30.1. – 21.2.2026
einBuch.haus, Berlin
Welt, 2016 @PANORAMA, 2025
Artministration Teil 1 Abs. (4): „Kunst und Bürokratie“, Büro für kuratorische Forschung, c/o Galerie Nord, Kunstverein Tiergarten, Berlin
Die Gelben Seiten, Berlin
Die Unterlagen befinden sich im Zustand der Ablage, Poesie und Verwaltung aus dem Archiv des Künstlerverbund im Haus der Kunst e.V., Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München
27.–28.1.2025 — Journal ‑Träume, COMBO, Secession
12 + 12 = 24 — Being with Others — Zusammensein, einBuch.haus, Berlin
Mitbringen. Mitnehmen, Galerie der Künstler, München
Gärtner, aus der Serie “Straßen Namen Zeichen”, 2018;
Mitbringen.Mitnehmen, 7.12.2024 — 11.01.2025, Galerie der Künstler, München
Bauklötze, Calendar 2025
Bauklötze [toy blocks], Photo, 2023
in: Calendar 2025, einBuch.haus 2024
ANONYME ZEICHNER / ANONYMOUS DRAWINGS 2024, Kunstraum Kreuzberg, Berlin
take two, one to send and one for you, artcardproject, Stadtgalerie Waidhofen/Ibbs
Library of Artistic Print on Demand, Villa Stuck, München
A4, ep.contemporary, Berlin
20.04. – 04.05.2024
ep.contemporary, Berlin
Scaletta (Ewald)
Scaletta (Ewald), 2024, Installation, “Zwischen Licht und Materie — vom Erscheinen und Verschwinden”, Kunstverein Tiergarten, Berlin
„Scaletta (Ewald)“ weiterlesenARTISTS WHO DO BOOKS — IN THE RACK ROOM #29, Berlin
A4, ep.contemporary, Berlin
14. – 17. 9. 2023 (Art Week)
ep.contemporary, Berlin
As Times Goes By, DomagkAteliers, München
1 5 2 3 8 RHYTHM SECTION, Kunstverein Augsburg
Bücher 2022 — Berlin im Dezember

Rückblick auf einige Bücher, getauscht, gekauft, in Berlin im Dezember 2022:
„Bücher 2022 — Berlin im Dezember“ weiterlesenDomestic Space | Christmas Edition II, Zweigstelle Berlin, Neue Galerie, Landhut
bin, 2022
Installation, ca. 40 x 60 x 75 cm
29.10. – 10.12.2022
Vincenz Sala, Berlin
books, Vincenz Sala, Berlin
29.10. – 26.11.2022 (extended 10.12.22)
Vincenz Sala, Berlin
STREETS TREES (Breda II), 2022
WO MEINE SONNE SCHEINT, Breda
21.5 – 29.5. 2022
Site-specific exhibition in the front gardens of Tuinzigt, Breda/NL
womeinesonnescheint.com
„I’m grateful, Albert“, 2022
SHORTCUT, ep.contemporary, Berlin
Curitiba #5, FREE SPACE (FOR UKR), LAGE EGAL, Berlin
12 + 12, ep.contemporary, Berlin
03.12.2021 – 12.02.2022
ep.contemporary, Berlin
Out now: Albert Coers | Carsten Lisecki: TT
Albert Coers | Carsten Lisecki: TT, Icon Verlag, 2021
„Out now: Albert Coers | Carsten Lisecki: TT“ weiterlesenSACRED DISTANCING, 2021
Found marking tape, chairs, Installation, 2021
THE IMMUNITY, Galerie der Künstler, München
COMING SOON, ep.contemporary, Berlin
23.09. – 23.10.2021
ep.contemporary, Berlin
Yellow Press, ep.contemporary, Berlin

26.08. – 19.09.2021
ep.contemporary, Berlin
UMLAUTE (Ä, Ö, Ü, Æ, Å, Ø)
2021, Installation
Karten mit Buchstaben, Folien, Fotokopien, Sound, Stuhl, Buch
Installation view TT, Galerie F6, Künstlerdorf Schöppingen
Arbeit an der Pause (Publikation), 2019
THE BIG SLEEP, Haus der Kunst
Domestic Space | Domagk Edition, zweigstelle Berlin

18.- 25.11.2018
DomagkAteliers, Halle 50, München
Wahlen/Wachstum, Kunsthaus Raab, 2009–18
Publikation: Faktor X — das Chromosom der Kunst
Faktor X — das Chromosom der Kunst

Faktor X — das Chromosom der Kunst
3. Biennale der Künstler / 3rd Artists’ Biennial
Haus der Kunst, München
29.07. – 24.09.2017
Welt, 2016
SIMS, 2015



SIMS, 2015
