12 + 12, ep.contemporary, Berlin

03.12.2021 – 12.02.2022
ep.contemporary, Ber­lin

Ophe­lia Beck­mann + Jochen Schnei­der, Ange­la Broehan + ter Hell, Albert Coers + Peter Dobrosch­ke, Mat­thi­as Hage­mann + Song­wen Sun-von Berg, Uschi Krem­pel + Georg Bothe, geor­gia Kra­wi­ec + Urbanart (Peschken & Pisars­ky), Celia Meh­nert + Doro­thee Ber­ken­he­ger, Mar­ti­na Rei­chelt + Rémy Mou­ton, Bodo Rott + Micha­el H. Roh­de, Doro­thea Schutsch + Béatri­ce Nico­las, Jens Schü­ne­mann + Tho­mas Sturm, Sabi­ne Wild + Ste­fa­nos Pav­la­kis

In der Grup­pen­aus­stel­lung „12 +12“ laden 12 Künst­ler von ep.contemporary 12 Gast­künst­ler ein, Arbei­ten im Kunst­du­ett zu prä­sen­tie­ren. Im Mit­tel­punkt der Aus­stel­lung ste­hen Dia­lo­ge , die auch räum­lich als Zwie­ge­spräch in den Aus­stel­lungs­räu­men erfahr­bar sind.

Gemein­sam ist den Arbei­ten von Coers und Dobrosch­ke das The­ma der Distanz und der Wahr­neh­mung: Albert Coers zeigt ein Fund­stück und ein Foto aus der Serie „SAC­RED DISTANCING“, die auf Situa­tio­nen 2020/21 in Kir­chen zurück­geht: Eine gel­be Kar­te, die, wie auf dem Foto zu sehen, einen Sitz­platz in Kir­chen­bän­ken mar­kiert, nach Coro­na-Abstands­re­geln. Aus dem Kon­text gelöst, ist sie eine bedeu­tungs­of­fe­ne Farb­flä­che – die sich auch rück­be­zie­hen lässt auf die Aus­stel­lung „Yel­low Press“ 2021.

Peter Dobrosch­kes Foto­ar­beit zeigt eine durch Mau­ern, Hecken und tief her­un­ter­ge­zo­ge­ne Dach­flä­chen viel­fach gegen Zugang und Bli­cke abge­schirm­te Vil­la. Der Titel „Pan­ora­ma“ (von griech. pan „alles, ganz“, und hora­ein „sehen“, meist für den Rund­blick in eine Land­schaft ver­wen­det) steht damit in Kon­trast. Doch ergibt sich wie­der­um ein Bild, das an eine Land­schaft erin­nert, durch die berg­ar­ti­gen Dach­flä­chen, das brei­te For­mat und den hori­zon­ta­len Aufbau.

12+12

In the group exhi­bi­ti­on “12 +12”, 12 artists from ep.contemporary invi­te 12 guest artists to pre­sent works in an art duet. The focus of the exhi­bi­ti­on is on dia­lo­gues that can also be expe­ri­en­ced spa­ti­al­ly in the exhi­bi­ti­on spaces.

What the works of Coers and Dobrosch­ke have in com­mon is the the­me of distance and per­cep­ti­on: Albert Coers shows a found object and a pho­to from the seri­es “SAC­RED DISTANCING”, which goes back to situa­tions in church­es in 2020/21: a yel­low card that, as seen in the pho­to, marks a seat in church pews, accord­ing to Coro­na spa­cing rules. Remo­ved from its con­text, it is a colour sur­face open to mea­ning — which can also be refer­red back to the exhi­bi­ti­on “Yel­low Press” 2021.

Peter Dobroschke’s pho­to­gra­phic work shows a vil­la that is shiel­ded from access and view in mul­ti­ple ways, by walls, hedges and low-pit­ched roofs. The tit­le “Pan­ora­ma” (from Greek pan “all, who­le”, and hora­ein “to see”, usual­ly used for a pan­or­amic view of a land­s­cape) con­trasts with this. But again, an image remi­nis­cent of a land­s­cape results from the moun­tain-like roof sur­faces, the wide for­mat and the hori­zon­tal structure.