierten Arbeiten.

www.rischart.de/art

Es erscheint ein Katalog im Icon-Verlag Hubert Kretschmer.

Wahlen/Wachstum

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 Wahlen, 2009-2018, Abgepauste Wahlslogans, Bleistift auf Backpapier

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kunsthaus-raab-vitrine-IMG_9668Wachstum, 2009/18, Doku von Aktion: Fotos, Brief, Sprühdose, Schablone (Remake 2018)

Beim Bundestagswahlkampf 2009 fielen Coers Plakate auf, die mit dem Begriff ‚Wachstum’ warben. Dies schien fragwürdig, angesichts der auch negativen Auswirkungen, etwa der Umweltbelastung. Coers pauste das Wort ‚Wachstum’ auf Backpapier, übertrug es auf eine Schablone und sprühte es mehrfach auf Wahlkampfplakate. Durch die Vervielfältigung des Begriffs sollte dieser anschaulich gemacht und ad absurdum geführt werden.  Beim Anbringen der Schriftzüge wurde er  beobachtet und wegen Sachbeschädigung angezeigt. Das Verfahren wurde nach einigen Monaten eingestellt.

Weitere Ausschnitte aus Wahlkampfslogans kopierte Coers 2017 und 2018. Das Abdecken und Abpausen war ein performativer Akt, der teils für Irritation sorgte, dabei völlig legal war. Isoliert von ihrem Zusammenhang und auf Umrisslinien reduziert, wirken die Schriftzüge neutral-dokumentarisch. Sie zeigen, welche Begriffe wichtig waren, rufen vielleicht Erinnerungen auf. Sie widersprechen sich zum Teil, ergeben aber auch neue Verbindungen.

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Ausstellung Schmankerl, Kunsthaus Raab, München

Claudia Barcheri, Jutta Burkhardt, Albert Coers, Tabea Elend,
Jonah Gebka, Christian Hartard, Hannes Heinrich, François Huber,
Agnes Jänsch, Heike Jobst, Bruno Kuhlmann, Alfred Kurz,
Annabell Lachner, Aylin Neuhofer, Paulina Nolte, Jonathan Penca,
Mako Sangmongkhon, Wolfgang Stehle, Günter Wangerin

Eröffnung
Samstag 6.10. 14-20 Uhr
Sonntag 7.10. 12-19 Uhr

Donnersbergerstraße 15, 80634 München
Freitag  13 – 19 Uhr,  Donnerstag Führung um 18 Uhr
www.kunsthausraab.de