Installation mit Büchern aus der Sammlung des Kunstvereins Bamberg
Ausstellung Sagen und Zeigen — Schrift in der Kunst, Villa Dessauer, Bamberg, 2015
SIMS [ledge]
Installation with books from the collection of Kunstverein Bamberg
Exhibition Sagen und Zeigen — Schrift in der Kunst [Telling and Showing — Writing, Type, Characters in Art}, Villa Dessauer, Bamberg, 2015
animalibri, Kunstverein Tiergarten Berlin, 2012








animalibri
kuratiert von Ralf Hartmann
Einzelausstellung Solo Show
Kunstverein Tiergarten — Galerie Nord, Berlin
Turmstraße 75, 10551 Berlin
Eröffnung Opening: 15.3.2012
15.3. — 15.4. 2012
Begleitend erscheint die Publikation
In this occasion is published
Müde Bücher ( Salon Verlag Köln)
Für den Kunstverein Tiergarten entwickelt Albert Coers eine die Galerie umfassende Präsentation seiner jüngst entstandenen Arbeiten zu Bibliotheken und Buch, verbunden mit eigens für die Ausstellung enwickelten neuen Arbeiten, die auch die großflächige Öffnung der Galeriefenster zum Straßenraum mit einbeziehen.
Gezeigt werden Arbeiten aus den Jahren 2008 bis 2012, wie z. B. ENCYCLOPEDIALEXANDRINA, eine großformatige Rauminstallation und Wandcollage mit Material aus der Bibliothek von Alexandria, die wesentlich erweitert und durch skulpturale Elemente ergänzt wird. Die Reihe I TITOLI SOLI bestehend aus Frottagen von Bucheinbänden, wird zu assoziativ-erzählerischen Tableaus gruppiert; Müde Bücher, eine Serie von einzelnen Büchern aus einer privaten Bibliothek, wird die vorhergehende Verwendung von Büchern in einer Installation ablesbar machen.
In Zusammenarbeit mit lokalen Bibliotheken entsteht eine ortsspezifische Buchinstallation, die mit deren Beständen arbeitet und sie temporär in den Galerieraum verlagert.
Veranstaltungen
Events during the exhibition
Mittwoch, 28. 3., 19.30 h
Markus Krajewski (Bauhaus-Universität Weimar):
Bücherraumordnungsverfahren.
Vortrag und Gespräch mit Albert Coers
Dienstag, 3. 4., 17.30 h
Führung durch die Ausstellung mit Ralf F. Hartmann, Kurator
Freitag, 13. 4., 18 h
Ausstellungsrundgang exhibition tour, Albert Coers im Gespräch mit in conversation with Ralf F. Hartmann
Die Ausstellung wird gefördert von
With friendly support by
Golart Stiftung, Erwin und Gisela von Steiner Stiftung, Rischart, München.
animalibri
Animalibri: der Titel verschmilzt Worte, die häufig als Gegensätze gebraucht werden: Anima, Seele, Leben, und libri, Bücher. Gleichzeitig steckt in ihm auch Animal (Lebewesen, Tier), was zum Ort, der Galerie im Tiergarten passt. Bücher sind als etwas Lebendiges aufgefasst, siehe die Installationen, siehe auch die Arbeit Müde Bücher. Und Bücher passen zum Ort, zur Galerie Nord als ehemalige Bibliothek.
Im ersten Raum im Osten sind Bücher aus Privatbibliotheken in Fenstern installiert. (Biblioteca privata R.F.H., C.G.E.B., A.J.C., 2012). Die Bücher stammen je Fenster von einem Mitglied des Kunstvereins Tiergarten. Die Anordnung versucht die Interessen der Besitzer aufzugreifen: Im ersten Fenster eine rechtwinklige, architektonische Konstruktion (Ralf Hartmann, Architekturschwerpunkt, Schinkel etc.), daneben eine eher kompakte, „malerische“, wo Bücher über russischen Konstruktivismus und Suprematismus zu finden sind (Claudia Beelitz), dann eine geschichtete (Bücher von Albert Coers). Dennoch entsteht eine Gesamtform, die sich über die Fensterfront erstreckt.
