14.5., Donnersgtag
Habe mir gestern bei Kaufland in Lichtenberg einen Rasierer gekauft, den ich heute auspacke (verwende eine Rasierklinge zum Aufschneiden der Verpackung). Diese geöffneten und „leeren“ Verpackungen finde ich ganz reizvoll als Objekte; mit dem umlaufenden Papierrest, der semi-abstrakten Hülle, bei der man häufig nur mehr erahnen kann, was da verpackt war. Diese Hüllen hebe ich an und ab auf; so oft kaufe ich ja gar nicht etwas, das eingeschweißt wäre; Hygieneartikel wie Zahnseide, Zahnbürsten (die aber immer häufiger aus Holz und in Schachtgeln); Batterien … Eine kleine Sammlung, bei der auch noch etwas unklar ist, was ich mit ihr mache. Zunächst hängt die Hülle, die ja oben ein Loch zum Aufhängen hat, an einem Kleiderhaken.
Rasiere mich dann auch gleich damit. Bedürfnis nach Reinigung. Sollte das zu einer Routine machen, ebenso wie das Scheiben (denke hier natürlich an T.M. ) oder Zeichnen.
Berühre den Rasierer unbeabichtigt an der Klinge – ein kleiner Schnitt am Zeigefinger ist das Resuluat. Klebe ein Pflaster darum. Vielleicht wäre das gar nicht nötig. Aber dieses kleine Hindernis reicht aus, um beim Schreiben auf der Tatstatur reine Reihe von Tippfehlern zu erzugen, die häuig nicht ganz reizlos sind, und die ich häufig auch erstmal so srtehe lasse. Mit getapten Fingern schreiben – vermutlich ist da schon ein Performancekünstler drauf gekommen; es gibt ja bewusste Selbst-restraints, die sich z.B. Bruce Naumann auferlegt bzw. angelegt hat, beim Zeihnen, zusammengebundene Gliedmaßen etc. Wann ein Tippfehler durch das Pflaster, wann er „einfach so“ entseht, ist allerdings kaum zu sagen. Afu jeden Fall häufen sie sich. Und ich korrigiere sie erstmal nicht.
Uff. Bin schon froh, wenn ich zwei Absätze geschrieben habe. Konzentrationsprobleme. Aber auch heir wieder: im Zug geht es besser.