Angesichts dieser raumgreifenden Installationist die Hängung im Raum eher sparsame, steht aber in Verbindung zum Thema der Bibliothek. An der Stirnseite zwei Bündel Leihscheine (jeweils Ausleih- und Rückgabequittungen), aus dem Projekt Biblioteca vitale (2011), für das aus der Bibliothek der Humboldt-Universität Berlin – Grimm-Zentrum hunderte Bücher zum Thema „Leben“ ausgeliehen wurden. Dies korrespondiert mit den grünen Stellvertreterkarten für ausgeliehene Bücher der Biblioteca Botanica, am anderen Ende der Galerie, an der Westwand.
An der Südwand: hängen 10 Stofftaschen aus dem Projekt Zettels Traum, 2011, gefüllt mit Büchern. Die Stofftaschen stammen von verschiedenen Berliner Filialen der Hugendubel-Kette. Dort kaufte Coers insgesamt 69 Exemplare von Wahrigs Wörterbuch, bis ihr Preis derselbe war wie von einem Exemplar von Arnold Schmidts Zettels Traum, fotografierte sie und tauschte sie um bzw. brachte sie zurück. Die Quittungen waren Bestandteil der Arbeit. Am anderen Ende der Galerie sind zwei dokumentarische Fotos der Arbeit zu sehen.
An der Süd- u. Westwand sind grafische Arbeiten zu sehen: I TITOLI SOLI (2009–2012) („nur die Titel“, ein Spiel mit Titeln der Installation I SOLITI TITOLI,2009, aus der sich Müde Bücher ableitete). Es sind Frottagen, Abriebe von geprägten Bucheinbänden, die neu zu assoziativ-erzählerischen Tableaus gruppiert wurden (zum Thema „Berge, Expeditionen, (Lebens)gefahr“, z.T. assoziativ zum Thema der Biblioteca vitale gegenüber, z.B. „wir werden leben“).Die Technik des Abriebs, die u.a. in der Archäologie verwendet wird, um Inschriften wiederzugeben, ist ein reproduzierendes Verfahren mit eigener graphischer Qualität, zwischen Originalzeichnung und Druckgraphik. Die Serie korrespondierte mit Bild-Text-Kombinationen der Installation mit Fotokopien im Mittelraum.
Mittelraum
In den Raum eingepasst steht Scaffale (Biblioteca Botanica), eine Art begehbarer Pavillon aus Holzregalen, war Bestandteil der Installation Biblioteca Botanica, Kunstmuseum Heidenheim, 2006. Dort war es Trägerelement für aus kommunalen Bibliotheken ausgeliehene Bücher zum Thema „Botanik“. Durch die Schrägstellung der Regalbretter wurden Assoziationen an Äste eines Baumes oder die Rippen eines Blattes geweckt. Im Kunstverein Tiergarten wird auf dessen eigene Bibliothek zurückgegriffen: Kataloge, sonst im Raum hinter dem Empfang in einem großen Regal, werden „ausgeliehen“ und neu nach Größe sortiert; und die Bretter entsprechend in Schrägstellung angepasst. Es entsteht eine neue Ordnung. Das Regal hinter dem Empfang der Galerie Nord ist dagegen leer.
Mit dem Thema der Bibliothek, mit dem der Abwesenheit und Neukreation in Verbindung steht ENCYCLOPEDIALEXANDRINA (2008–2012), eine Wandcollage mit Fotokopien aus den Bibliotheken von Alexandria – es gibt mehrere Städte dieses Namens, nicht nur in Ägypten, sondern auch in Virginia und in Italien. Sie bezieht sich auf die legendäre Bibliothek, die alles Wissen der Welt versammelte und deren Bestände auf rätselhafte Weise verschwunden sind. „Von der Rose bleibt nur der Name übrig“ – heißt es in Umberto Ecos Bibliotheksroman „Der Name der Rose“. Von hier lassen sich Verbindungen, zur Biblioteca Botanica herstellen, wie auch die Collage ein Spiel mit Bild- und Textkombinationen und der Vieldeutigkeit von Namen ist.
Müde Bücher (2009/2012) ist eine Serie von einzelnen Büchern aus der Bibliothek eines verstorbenen Architekten, an denen sich bei genauerem Hinsehen die vorhergehende Verwendung in einer Installation ablesen lässt, die zu ihrer Verformung geführt hat. Sie sind charakteristisch für eine bildungsbürgerliche Bibliothek der 1950er-70er Jahre, wie sie Coers aus Erfahrung seines Elternhauses kennt. Präsentiert werden sie als skulpturale Einzelobjekte in einem Karree von Sockeln. Die Objekte waren Bestandteil der Installation I SOLITI TITOLI — LITO, 2009, im Fenster der Lithographiewerkstatt im Künstlerhaus München.
Im Videoraum (im Raum, der hinter „Müde Bücher“ liegt) wurde der Film I SOLITI TITOLI (2009) gezeigt, der zwischen sachlicher Dokumentation und eigenständigem Blick auf eine Installation steht. Zu sehen sind Blicke durch die gleichnamige Installation aus Büchern, die vor einem Fenster aufgebaut sind, auf Passanten und kleine alltägliche Szenen, die, für sich banal, im Verein mit den Buchtiteln neue Zusammenhänge ergeben.
Raum West
Mit dem Regal, aber auch mit den andern Leihzetteln korrespondiert Rappresentanti (Biblioteca Botanica), 2006/2012, Stellvertreterkarten aus grünem Karton mit handschriftlich eingetragenen Titeln und Bibliothekssignaturen an der Querwand am Ende der Galerie. Sie markierten in den Regalen von kommunalen Bibliotheken Bücher, die assoziativ zum Thema „Botanik“ ausgeliehen wurden, verwiesen auf etwas, das abwesend, an einem anderen Ort war, und stellten dadurch eine neue Präsenz her. Die Karten sind nach dem ABC der Verfassernamen angeordnet, streng im Raster. Die unterschiedlichen Grüntöne der Karteikarten ergeben aber ein unregelmäßiges Muster.
Davor im Raum, zwei Boden, die mit Anklägen an Minimalismus spielen: I Classici dell’Arte – versione svizzera, 2012. Als minimalistische Installation am Boden: Bände der Reihe I Classici del Arte – Klassiker der Kunst, eine in der Schweiz produzierte Ausgabe der Bände über Kunst-Klassiker aus Privatbesitz (Bibliothek von Bernhard Coers, Vater von A.C.), ergänzt durch in Berliner Kommunalbibliotheken entliehene Exemplare (u.a. Bibliothek Steglitz, Hansabibliothek, Bruno-Lösche-Bibliothek, Moabit). Die Bände sind mit dem Rücken nach oben gezeigt, monochrom, erinnern an Steinplatten. Ihre Herkunft aus Bibliotheken ist aber an den Barcodes ablesbar.
Enciclopedia critica dell’arte contemporanea, 2012, Schuber von Kritisches Lexikons der Gegenwartskunst. Die leeren Schuber stammen aus dem Bestand des Kunstvereins Tiergarten, der Inhalt befindet sich auf dem Regal, als Quadrat die leeren Hüllen, die farblich mit dem Boden korrespondieren. Sie erinnern an Bodenskulpturen, etwa von Carl Andre.
Daneben sind weitere Installationen zu sehen, etwa der Katalog der Biblioteca Collettiva (2005). Hier sind in einem Karteikasten die Leihscheine aus der ersten Buchbeschaffung durch Ausleihe versammelt.
Fotografien von Installationen sind ebenfalls Zeugnisse, die über ihre dokumentarische Funktion hinaus Eigenwert entwickeln, so beispielsweise in einer Serie von Polaroids, bei denen beim Entwicklungsprozess Fehlstellen auftraten, die das Bildmotiv teils unkenntlich machen, dabei aber etwas Neues entstehen lassen. Die Polaroids sind mit Großbildkamera aufgenommenen Probeabzüge für endgültige Fotos, entstanden 2008 bei der Ausstellung Debutanten. Sie zeigen eine Buchinstallation, Bögen und Fenster.
Begleitet ist die Ausstellung nicht durch einen „normalen“ Ausstellungkatalog, sondern durch eine als Künstlerbuch gestaltete Publikation, Coers’ erstes Fotobuch: Müde Bücher, erschienen im Salon Verlag, Köln, mit dem Text „Ermüdet“ des Kunstwissenschaftlers Wolfgang Ullrich.
Das Buch wird in zwei Einbandvarianten gedruckt, eine davon mit neutral-monochromen Cover, das bei späteren Installationen und Buchskulpturen Verwendung findet (Biblioteca continuata, 2012, Scaletta, Ausstellung AVANZI, Artothek München, 2013.













































